Schutzimpfungen gegen SARS-CoV-2

  • Schutzimpfungen sind eine höchstpersönliche Angelegenheit. Deshalb werden Sie in meinem Blog auch nur Empfehlungen zum Einsatz bestimmter Impfstoffe finden, keine Empfehlung dagegen zur Schutzimpfung selbst.
  • Natürlich kennen Sie meine persönliche Position. Ich impfe seit dem 7. Juni von morgens bis abends gegen SARS-CoV-2. Ich habe inzwischen auch eine nennenswerte Anzahl von Kindern geimpft, die zwölf Jahre alt oder nur wenige Jahre älter sind. In meiner Praxis werden diese Kinder in der zweiten Hälfte der Sommerferien bevorzugt geimpft.
  • Ich werde aber jedem entgegentreten, der aus moralischer Überheblichkeit, aus Angst oder aus Dummheit versucht, meine Patienten mit Druck zur Impfung zu bewegen. Schutzimpfungen schützen nie andere Menschen. Schutzimpfungen schützen immer nur genau Sie selbst. Sie selbst tragen auch jedes Risiko allein.
  • Niemand hat das Recht, Sie unter Druck zu setzen.
  • Darf Ihnen jemand verbieten, Auto zu fahren (wesentlich gefährlicher als CoVID-19) oder mit einem Mountainbike durch den Wald? Organisiert irgendwer einen Mob, weil Sie rauchen, Fußball spielen oder keinen Cholesterinsenker einnehmen?
  • In meiner Praxis haben sich auch höchst verantwortungsvolle Menschen nach gründlicher Abwägung gegen eine Schutzimpfung entschieden.
  • Jeder hat das Recht, sich nicht gegen SARS-CoV-2 impfen zu lassen. Alle Eltern haben das Recht, ihre Kinder nicht gegen dieses Virus immunisieren zu lassen.
  • Sogar absichtlich infizieren darf man sich. Davon rate ich allerdings ab.
  • Für alle Fragen meiner Patienten zur Schutzimpfung gegen SARS-CoV-2 habe ich aber immer ein offenes Ohr. Rufen Sie jederzeit an! Lassen Sie sich individuell beraten.
  • Wenn Sie sich anschließend für Ihre eigene Schutzimpfung oder für die Impfung Ihrer Angehörigen entscheiden, dann impfe ich Sie mit dem für Sie besten Impfstoff.
  • Wenn Sie sich nicht für eine Schutzimpfung gegen SARS-CoV-2 entscheiden, kennen Sie nach meiner Beratung zumindest den Stand der Wissenschaft und Ihr individuelles Risikoprofil.
  • An meinem Gefühl tiefer Fürsorge und an meiner Wertschätzung für Sie ändert Ihre Entscheidung nichts.

Sind Sie immun?

Erfolg gegen die Grippe - Fehlschlag gegen CoVID-19

  • Seit Februar 2020 geht der sogenannte Westen nach dem WHO-Handbuch zur Bekämpfung der Influenza gegen die Corona-Pandemie vor. Man trägt Maske, hält voneinander Abstand, desinfiziert Hände und Flächen. Zur Kontaktnachverfolgung setzt man in Deutschland sogar die Bundeswehr ein. Deutschland war damit extrem erfolgreich. Hat im Winter 2020/2021 irgendwer irgendwen mit Grippe gesehen?
  • Gegen die Verbreitung von SARS-CoV-2 hatte die Influenza-Strategie eher keinen Erfolg.
  • Die renommierte australische Wissenschaftlerin Lidia Morawska hat bereits am 3. April 2020 einen Aufruf publiziert: „Airborne transmission of Sars-CoV-2: The world should face the reality.“ Sie stellte schon damals fest, dass SARS-CoV-2 durch das Einatmen von Viren hervorgerufen wird. Zu der Zeit wurden bei uns noch die Desinfektionsmittel und das Toilettenpapier knapp. Unsere Politiker riegelten die Kinderspielplätze ab.
  • Nach drei Wellen der Corona-Pandemie ist es nun Zeit, den tatsächlichen Hauptübertragungsweg des Erregers von CoVID-19 zu erkennen und ihn zu blockieren: die Übertragung durch geatmete Luft, den Transport von SARS-CoV-2 im Wege des Aerosols.

China hat mehr als 1 Milliarde CoVID-19 Impfstoffdosen verabreicht.

  • Insgesamt wurden bis Samstag 1.010.489.000 Schutzimpfungen verabreicht worden, so Chinas Nationale Gesundheitskommission (NHC).
  • Allein in den letzten fünf Tagen seien 100 Millionen Impfungen verabreicht worden, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.
  • In China leben rund 1,4 Milliarden Menschen. Damit liegt das Land bei den verabreichten Impfdosen pro 100 Menschen derzeit noch hinter Nationen wie den USA und Großbritannien zurück.
  • China hat aber damit begonnen, Menschen unter 18 Jahren zu impfen, wobei Teenager die Impfstoffe von Sinopharm und Sinovac erhalten können.
  • Die Regierung in Beijing habe sich zum Ziel gesetzt, bis zum Ende des Jahres mindestens 70% der in Frage kommenden Menschen zu impfen, berichtete Xinhua unter Berufung auf den stellvertretenden Leiter des NHC, Zeng Yixin.
  • Im Moment rettet sich China noch durch eine rigorose Abschottung vor einem größeren Eintrag der Delta-Variante in sein Land. Ausbrüche innerhalb Chinas werden mit martialischen Maßnahmen bekämpft. Auf Dauer werden diese Maßnahmen nicht reichen. Dies ist der Grund, weshalb die Impfkampagne in China seit einigen Wochen einen gewaltigen Anschub erhält.

Coronaviren als Waffe

  • Noch im Februar 2020 bezeichneten einige namhafte Wissenschaftler die Epidemie von Wuhan als Naturkatastrophe. Diese Festlegung war als Solidaritätsadresse an einige ihrer Kollegen in China getarnt. Sie unterbanden damit für viele Monate jede Erforschung über die Herkunft von SARS-CoV-2.
  • Die gleichen Wissenschaftler und ihre Arbeit sind seit 2012 selbst Gegenstand kritischer Diskussion. Genau sie waren jahrelang an der Entwicklung von Kriegswaffen auf der Basis von Coronaviren beteiligt. Gain of Function heißt die Forschungsrichtung, die sich unter dem Deckmantel der Enthüllung des Schlimmstmöglichen mit der Entwicklung kaum kontrollierbarer Biowaffen befasst.
  • Wie, so lautete ihre Frage, macht man aus harmlosen Coronaviren gefährliche Krankheitserreger für Menschen?
  • Im Frühjahr 2020 ergab sich daraus ein auf den ersten Blick kindisch wirkender Streit.

Informationen vor Ihrem Impftermin


Liebe Patienten,

in wenigen Tagen können endlich auch wir Privatärzte mit
Schutzimpfungen gegen SARS-CoV-2 beginnen.

Wenn Sie bereits einen Termin für sich selbst vereinbart haben, laden Sie sich bitte vor jedem Impftermin zwei Dokumente des Robert-Koch-Instituts herunter. Lesen Sie diese Dokumente genau durch. Füllen Sie die entsprechenden Stellen mit Ihren eigenen Daten und Angaben aus. Bitte drucken Sie danach die Dokumente aus und unterschreiben Sie sie. Wir benötigen sowohl den Aufklärungsbogen als auch Ihre Einwilligungserklärung vor der Impfung. Halten Sie diese Dokumente also bitte an Ihrem Impftermin zur Übergabe an mich bereit.

Patienten, die mit Comirnaty (BioNTech/Pfizer) geimpft werden, benötigen folgende Dokumente:
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Aufklärungsmerkblatt zur Schutzimpfung gegen COVID-19 mit mRNA-Impfstoff
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Anamnese- und Einwilligungsbogen zur Schutzimpfung gegen COVID-19 mit mRNA-Impfstoff

Wer mit COVID—19 Vaccine Janssen (Johnson & Johnson) geimpft wird, lade hingegen die folgenden Dokumente von der Website des RKI:
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Aufklärungsmerkblatt zur Schutzimpfung gegen COVID-19 mit Vektor-Impfstoff
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Anamnese- und Einwilligungsbogen zur Schutzimpfung gegen COVID-19 mit Vektor-Impfstoff

Rufen Sie mich bei allen Fragen jederzeit an.

