Novavax nicht einsetzbar

  • Mehrere Patienten fragten mich in den letzten Wochen nach einer Impfung mit Nuvaxovid (Novavax). Sie hatten mRNA-Impfstoffe abgelehnt. Nun aber wollten sie sich impfen lassen.
  • Eine Impfpflicht war dazu nicht notwendig. Sie sind auch mit Karl Lauterbach weder verwandt noch verschwägert. Sie waren einfach interessiert.
  • Leider musste ich diese Menschen enttäuschen. Herr Prof. Lauterbach hat nämlich verhindert, dass Novavax in deutsche Arztpraxen kommt. Nur Impfzentren, das sind die Orte, in denen eine Schutzimpfung € 165,- kostet, sind zur Bestellung von Novavax befugt.
  • Erst im Dezember hatte das Bundesgesundheitsministerium die Belieferung von Arztpraxen mit Impfstoff gegen SARS-CoV-2 behindert, während der Gesundheitsminister mit den Vokabeln Impfpflicht und Wellenbrechung in Talkshows zu hören war..
  • Im Moment geistert nur Omikron durch die Republik. Dieses Coronavirus bewirkt bei Menschen einen milden grippalen Infekt. Es gibt keinen Impfstoff dagegen. Er wäre auch unnötig. Sollte es aber nochmals eine SARS-CoV-2-Variante geben, die diesen Namen verdient, sind wir verloren, wenn Karl Lauterbach immer noch deutscher Gesundheitsminister ist. Ist das allen Bundestagsabgeordneten klar?

Feinde der Wissenschaft

  • Wer vermutet hatte, die Feinde der Wissenschaft hätten sich geschlossen als Querdenker verkleidet, der wurde in der Nacht zum 29.01.2022 eines Besseren belehrt.
  • Wissenschaftler wie etwa Virologen, so wurde uns von einem Prominenten mitgeteilt, hätten sich aus der Corona-Politik herauszuhalten. „Max Weber hat darauf verwiesen, dass Wissenschaften die Welt beschreiben, wie sie war, ist und sein wird. Sie können auch beschreiben, wie man die Welt verändern könnte. Aber die Wissenschaft kann nicht sagen, ob man die Welt auch verändern soll“, zitierten die „Heilbronner Stimme“ und der „Südkurier“ einen namhaften Repräsentanten unserer Republik. Die Deutungshoheit über ihr Fach sollten die Wissenschaftler unbedingt haben, sagte der Mann. „Aber sie sollten auch dabei bleiben und es unterlassen, politische Ratschläge zu geben.“ Das könne ihre wissenschaftliche Autorität erheblich beeinträchtigen."
  • „Zum Beispiel, ob jetzt eine Impfpflicht politische Kollateralschäden erzeugt - was sie zweifellos auch tun wird -, das zu bewerten liegt jetzt nicht in der Kompetenz der Stiko oder von wem auch immer.“ Das sei Kompetenz und Aufgabe der Politiker, die dafür gewählt worden seien - nicht der Epidemiologen. Da sei manches "verrutscht".
  • Anlass der Ansage: Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Prof. Dr. Thomas Mertens, hatte sich gegen eine allgemeine Corona-Impfpflicht ausgesprochen. Die Bundesregierung hatte vor einigen Wochen einen Wissenschaftsrat eingesetzt.
  • Jener Prominente, der sich da hochnäsig und herablassend über die Vertreter der Wissenschaft äußerte, war Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Die Grünen).
  • Wie läuft es denn wirklich in der Corona-Pandemie? Medizinisch unqualifizierte Politiker, nicht Ärzte, bestimmen inzwischen in Deutschland, welche Tests bei Erkrankten und Infizierten anzuwenden sind. Genesenen-Zertifikate gelten für Bundestagsabgeordnete sechs Monate lang, für alle anderen Bürger nur drei. Wie erfolgreich diese Quacksalberei ist, sieht jeder Laie anhand des Pandemie-Verlaufs. Viele dieser Politiker wollen nun auch anstelle von Ärzten entscheiden, wer, wann und wogegen geimpft werden muss. Viele dieser gewählten Volksvertreter reden von Wissenschaft nur noch, wenn dieses Wort zum Kampfbegriff taugt.
  • Tatsächlich ist es spätestens jetzt für alle Wissenschaftler an der Zeit, selbstherrliche Politiker in die Schranken zu weisen. Jeder Wissenschaftsleugner schadet uns allen, gleichgültig, ob er spaziert oder ob er sich im Dienstwagen chauffieren lässt.
  • Immerhin ist jetzt klar, wie das im Südwesten Deutschlands so läuft. Wir können froh sein, dass unser Gegner derzeit nur Omikron heißt.