Bitte installieren Sie vor der Impfung die App
safevac des Paul-Ehrlich-Instituts. Melden Sie jegliche Impfreaktion über diese App.

Wenn Sie noch keinen Termin erhalten haben, dann registrieren Sie sich für eine Impfung bitte mit Hilfe unseres
Kontaktformulars. Nennen Sie dort Ihren vollständigen Namen und Ihre aktuelle Adresse. Wir benötigen von Ihnen auch Ihr Geburtsdatum, Ihre e-Mail-Adresse und Ihre Mobiltelefonnummer. Sie wissen selbst am besten, ob uns diese Informationen bereits vollständig vorliegen.

Herzliche Grüße

Dr. Wolfgang Stock

Kinder schützen

  • Seit dem Frühjahr 2020 ist bekannt, dass SARS-CoV-2 vor allem über die Luft übertragen wird. Man sollte sich also möglichst selten in Gruppen in Innenräumen aufhalten. Notfalls muss man mit Luftreinigern oder mit raumlufttechnischen Anlagen arbeiten, wenn man Gruppen in Innenräumen schützen will. Schlecht sitzende Masken vor Gesichtern helfen wenig. Antigen-Schnelltests schützen gar nicht.
  • Seit dem Sommer 2020 weiß man, dass Kinder ebenso infektionsgefährdet und ebenso infektiös sind wie Erwachsene. Was unsere Kinder in drei Wellen vor Corona schützte, war der flächendeckende Distanzunterricht und das weit greifende Verbot von Spaß und Spiel.
  • Was liegt also näher, als Schulen, Kindertagesstätten und den öffentlichen Nahverkehr technisch aufzurüsten, so dass Schule während der Corona-Pandemie im Präsenzunterricht zu verantworten ist? Der Hessische Ministerpräsident selbst äußerte Unverständnis, weil die Schulträger Hessens keine Luftreinigungsgeräte anschafften. Bundeskanzleramtsminister Braun sagte den Schulträgern Deutschlands erst vor wenigen Wochen eine 80%ige Kostenübernahme zu, wenn sie in alle Schulen raumlufttechnische Anlagen einbauen ließen.
  • Tatsächlich liegt nichts ferner. Niemand sichert Schulen ab. Schon in Normalzeiten wurden Schulen vernachlässigt. Altes Mobiliar, modern-antiquarische Technik, Kreide und Platzmangel waren und sind deutscher Schulstandard. Ich bekomme das nun seit fast 50 Jahren mit. Alle reden vom Kindeswohl. Das ist ein schönes Wort, wenn man sich profilieren will. Niemand interessiert sich wirklich dafür.
  • Auch in der Pandemie sind in Wirklichkeit alle Schüler und alle Eltern auf sich allein gestellt.
  • Deshalb bieten wir gleich ab dem 07.06.2021 Corona-Schutzimpfungen für alle unsere Patienten vom 12. Lebensjahr aufwärts an.
  • Die vierte Corona-Welle im Herbst kommt so sicher wie Weihnachten ohne Schnee. Diesmal könnten die Varianten aus Südafrika und aus Indien unsere Problemgegner sein.
  • Genießen Sie also mit Ihrer Familie den Sommer im Freien, aber denken Sie auch an den Schutz Ihrer Kinder für die nächsten Monate. CoVID-19 trifft nicht nur sogenannte Vorerkrankte. Es geht auch nicht immer um Leben und Tod. Man könnte ein Buch über Kinder und CoVID-19 schreiben. Erst in einigen Jahren werden wir umfassend sehen, welche Schäden die scheinbar harmlose Ersterkrankung durch SARS-CoV-2 in der Jugend unserer Kinder angerichtet hat.
  • Wenn Sie individuelle Beratung suchen, rufen Sie uns an. Wenn Sie sich bereits für eine Schutzimpfung entschieden haben, buchen Sie einfach gleich Ihren Termin.

AstraZeneca

  • Am 07.02.2021 empfahl ich, den heute Vaxzevria genannten Impfstoff von AstraZeneca nicht mehr zu verwenden, weil ich große Zweifel an seiner Wirksamkeit hatte. Die Zulassungsstudien wirkten zu unprofessionell.
  • Ein paar Wochen später kam der Impfstoff aufgrund merkwürdiger Thrombosen in Verruf.
  • Dann warfen hochrangige Gesundheitsbehörden in den USA dem Hersteller vor, er habe seine Daten unseriös präsentiert.
  • In dieser Woche nun kam heraus, dass es ein schweres Qualitätsproblem bei Vaxzevrias Herstellung gibt.In unserer Praxis wird Vaxzevria jedenfalls nicht verimpft. Wir verwenden für den Start unserer Impfkampagne am 07.06.2021 die Impfstoffe Comirnaty (von BioNTech und Pfizer) und Corona-Vaccine Janssen.

SARS-CoV-2-Schutzimpfungen: Termine für Sie

Video-Sprechstunden

Liebe Patienten,

ab sofort bieten wir neben der klassischen Arztbehandlung auch Video-Sprechstunden mit festen Terminen an. Wenn Sie daran Interesse haben, hinterlassen Sie über unser
Kontaktformular einfach Ihre Mail-Adresse oder Ihre Mobilnummer für uns. Wir probieren unseren Video-Kontakt dann gleich bei der nächsten Befundbesprechung miteinander aus.

Herzliche Grüße,

Dr. Wolfgang Stock

SARS-CoV-2-Schutzimpfungen ab dem 09.06.2021

  • Der privatärztliche Bundesverband (pBV) meldete gestern, Schutzimpfungen gegen SARS-CoV-2 bei privatärztlich tätigen Hausärzten könnten nach dem 07.06.2021 beginnen.
  • Wir sind darauf eingestellt. Es wird Impftermine in unserer Praxis selbst geben, sobald wir Impfstoff haben. Hierzu haben wir ein spezielles Außenwartezimmer auf der Grünfläche hinter unserer Praxis eingerichtet. Es sieht wie ein Corona-Impfzentrum unter freiem Himmel aus.
  • Wir besuchen Sie zum Impfen aber auch in Ihrer Wohnung, wie gewohnt. Außerdem planen wir eine Impfstraße. Ihr Auto wird Ihr Wartezimmer sein.
  • 1000 Impfdosen für den Juni haben wir vorbestellt. Mal sehen, was tatsächlich kommt.

Verordnung zum Nachteil Erkrankter

  • Druckfrisch auf unserem Tisch liegt die COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung - SchAusnahmV; BR-Drs. 347/21. Mit ihr werden "Genesene" und gemäß Empfehlung von STIKO und PEI vollständig gegen SARS-CoV-2 geimpfte Personen jenen Menschen gleichgestellt, die einen aktuellen, negativen Antigen-Schnelltest vorweisen können. Ihnen wird die Ausübung vieler Grundrechte nicht länger verwehrt.
  • Vergessen hat man die wichtigste Personengruppe: die "Geheilten". Nicht gleichgestellt werden nämlich Menschen, die nach eindeutiger Erkrankung an CoVID-19 und nach eindeutiger Ausheilung Antiköper gegen SARS-CoV-2 entwickelt haben. Sie dürfen ihre Grundrechte nur ausüben, wenn sie zusätzlich zumindest einmal geimpft sind.
  • Man wisse nicht, was die Antikörper der Geheilten wert seien, heißt es zur Begründung. Was Antikörper Geimpfter wert sind, die mal mit einem Vektor- und mal mit einem mRNA-Impfstoff geimpft wurden, das weiß man leider auch nicht. Gleiches gilt angesichts der Zweitimpfungen nach mehr als drei Wochen.
  • Egal: Wer geimpft wurde, ist Berechtigter erster Klasse. Wer einen PCR-Test überstanden hat, ist zweitklassig. Drittklassig dürfen sich alle fühlen, die regelmäßig in der Nase bohren. Wer krank war, spielt nicht mehr mit.
  • Man stelle sich vor, nach einem Hochhausbrand würden alle Gaffer und jene entschädigt, die etwas Rauch in die Nase bekommen hatten, die Brandopfer aber nicht.

Impfungen angeblich wirklich ab Juni 2021

  • Der privatärztliche Bundesverband (pBV) meldete heute, das Bundesgesundheitsministerium habe ihm zugesichert, "dass […] Privatärzte im Juni impfen werden".
  • Auch im Juni, müsste es heißen, denn wir impfen ja bereits seit Jahren jeden Tag.
  • Ich bin gespannt, ob die neue Zusicherung auch heißt, dass es Corona-Impfstoff für Privatpatienten und ihre Hausärzte geben wird. Seit gestern gibt es für uns jedenfalls nicht einmal mehr den Stoff von AstraZeneca. Er sei selbst im Impfzentrum in Büdingen knapp.

Impfungen angeblich ab Juni 2021

  • Ab Juni sollen endlich auch Privatärzte gegen SARS-CoV-2 impfen dürfen, so Die Zeit am 29.04.2021. Das habe das Bundesgesundheitsministerium zugesagt, berichtete Dr. Christoph Gepp, stellvertretender Vorsitzender des Privatärztlichen Bundesverbandes (pbv), auf Anfrage des Kölner Stadt-Anzeigers. Das Ministerium habe den Verband beauftragt, eine Infrastruktur aufzubauen, mit der die durchgeführten Impfungen zentral an das Robert-Koch-Institut gemeldet werden können.
  • Bislang ist es Apothekern noch bei Strafe verboten, Impfstoffe an freie Ärzte oder Betriebsärzte abzugeben. Der Impfstoff gegen SARS-CoV-2 steht in Deutschland seit dem 31.03.2021 exklusiv dem Gesprächspartner von Jens Spahn aus der Nacht vom 30.03. auf den 31.03.2021 und der durch ihn vertretenen Gruppe zur Verfügung.
  • Warten wir ab, ob dem Bundesgesundheitsminister oder dem Vizekanzler in der Zwischenzeit weitere Schikanen einfallen, mit denen die Impfung von Privatpatienten durch ihre eigenen Hausärzte behindert werden können. Wir haben in den letzten Wochen viel über Lobbyismus im deutschen Gesundheitswesen gelernt.

Impfung hin, Impfung her

  • In etwa 3 Wochen werden wir auch in unserer Praxis gegen SARS-CoV-2 impfen können, wird heute Morgen kolportiert. Was soll man glauben?
  • Angeblich habe das Bundesgesundheitsministerium Zertifikate der Landesärztekammern akzeptiert. Angeblich habe man ein Verfahren gefunden, um den Status aller Geimpften auch in Privatpraxen und bei Betriebsärzten zu erfassen.
  • Hoffnung hat man ja gern. Also, dann hoffen wir mal.

Sehr gern.

  • Bei Bundesminister Spahn herrscht Mangel an Impfstoff, aber niemals Mangel an Begründungen.
  • Sehr gerne möchte er auch Privatärzte impfen lassen. Eine zwingende Voraussetzung sei jedoch, dass es eine sichere Authentifizierung von Arztpraxen gibt, die tatsächlich Impfungen durchführen. Im Gegensatz zu Kassenärzten gäbe es bei Privatärzten doch keine einheitliche Praxisnummer über die lebenslange Arztnummer (LAN) hinaus. Die LAN existiere allerdings auch für Ärzte, die schon lange Jahre nicht mehr als Ärzte tätig sind und weise Privatärzte somit nicht als niedergelassen aus.
  • Wie haben die Apotheken das bislang nur hinbekommen?
  • Wieso klappt das alles bei den anderen Impfstoffen, nur bei Impfstoff gegen SARS-CoV-2 nicht?
  • Gestern schickte mir übrigens meine Landesärztekammer unaufgefordert ein Zertifikat. Es weist mich als niedergelassen und meinen Betrieb als eine Arztpraxis aus. Mit diesem Zertifikat könne ich mich und meine Mitarbeiterinnen beim Impfzentrum melden. Wir würden dann bevorzugt geimpft. Was alles möglich ist…

Infektionsschutzgesetz 2021: riskant

Gesetze und Verordnungen zur Pandemie gibt es im Überfluss. Deutschland mag schlecht beim Impfen sein. Es mag eine Strategie fehlen, sogar ein Ziel. Deutschland mag schlecht ausgestattete Schulen und mangelhafte Gesundheitsämter haben. Neue Corona-Regeln haut Deutschland wie am Fließband raus.

Am 24.01.2020 schrieb ich: „Eine Gesellschaft
- ohne wissenschaftlich begründete Strategie
-
ohne entsprechende Infrastruktur und
-
ohne zentralisierte Verantwortung und
-
ohne klare Kommandostrukturen
wird von SARS-CoV-2 und CoVID-19 vor schier unlösbare Probleme gestellt.

Jetzt gibt es in Deutschland etwas, das auf den ersten Blick meinem damaligen Hinweis zu entspricht. Gestern nämlich wurde der Entwurf zur Novelle 2021 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) dem Bundeskabinett vorgelegt. Bringt dieses Gesetz den Durchbruch in der Bekämpfung der Pandemie?

Im Zentrum des Gesetzentwurfes steht § 28b IfSG. Er legt die Kompetenz für die sogenannte „Corona-Notbremse“ zentral und allein in die Hand der Bundesregierung. Das neue IfSG erlaubt tief einschneidende Maßnahmen für rund 83 Millionen Menschen.

Zentralisierte Verantwortung, klare Kommandostruktur? Handeln und Befugnis der Bundesregierung werden von nur noch einem einzigen Messwert abhängen, der Inzidenz. Leider ist die Inzidenz ausgerechnet die Rechengröße, deren Wert zur Steuerung der Pandemie am zweifelhaftesten ist.
Inzidenzzahlen in Deutschland basieren auf dem Ergebnis unsystematischer, wöchentlich aufaddierter Testungen in der Größenordnung von ca. 1,1 bis 1,6 Millionen Tests pro Woche. Systematische Testungen wie in der Marktforschung gibt es bei Corona nicht. Der Positivanteil lag dabei laut RKI zuletzt (KW 13/2021) bei 11,1 Prozent aller Tests. An Wochenenden und an Feiertagen arbeiten die Gesundheitsbehörden auch in der Pandemie nur eingeschränkt. Dies allein führt regelmäßig zu medizinisch nicht erklärbaren Schwankungen der Inzidenz. Ich habe oft gesagt, dass man in einer Pandemie so nicht arbeiten kann.

Nach dem Urteil nicht weniger Juristen schießt der Entwurf des neuen IfSG deutlich über jede Grenze der Verhältnismäßigkeit hinaus.

Eine grundsätzliche nächtliche Ausgangssperre von 21.00 bis 05.00 Uhr wird bundeseinheitlich eingeführt (§ 28b Abs. 1 Nr. 2 IfSG). Dies ist zunächst eine Nichtachtung der Jurisprudenz. Nächtliche Ausgangssperren wurden zuletzt von mehreren Gerichten für unwirksam erklärt. Es ist aber auch zweifelhaft, ob sie Neuinfektionen überhaupt verhindern können.

Ansteckungen an SARS-CoV-2 finden vor allem in geschlossenen Räumen und im öffentlichen Nahverkehr statt. Halten Sie ausreichend Abstand von anderen Menschen, ist der Aufenthalt im Freien fast immer unbedenklich. Sind Sie selbst tagsüber im Homeoffice, Ihre Kinder aber in ungeschützten Schulen und im ÖPNV, dann stecken Sie sich natürlich abends und nachts und zuhause an. Wo sonst?

Was „Notbremse“ genannt wird, heißt beispielsweise: Private Zusammenkünfte auch im privaten Raum sollen mit höchstens einer weiteren Person zulässig sein (§ 28b Abs. 1 Nr. 1 IfSG).
Die geplante, starre Regelung einer bundeseinheitlichen Notbremse ab einer 7-Tage-Inzidenz von 100 an drei aufeinander folgenden Tagen lässt vollkommen außer Acht, dass der Inzidenzwert ein nahezu willkürliches und zudem manipulierbares Instrument zur Messung des Infektionsgeschehens ist.

Insgesamt ist das neue Infektionsschutzgesetz auf die Verwaltung der epidemischen Lage ausgerichtet, nicht auf ihre Beseitigung. Kalkuliert wird im neuen IfSG mit Inzidenzen über 200. Dies mag wieder dem Impfstoffdebakel und dem Fehlen von Strategie und Ziel geschuldet sein. Niemand jedenfalls beschließt solch ein Gesetz nur für drei Monate. Die Bundesregierung rechnet anscheinend mit einer noch langen Pandemie durch SARS-CoV-2. Vermutlich hat sie in diesem Punkt sogar recht.

Die Bundesregierung tut aber so, als beruhe die schlechte Lage Deutschlands in der Pandemie auf den Strukturen des Föderalismus. Hätten Ministerpräsidenten und Landräte nichts mitzureden, so die These, wäre die Pandemie schon vorbei. Ist das so?

Für das Impfstoff-Desaster 2021 war nicht Ihr Landrat zuständig. Dass 2020 zur Lebensverlängerung Stoff-Fetzen als Alltagsmasken eingesetzt wurden, hat sich nicht Ihr Ministerpräsident ausgedacht. Gleiches gilt für die nutzlosen, vielleicht sogar gefährlich eingesetzten Antigen-Schnelltests des Jahres 2021.

„Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.“ (Art. 20 Abs. 1 GG)


Dass es mit den abstrusesten Hygienekonzepten alle drei Wochen eine neue Corona-Verordnung für Schulen gibt, verantwortet zwar Ihr Kultusminister. Der Kultusminister des Nachbarbundeslandes macht das aber ebenso. Sind Sie sicher, dass es die Bundesbildungsministerin besser machen wird? Sind Sie sicher, dass die nächste Bundesregierung kompetenter ist?

In der Pandemie haben Politiker nicht nur des Bundes, sondern auch der Länder, der Landkreise und auch der Städte versagt. Das lag aber an den konkreten Akteuren und nicht am Föderalismus selbst.

Für die Jüngeren: Der Föderalismus ist ein leidvoll errungenes Bekenntnis zur Machtbegrenzung und Machtverteilung sowie zum Vorrang der Regelung auf tiefstmöglicher Ebene. Dieses Prinzip hat sich trotz jeder Krise seit 1949 bewährt. Was wir brauchten, wäre eine zentrale Strategie gegen die Pandemie und ein gemeinsames Ziel. Die Pandemiebekämpfung und die Erreichung dieses Ziels erfordern vor Ort und in den Ländern Flexibilität.

Das angestrebte Nebeneinander von neuem Infektionsschutzgesetz und alten Verordnungszuständigkeiten von Bund und Ländern wird sowohl für den Bürger als auch den Verordnungsgeber endgültig ein unüberschaubarer Flickenteppich von Regelungen sein.

Die Regelungen des neuen IfSG können sich zudem mit dem Inzidenzwert „über Nacht“ durch einen Automatismus ändern. Rücksicht auf die Besonderheiten der Region oder das Zustandekommen dieser Werte nimmt das neue Gesetz nicht. Der Fehler ist grob. Ein lokaler Ausbruch in einer Schule erzwingt dann die Ausgangssperre in der Nacht.

Wenn demnächst der Großteil der Arbeitgeber und der Schulen eine oder mehrere Antigen-Schnelltestungen der Arbeitnehmer oder Schüler durchführen muss, wird die Anzahl der (falsch-)positiven Tests sprunghaft ansteigen. Derzeit gibt es allein etwa 10,9 Millionen Schüler in Deutschland. Benutzt werden qualitativ zumeist minderwertige, vom Paul-Ehrlich-Institut nicht kontrollierte, und zudem in fast allen Fällen falsch eingesetzte Tests. Medizinisch bedeuten die Ergebnisse wenig. Für unsere freiheitliche Grundordnung bedeuten sie viel.

Der neue § 28b IfSG wird auf unabsehbare Zeit für automatisierte Durchgriffe des Bundes sorgen, ohne erkennbaren Nutzen für die Bewältigung der Pandemie und nur aufgrund des Anschlagens jedweden Tests.

Vollkommen ausgeblendet werden

  • die medizinische Betrachtung der diagnostischen Probleme
  • die Beachtung der konkreten Gesundheitsversorgung vor Ort
  • die Testpositivrate
  • die Ausstattung aktiv handelnder Betriebe, Schulen und Tagesstätten mit Technik zum Schutz vor einer Infektion
  • die regional verfügbare Behandlungskapazität, insbesondere in der Intensivmedizin

Mit einem manipulierbaren Automatismus wird der Exekutive auf Bundesebene mit dem neuen Infektionsschutzgesetz eine praktisch nur durch das Bundesverfassungsgericht überprüfbare Macht zur Einschränkung elementarer Grundrechte eingeräumt werden. Das neue IfSG ist ein unmittelbar geltendes Parlamentsgesetz. Als solches bedarf es keiner gerichtlich anfechtbaren Umsetzung durch die Exekutive mehr. Der instanzgerichtliche Rechtsschutz und damit der Grundsatz der Gewaltenteilung ist damit ausgeschaltet.

Dies hat mit den über Jahrzehnte gewachsenen Institutionen unserer parlamentarischen Demokratie, mit Föderalismus und mit dem Gebot effektiven Rechtsschutzes nicht mehr viel gemein.

Schlechtes Regieren rechtfertigt nicht die Beseitigung unserer Verfassung. Schlechte Gesetze lösen kein Problem. Niemand überwindet die Pandemie, indem er das Grundgesetz mit Füßen tritt.

Wir brauchen Strategen und Strategien. Wir brauchen Wissenschaft und Forschung, die uns mit Fakten zur Pandemie versorgen. Wir brauchen Politiker, die sich nicht als Ärzte aufspielen. Wir brauchen für die Schulen und die Kindertagesstätten technischen Schutz. Wir müssen unser Leben und die Gesellschaft anpassen, damit wir menschlich leben können trotz SARS-CoV-2.

Wenn der Bund hier steuern will, bittesehr! Gerne auch mit einem gut durchdachten, verfassungskonformen Gesetz. Die Pandemie bedroht uns alle.
Ein medizinisch wirkungsloses Gesetz, das nur den Föderalismus aushebelt, brauchen wir nicht.

Impfstoff exklusiv an Kassenärzte

  • Der bis heute gültige Entwurf der Corona-Impfverordnung (CoronaImpfV) sah keine Beschränkung der Arztpraxen vor, die gegen CoVID-19 impfen. Gemäß der Verordnung haben bislang auch die Apotheken für alle Arztpraxen bestellt.
  • Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat am Abend des 30.03.2021 im Rahmen einer Videokonferenz davon abweichend festgestellt, dass ab heute exklusiv Kassenärzte in die sogenannte nationale Impfstrategie eingebunden werden sollen.
  • Dies soll durch eine Allgemeinverfügung des BMG geregelt werden, die zeitgleich mit der CoronaImpfV am 31.03.2021 bekannt gegeben werden soll. Neue Impfverordnung und Allgemeinverfügung treten (kein Scherz) am 1. April 2021 in Kraft.
  • Die Allgemeinverfügung wird festlegen, dass Apotheken CoVID-19-Impfstoffe nur an Kassenärzte abgeben dürfen. Andere Bestellungen dürfen nicht beliefert werden. Zuwiderhandeln ist eine Ordnungswidrigkeit gemäß § 73 Abs. 1a Nr. 1 Infektionsschutzgesetz (IfSG).
  • Dies bedeutet, dass auch die bereits erfolgten Bestellungen von CoVID-19-Impfstoffen von Ärzten für die KW 14 (Woche nach Ostern) nicht an freie Ärzte in eigener Hausarztpraxis ausgeliefert werden dürfen.
  • Der für die Privatärzte bestellte Impfstoff muss somit von der Apotheke gleichmäßig auf die Kassenärzte verteilt werden, die in der Apotheke bestellt haben, jedoch aufgrund der Kontingentierung nicht die bestellte Menge erhalten haben. Wichtig sei trotzdem, dass Arztpraxen nicht unaufgefordert mehr Impfdosen erhalten, als sie bestellt haben. Davon betroffene Ärzte seien von der Apotheke unverzüglich über die Änderungen zu informieren, da dies für die Terminvergabe wichtig ist.
  • Sollte es einer Apotheke nicht möglich sein, so zu verfahren, sei diese gebeten, mit dem Großhandel Kontakt aufzunehmen.
  • Das vorstehende Verfahren, das für die Bestellungen in der KW 13 (Woche vor Ostern) anzuwenden ist, sei mit PHAGRO und KBV abgestimmt.
  • Ab sofort dürfen Apotheken auch keine Bestellungen von Ärzten annehmen, die nicht Kassenärzte sind.
  • Die Politik der Bundesregierung orientiert sich anscheinend nicht am Wohl der Menschen, sondern an Lobby-Interessen und Machtspielchen im Gesundheitsressort.
  • Maskenskandale, Impfskandale, Mauscheleien. Wir nehmen Kenntnis vom jüngsten Skandal des Hauses von Jens Spahn. Die Corona-Politik der schwarz-roten Bundesregierung hat jede Glaubwürdigkeit eingebüßt.
  • Bleiben Sie doch einfach nachts zu Hause. Machen Sie ein paar Schnelltests mehr. Und halten Sie sich auf jeden Fall sofort an alle Regeln. Morgen gelten sie vielleicht schon nicht mehr.
  • Wir hätten Sie gerne geimpft.

Impftermine SARS-CoV-2

Unsere ersten Schutzimpfungen mit Impfstoffen gegen SARS-CoV-2 finden vermutlich am 7., am 8. und am 9.4.2021 statt. Wir werden uns möglichst bald bei Ihnen melden, um Termine zu vereinbaren. Auch in Zukunft finden Corona-Impfungen in Hausarzt-Praxisen vermutlich mittwochs, donnerstags und freitags statt.
Bitte
registrieren Sie sich weiterhin über unsere Website, wenn Sie von uns gegen CoVID-19 geimpft werden wollen.
Bitte sagen Sie bereits mit Impfzentren vereinbarte Impftermine nicht ab, wenn Sie von uns noch keinen definitiven Impftermin erhalten haben. Impfzentren werden bevorzugt beliefert.

Wir impfen bald!

Liebe Patienten,

unsere Praxis ist seit gestern offiziell mobiles Impfteam für das
Impfzentrum Wetterau. Davon unabhängig rechnen wir inzwischen mit ersten Impfstoff-Lieferungen auch über den traditionellen Apotheken-Weg. Dies dürfte in der ersten April-Woche der Fall sein.
Wir werden mehrere
Impfstoffe einsetzen. Allerdings ist Impfstoff gegen SARS-CoV-2 überall knapp.
Bitte
registrieren Sie sich jetzt über unsere Website, wenn Sie von uns gegen CoVID-19 geimpft werden wollen.
Bitte sagen Sie bereits mit Impfzentren vereinbarte Impftermine nicht ab, wenn Sie von uns noch keinen definitiven Impftermin erhalten haben. Impfzentren werden bevorzugt beliefert.

Herzliche Grüße,
Dr. Wolfgang Stock

SARS-CoV-2 in der Schule

  • Kinder und Jugendliche können ebenso schwer an CoVID-19 erkranken wie Erwachsene. Speziell bei Kindern zeigt sich aber ein besonderes Krankheitsbild (Ahmed et al 2020). Schüler hatten in der ersten Phase der Pandemie (SARS-CoV-2 in der Variante Wuhan; Liu et al) eine geringere Sterberate als Erwachsene. Ob dies auch für die Erkrankung durch weitere Varianten von SARS-CoV-2 (Großbritannien, Südafrika, Brasilien, u.a.) gilt, ist noch nicht abzusehen (Badal el al).
  • Es geht aber auch nicht immer nur um Leben und Tod. Menschen, die während der Corona-Pandemie Schüler waren, können von vielfältigen Folgeproblemen betroffen sein, selbst im Anschluss an eine unbemerkte Infektion. Ein Beispiel sind Probleme mit Fertilität und Potenz (Sansone et al, 2020).

Passiver Widerstand

  • Ein deutliches Zeichen gegen Corona wollen Bundesregierung und Ministerpräsidenten durch fünf #WirBleibenZuhause-Tage rund um Ostern setzen. Die fünf Tage hängen dabei zusammen, ohne Sicherheitsabstand.
  • Passiver Widerstand gegen die dritte Welle der Pandemie soll nach Ostern in den Schulen geleistet werden durch „baldmöglichst zwei Testungen pro Woche“. Nach dem Willen der Regierenden wird dies entschlossen, föderal und im Angesicht jeder Inzidenz geschehen.
  • Die WELT schrieb: „Die Verteilung und Organisation läuft regional unterschiedlich gut, und über die praktische Umsetzung wird vielerorts noch diskutiert, beispielsweise über die Frage, ob die Tests zu Hause oder in der Schule stattfinden sollen. Es geht dabei vor allem um die einfacher zu handhabenden Tests, ohne tiefen Nasen- oder Rachenabstrich. Daneben werden weiterhin auch herkömmliche Schnelltests angeboten, die von geschultem Personal durchgeführt werden.
  • Rechnerisch würden bei zwei Tests pro Woche für das komplette Kita- und Schulpersonal sowie alle Schüler in Deutschland mehr als 20 Millionen Tests wöchentlich benötigt. Zur Organisation des weiteren Betriebs von Schulen und Kitas, etwa zu möglichen Schließungen oder anderen Einschränkungen trafen Merkel und die Ministerpräsidenten keine konkreten Vereinbarungen.“
  • Als Waffen gegen das Virus werden also zunächst die Verweigerung von Ostermärschen und nach den Ferien die legendäre Zähigkeit der einheimischen Jugend eingesetzt. Der Erfolg kann gar nicht ausbleiben.
  • Frau Bundeskanzlerin, Damen und Herren Ministerpräsidenten beiderlei Geschlechts: Wir sind ganz arg stolz auf Sie!

Infektion und Familie

  • Die Corona-Pandemie hat nicht nur Folgen für Erkrankte.
  • Wie wichtig es ist, dass sich kein Mitglied der Familie, speziell kein Kind, mit SARS-CoV-2 infiziert, zeigt exemplarisch die Geschichte eines bereits vollständig mit dem BioNTech/Pfizer-Impfstoff geimpften Ärzte-Ehepaars. Ihre Tochter hatte sich mit dem Virus infiziert. Das zuständige Gesundheitsamt traf eine Absonderungsanordnung.
  • Nicht infizierte Familienangehörige dürfen bei solch einer Anordnung keinen Kontakt mehr zu den Infizierten oder Erkrankten haben. Auch die Betreuung erkrankter Kinder durch ihre Eltern wird untersagt. Quarantäne wird auch für die übrigen Mitglieder des Hausstands verhängt. Ihnen ist für die Dauer der Quarantäne ggf. auch die Ausübung ihres Berufs nicht erlaubt. Dies gilt auch für geimpfte Personen und auch, wenn mehrfach konkret nachgewiesen wird, dass keine Infektion stattgefunden hat.
  • So ging es dem Elternpaar, wie der Beschluss des VG Neustadt 5/2021 vom 16.03.2021 zeigt.
  • Es lohnt sich also auch für die Eltern, kein infiziertes Kind zu haben. Mit Blick auf die Präsenz in unzureichend geschützten Schulen ist das relevant.

Antigen-Schnelltests im Schulbetrieb

  • Viele Eltern befürchten, dass Schulen nach Ostern unkontrollierbare Corona-Überträger sind.
  • Mit Antigen-Schnelltests wollen viele Politiker den „Schulbetrieb sicher machen“ bzw. "schrittweise wieder erlauben".
  • Hier können Sie nachlesen, ob das geht.

Hessen am Ende der Medizin?

  • In Hessen entscheidet zukünftig nicht mehr ein Arzt, welchen Impfstoff gegen CoVID-19 ein Patient erhält. Ein Programmierer entscheidet per Computer nach Verfügbarkeit und Zufallsprinzip.
  • Ein verfrühter Aprilscherz? Der Hessische Rundfunk treibt Mitte März solche Scherze nicht.
  • Die scheinbar zufällig verspritzten Impfstoffe sind keinesfalls gleichwertig. Das ganze Verfahren orientiert sich nicht an individuellen Gesundheitsanforderungen und es ist völlig intransparent. Computer sind außerdem gar nicht in der Lage, Ergebnisse wirklich zufällig zu erzeugen.
  • Stellen Sie sich vor, sie gingen zum Arzt und ein Computer wählte dort zufällig und nach Verfügbarkeit völlig verschiedenartige Narkosemittel oder Chemotherapeutika für sie aus.
  • Das also passiert, wenn man Berufspolitikern erlaubt, was aus guten Gründen rechtmäßig und medizinisch nur Ärzten gestattet ist.
  • In der Pandemie ist in Hessen inzwischen der Zufall Ihr Arzt. Es gibt keine Strategie. Viele unserer Anführer wissen anscheinend gar nicht, was sie da tun.
  • Hersteller von Alu-Hüten und militante Impfgegner werden sich vergnügt die Hände reiben, wenn sie vom Hessischen Impfplan erfahren. Ich dagegen schlage die Hände zusammen. Über dem Kopf.

Schule und Sicherheit

  • „In Deutschland hat die dritte Welle schon begonnen“, sagte RKI-Präsident Prof. Dr. Lothar Wieler kürzlich im Gespräch mit der UN-Journalistenvereinigung (ACANU) in Genf. „Ich bin sehr besorgt.“
  • Träger der dritten Welle ist die britische Mutante B.1.1.7 von SARS-CoV-2. Sie ist erheblich gefährlicher für Menschen als das Ausgangsvirus. Viele junge Menschen werden als Schwerkranke betroffen sein.
  • Gleichzeitig fehlt in Deutschland Impfstoff überall. Eine spezifische Therapie gegen CoVID-19 gibt es nicht.
  • Da macht der Hessische Kultusminister Hessens Schultüren auf. Eltern und Lehrer hätten ihn gebeten.
  • Lorz und die Kreise und kreisfreien Städte haben die Schulen in den letzten Monaten weder mit Abluftanlagen noch mit Luftreinigern ausgestattet. Weder wurden von ihm Konzepte für Pandemie-gerechten Schulbetrieb vorgelegt noch zusätzliche Lehrkräfte eingestellt. Das geht nicht gegen Minister Lorz persönlich. Er handelt wie die ganze Kultusministerkonferenz (KMK). Was macht ein Kultusminister eigentlich den ganzen Tag?
  • Man mag ihm ohnehin zugute halten, dass R. Alexander Lorz mit Naturwissenschaften und Medizin nichts zu tun hat. Vielleicht ist er schlecht beraten. Vielleicht ist er im Kultusministerium einfach der falsche Mann zur falschen Zeit am falschen Ort.

Schnelltests

Wo ist der Impfstoff?

Liebe Patienten,

wir erhalten derzeit weit mehr Anfragen zu
Schutzimpfungen gegen SARS-CoV-2, als wir einzeln beantworten können. Deshalb hier: Wir werden Sie impfen, sobald uns erlaubt wird, Impfstoff zu kaufen. Wir werden Sie im Rahmen der bedingt erteilten Zulassungen versorgen, adaptiert auf Ihr individuelles Risiko. Nicht jeder braucht einen Integralhelm und einen feuerfesten Ganzkörperanzug im Auto, mancher schon. Wir kennen Ihre Lebenssituation und Ihre Gesundheitsgeschichte. Das nutzen wir, so dass daraus Ihr Vorteil wird. Verfolgen Sie neben den vollmundigen Ankündigungen einiger Politiker in den nächsten Wochen bitte auch diesen Blog. Hier erfahren Sie zuerst, ob es überhaupt stimmt, dass Hausärzte impfen dürfen und dass es Impfstoff gibt.

Herzliche Grüße,

Dr. Wolfgang Stock

Wir könnten impfen.

  • In den USA darf der Impfstoff von BioNTech und Pfizer ab sofort bis zu zwei Wochen lang bei den Temperaturen eines normalen Gefrierfachs transportiert und gelagert werden. Bisher musste das bei minus 80 bis minus 60 Grad Celsius geschehen. Nun sind - für längstens zwei Wochen - Transport und Lagerung auch im Temperaturbereich von minus 25 bis minus 15 Grad erlaubt.
  • Wie bisher ist es zudem zulässig, den Impfstoff bis zu fünf Tage lang bei Kühlschranktemperatur aufzubewahren, bevor er verwendet wird.
  • Schon nach der Beantragung der neuen Genehmigung vor einer Woche hatten wir uns um den SARS-CoV-2-Impfstoff von Pfizer bemüht. Man schätze unsere Bemühungen, hieß es bei BioNTech. Leider dürfe der Impfstoff in Deutschland nur an Behörden verkauft werden.
  • Wir wären zwar flexibel, schnell und startklar gewesen. Zu einer Behörde macht uns das natürlich nicht. Außerdem sind wir nicht in den USA.

China macht dicht.

  • China riegelt sich und die Bewohner seines Landes fast vollständig gegen Menschen aus anderen Ländern ab.
  • "Von allen Fluggästen, die nach China einreisen", so das Auswärtige Amt, "werden negative Nukleinsäure- und IgM-Antikörper-Testergebnisse verlangt. […] Der Testzeitpunkt darf vor Abflug höchstens 48 Stunden zurückliegen. […] Es werden nur Testergebnisse mit venös entnommenem Blut akzeptiert. Schnelltests sind nicht ausreichend."
  • "Alle aus dem Ausland einreisenden Personen werden, unabhängig von ihrer Nationalität, an dem Erstankunftsort auf COVID-19 getestet und einer mindestens 14-tägigen Quarantäne in zentralen Einrichtungen unterworfen. Die Provinz des innerchinesischen Zielorts kann davon abweichende Regelungen vorsehen, wie z.B. zusätzliche Quarantänezeiten im Anschluss an den o.g. Zeitraum oder die Möglichkeit einer Heimquarantäne. Anfallende Kosten für Quarantäne-, Test- und sonstige Maßnahmen müssen selbst getragen werden."
  • Das Bundesaußenministerium benennt "teils gravierende, staatlich angeordnete medizinische Maßnahmen. Das gilt insbesondere für Personen mit auskurierter COVID-19-Erkrankung." […] "Personen mit auskurierter COVID-19-Erkrankung werden, trotz negativer PCR- und IgM-Antikörpertests und grünem QR-Code, bei Einreise in sofortige mehrwöchige Krankenhausquarantäne überführt und weitreichenden Untersuchungen unterzogen. Dies kann auch Personen betreffen, die aufgrund einer unentdeckten Erkrankung an COVID-19 noch Antikörper aufweisen. Gleiches kann für Personen gelten, die mit demselben Flug eingereist sind wie eine Person, die z. B. im Anschluss positiv auf COVID-19 getestet wird. Medizinische Maßnahmen der chinesischen Seite sind invasiv und beinhalten neben teils täglichen Blutentnahmen häufig auch Computertomografie-Aufnahmen. Erst wenn die behandelnden Stellen von einer Genesung ausgehen, kann die reguläre Zentralquarantäne mit weiteren Testungen angetreten werden. Bei erneutem Verdacht erfolgt die sofortige Rückverlegung in die Krankenhausisolation."
  • Chinesische Regelungen sähen vor, "dass Minderjährige im Fall einer positiven Testung nach Einreise nicht von ihren Eltern im Krankenhaus betreut und besucht werden dürfen." Kleinkinder würden zwar in der Regel bei einem Elternteil untergebracht. Kinder ab 14 Jahren könnten aber jederzeit isoliert von den Eltern untergebracht werden. Die Quarantänebedingungen in den Hotels, insbesondere das strikte Verbot des Verlassens des Zimmers über einen Zeitraum von zwei Wochen, bezeichnet das Auswärtige Amt besonders für Kinder und ältere Menschen als belastend.
  • Zu den invasiven Maßnahmen, so die Frankfurter Allgemeine Zeitung, zählten "Rektaltests, die nun routinemäßig bei Einreisen nach Peking zur Anwendung kommen. Dafür müssen die Betroffenen vor den Testern die Hosen runterlassen, falls diese sich nicht mit Stuhlproben begnügen."
  • Manche der genannten Maßnahmen kann man getrost als Mangel an Gastfreundschaft betrachten. Sie zeugen aber auch vom Respekt der Behörden vor SARS-CoV-2 und sie sind Zeichen großer Angst vor den Virus-Varianten aus Brasilien, Großbritannien und aus Südafrika.
  • Bei uns gibt es keinerlei Maßnahmen dieser Art. Es gibt aber unzählige Erkrankte und sehr viele Tote. Der Tagesspiegel spricht in diesem Zusammenhang heute von "westlicher Arroganz".

AstraZeneca

  • Der Einsatz von Impfstoffen gegen eine Infektionskrankheit will wohl erwogen sein. Impfstoffe müssen wirksam sein. Sie sollen wenig schädlich sein. Man braucht zu Beginn einer Impfkampagne hinreichend viele Dosen davon. Man muss möglichst weltweit und gleichzeitig impfen, wenn man die Entstehung resistenter Varianten des bekämpften Erregers verhindern will.
  • Hält man sich an diese Grundsätze nicht, erzeugt man mehr Schaden beim Einsatz von Impfstoffen, als zuvor vorhanden war.
  • Der Einsatz des Impfstoffs von University of Oxford und AstraZeneca ist bereits obsolet. Er wirkt nicht gegen die sogenannte Südafrika-Variante von SARS-CoV-2. Diese wird uns in ein paar Monaten ernsthaft bedrohen.
  • Mehrere Ausbrüche gab es inzwischen auch bei Menschen, die sich mit dem Impfstoff von BioNTech und Pfizer impfen ließen. Er scheint gegen die weit verbreitete Britische Variante nur begrenzt wirksam zu sein.
  • Ich empfehle derzeit, den Impfstoff von AstraZeneca vorerst nicht mehr zu verwenden. Es ist völlig unklar, ab wann ein Mensch anschließend gefahrlos mit einem alternativen Impfstoff gegen SARS-CoV-2 geimpft werden kann. Schwer zu beurteilen sind die Daten zum russischen Impfstoff Sputnik V. Gar nicht nachvollziehen kann ich die Daten der drei Impfstoffe rein chinesischer Produktion.
  • Wer dringend geimpft werden möchte, greift derzeit am besten auf die Präparate von BioNTech oder Moderna zurück.

Ruhe vor dem Sturm

  • Nichts half so sehr gegen die Verbreitung von SARS-CoV-2, wie das Ende des Präsenzunterrichts in Deutschlands Schulen im Dezember 2020. Seither nahm die Zahl der neu Erkrankten ab. Die Schulen, und mit ihnen der öffentliche Nahverkehr, waren in Deutschland der maßgebliche Treiber der Pandemie.
  • Die meisten Schüler sind mit dem schulgestützten Unterricht zu Hause gut bedient. Von den psychiatrischen Schülerproblemen der Boulevardblätter ist in der Realität nichts zu sehen.
  • Von den Kultusministern sieht man allerdings auch nichts. Medienbeiträge pädagogischer Hochschulen zur Entwicklung einer nachhaltigen Mischung aus Unterricht in Schulgebäuden und Unterricht zu Hause sind weit und breit nicht in Sicht. Fast nirgendwo kam es in den letzten Wochen zur Ausstattung von Schulen mit technischem Schutz vor SARS-CoV-2.
  • Inzwischen halluzinierten Berliner Minister schon wieder Schulöffnungen.
  • Im Januar 2021 gab es mehr infizierte Erzieherinnen in Kitas als infizierte Pflegekräfte im Krankenhaus.

Kapitulation der Unvernunft

  • Vom kommenden Montag an sind Schüler in Hessen infektiös. Minister Lorz lässt sie ab Klasse 7 nicht mehr in die Schulen und er hält sie von Schulbussen fern. Die Abschlussklassen werden in der Schule in Zukunft mit gebührendem Raumangebot unterrichtet. Schüler der Klassen 1 bis 6 sollen möglichst zu Hause unterrichtet werden.
  • Den Schülern wird dadurch kein Nachteil entstehen. Man wird in den Schulen das Gleiche vermitteln wie über das Internet. Vor zwei Wochen noch war das unmöglich.
  • Wir könnten uns freuen. Unsere Kinder sind keine Infektionsbrücken mehr. Schüler und Lehrer sind nicht mehr ungeschützt in Gefahr.
  • Wir könnten aber auch weinen. Wie viele Menschen sind gestorben, weil die Schulen bislang ungeschützt Infektionsraum gewesen sind? Tausende wurden infiziert und fürs Leben geschädigt, weil die Kultusminister wissentlich falsch behaupteten, Kinder seien nicht gefährdet und nicht infektiös. Schulen, hieß es wissenschaftswidrig, wären unbedeutend in der Pandemie.
  • Es würde viel zu verzeihen geben, hat Bundesminister Spahn gesagt. Ob verziehen werden kann, hängt davon ab, wie lange ab jetzt Wahrheit über politischer Lüge und Vernunft über Unvernunft stehen.

Kritische Phase der Pandemie

  • SARS-CoV-2 lässt sich mit den Methoden der westlichen Länder nicht mehr aufhalten. Aber selbst China kann sich nicht mehr lange sicher vor der Rückkehr größerer Virusmengen sein. Allzuschnell schreitet die Ausbreitung des Erregers derzeit voran.
  • In politischer Not lassen immer mehr Staaten vielversprechende, aber noch nicht vollständig geprüfte Impfstoffe zu.
  • Noch immer fehlt jede Strategie. In kleinen Volksgruppen tritt die Menschheit gegen den global aktiven Erreger an.
  • Den größten Beitrag wissenschaftlicher Erkenntnisse liefert übrigens nicht Deutschland. Großbritannien hält unter allen westlichen Ländern noch am erkennbarsten die Fahne der Wissenschaft hoch. Originalliteratur liest man aber längst nicht mehr nur auf Englisch. Chinesisch wird immer wichtiger.
  • Deutschland liegt nur in puncto sinnlose Vorschriften auf Weltrang 1. Man findet insgesamt nicht einmal zehn sinnvolle Fachblogs in deutscher Sprache zur Corona-Pandemie. Nicht viele Professoren in Deutschland sind in der Krise überhaupt wissenschaftlich produktiv. Wir sollten uns nicht nur vor dem Virus fürchten. Gefährlich für unsere Zukunft sind auch wir Deutsche selbst. Nicht alle? Sie nicht? Zum Glück.

Kontrolle gewinnen

  • Eine ganze Reihe von Wissenschaftlern hat gestern dazu aufgerufen, die Zahl der täglich neu Infizierten europaweit zu senken. Ziel müsse sein, diese Zahl auf 10 pro 1 Million Einwohner zu drücken. Die Kollegen halten wie wir für richtig, schnellstmöglich aus der Phase der Dekompensation zurück in die Phase des Kontrollversuchs zu kommen. Zu den Unterzeichnern gehören nicht Herr Prof. Dr. Dr. Gottschalk vom Gesundheitsamt in Frankfurt, Dr. Gassen von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, nicht Prof. Dr. Streeck und auch nicht Prof. Dr. Schmidt-Chanasit.
  • Das öffentliche Leben muss zunächst europaweit einige Wochen lang fast zum Stillstand gebracht werden. In dieser Zeit müssen Schulen, Kindertagesstätten und Verkehrsbetriebe technischen Schutz erhalten.
  • Es bedarf einer klaren Strategie und einer transparenten Kommunikation.
  • Kehren wir in Europa nicht oder nicht gemeinsam in die Phase des Kontrollversuchs zurück, werden wir auch mit Schutzimpfungen im Winter 2021/2022 wieder vor den gleichen Problemen stehen.

Hoffnung im Desaster

  • Für den Fall der Dekompensation haben wir bereits im Frühjahr ein Management-Schema vorgeschlagen, durch das die Zahl der neuen Infektionen drastisch gesenkt werden kann. Es erlaubt ferner den Betrieb der Krankenhäuser im Normalbetrieb. Behandlungen von Nicht-Corona-Erkrankungen müssen nicht verschoben werden.
  • Mindestens so wichtig wie die Trennung von Regelbetrieb und Pandemiebetrieb in der Medizin ist aber die Anpassung der Gesellschaft an die Pandemie. Es bringt nichts, Schulen und Kindergärten einfach nur zu schließen. Die Art des Unterrichts muss angepasst werden. Der Traum von einer Rückkehr in den Lebensmodus von 2019 wird sich auch beim Einsatz erster Impfstoffe als Illusion entpuppen. Die Pandemie dauert, gleiches Regierungshandeln vorausgesetzt, noch annähernd fünf Jahre lang. Jedes Beharren ist falsch. Jede Anpassung lohnt.

Dezember der Dekompensation

  • Für Patienten, die mit Lungenerkrankungen zu versorgen sind, stehen in der Wetterau aber auch in Gießen kaum noch Intensivbetten zur Verfügung.
  • Das Gesundheitsamt kümmert sich nicht mehr um seine Schulen. Die Schulleiter sind in Eigenverantwortung allein gelassen, obwohl nicht sie, sondern allein der Amtsarzt aufgrund des Infektionsschutzgesetzes die Befugnis hat, Klassen oder Schulen zu schließen, wenn Gefahr droht. Inzwischen informiert das Gesundheitsamt nicht einmal mehr unsere Schulen. Die Schulleiter informieren - im Nebel stochernd - das Gesundheitsamt über Fälle und Verdacht. Unser Kreisgesundheitsamt ist für die Schulen faktisch nicht mehr existent.
  • Technischer Schutz wird den Schulen von den Schulbehörden und ihren politischen Anführern verweigert. Pädagogische Pläne des Kultusministers für werthaltigen Pandemie-Unterricht existieren nicht.
  • Der November-Lockdown hat erwartungsgemäß keine Welle gebrochen. Unsere Bundesregierung und die Landesregierungen haben noch immer keine Strategie.
  • Seit Oktober ist zu befürchten, dass wir Anfang Dezember 2020 in Deutschland in die Pandemie-Phase der Dekompensation übergehen.
  • Trotzdem wird niemand eine Schule schließen. Niemand wird den öffentlichen Nahverkehr stoppen. Ein Gewirr aus Feigheit, Verantwortungslosigkeit und Vorschriften verhindert das.
  • Lehrer und Schüler werden weiter in ihre Klassen gehen, weil sie müssen, voller Angst.
  • Kein Politiker hat den Mut, sein Versagen zu bekennen und den Befehl zum Rückzug zu geben. Uns bleibt nur Schiller: "Wanderer, kommst du nach Sparta, verkündige dorten, du habest uns hier liegen gesehn, wie das Gesetz es befahl."

Medien

  • In der Rhein-Main-Zeitung der FAZ lasen wir heute, zwei Wiesbadener Fachhochschullehrer hätten nachgewiesen, das Stoßlüften sei zehn- bis achtzigfach wirksamer als "ein zuvor dokumentierter Einsatz einer maschinellen Luftfilterung". Äpfel wurden anscheinend mit Birnen verglichen. Fazit: Äpfel wirken viel schneller.
  • Ich will mich nicht nochmals zu Pseudoforschung und schlechtem Journalismus äußern. Die beiden Professoren haben sicher getan, was mit ihrer Forschungskraft möglich war.
  • Weil ich die Frankfurter Allgemeine Zeitung aber gestern so gelobt habe, sei präzisiert: Die überragende Qualität der Corona-Berichterstattung der FAZ beruht im Wesentlichen auf dem Team um Joachim Müller-Jung und Dr. Sibylle Anderl aus dem Feuilleton der FAZ. Diese Gruppe liefert wissenschaftlich fundierte Berichte. Sie legt ihre Quellen offen. Sie berichtet erstaunlich schnell und journalistisch sauber über Qualitätsforschung. Ehre, wem Ehre gebührt!

Studien

  • Medizinische Studien zu lesen, ist schwer. Da wundert es nicht, dass gern einmal eine Pressemitteilung anstelle der Studie selbst gelesen wird.
  • „Das Risiko, dass sich Kinder in Kitas und Schulen unbemerkt mit dem Coronavirus infizieren und das Virus weitertragen, sei [..] geringer als angenommen“, zitiert die eigentlich gründliche FAZ heute die Passauer Neue Presse. Leider ist das ein ungültiges Zitat.
  • Tatsächlich gibt es die beschriebene Studie noch gar nicht. Eine Studie ist abgeschlossen mit einer Publikation in einer renommierten Fachzeitschrift. Dieser Publikation geht immer eine strenge Prüfung durch Fachkollegen der berichtenden Forscher voraus.
  • In Passau hat man erst einmal nur Daten zusammengetragen. Deren Auswertung möchte man heute Nachmittag vorstellen. Die Fragestellung der Kollegen lautet übrigens nicht, wie gefährlich Kitas und Schulen sind, sondern, wie wahrscheinlich es ist, dass Kinder und Jugendliche (in dem Alter, in dem man typischerweise eine Kita oder eine Schule besucht) unbemerkt von SARS-CoV-2 angesteckt worden sind.
  • Warten wir also erst einmal ab, ob die heutige Auswertung überhaupt jemals in eine namhafte Fachzeitschrift gerät. Und dann lesen wir gründlich, ob das eine prospektive oder eine retrospektive Erhebung war, ob die Studienteilnehmer randomisiert oder durch einen Bias verzerrt in die Studienpopulation gelangten. Prüfen wir, ob die Schlussfolgerungen der Studie aus der Arbeit überhaupt abzuleiten waren. Betreiben wir etwas Biometrie.
  • Wir werden demnächst einmal gründlich darlegen, was eine gute medizinische Arbeit ausmacht, unabhängig von ihrem Resultat.
  • Die Frankfurter Allgemeine Zeitung gehört übrigens in Sachen Corona neben der New York Times zu den weltweit besten Tageszeitungen am Markt.

Schutz durch Technik im Schulbetrieb

Virus mit Moral

Wir haben gestern staunend gelernt, dass SARS-CoV-2 vom 2. November an Menschen in Gaststätten und Kirchen befallen, Schüler und Lehrer an deutschen Gymnasien aber verschonen wird. Es wird im November 2020 gefährlich sein, wenn Menschen aus mehr als zwei Hausständen gemeinsam öffentlich zusammen sind, es sei denn, sie befänden sich auf dem Schulweg in Bus oder Bahn. Das Virus schlägt zu, wenn im privaten Bereich mehr als 10 Menschen beisammen sind. Im Klassenraum wird das nicht so sein. Im Krankenhaus werden Ärzte und Pfleger trotz FFP3-Maske infiziert werden. In der Schule bietet jedwede Maske aber vollständigen Schutz.

SARS-CoV-2 hat also Moral. Ich gestehe, ich wusste das nicht. Wir müssen hoffen, dass das Virus immer genau erkennt, mit welcher Absicht und wozu wir im November unterwegs sind. Das fällt ja sogar dem Finanzamt schwer.

Die Pressekonferenz der Bundeskanzlerin ließ Fragen offen: Sind Schüler, die ihre Hausaufgaben vergessen haben, eigentlich auch von einer Alltagsmaske geschützt, oder fällt deren Kontakt zu den Mitschülern in den privaten Bereich? Was ist, wenn im Bus unerkannt eine Person mitfährt, die gar nicht aus der Schule, sondern von einer Party kommt?

Wir selbst kommen - schon wegen dieser Grenzfragen - gar nicht um die Unterstützung des Virus bei seiner Arbeit herum.

Damit beginnt der ernstere Teil: Bitte zögern Sie nicht bei der Mitteilung eines positiven Testergebnisses. Lassen Sie Klassenlehrer oder die Schulleitungen oder mich ganz schnell wissen, dass in Ihrem Haushalt eine Person positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurde, falls dies so ist.

Es kann jeden von uns treffen. Infektionen mit SARS-CoV-2 sind keine Schande, die man verschweigen muss.

Wir müssen uns als von der Schule Betroffene selbst und gegenseitig schützen. Warten Sie nicht auf das Gesundheitsamt! Die offiziellen Regeln und die Behörden helfen uns ab November 2020 nicht mehr. Die eigentliche Schande ist, wie fahrlässig man Schüler und Lehrer Risiken aussetzt, die man außerhalb der Schule für nicht mehr vertretbar hält.

Bitte lassen Sie keines Ihrer Kinder zur Schule gehen, falls auch nur eine einzige Person Ihres Haushalts eine Quarantäneauflage oder eine Isolationsanordnung erhalten hat. Gehen Sie in diesem Fall auch selbst nicht zum Unterricht.

Angesichts des fehlenden technischen Schutzes vor Infektionen in der Schule und angesichts der offensichtlichen Überforderung der zuständigen Behörden wäre ab November der Präsenzunterricht nicht mehr zu verantworten, sobald auch nur ein einziges Kind einer Klasse oder eines seiner Haushaltsmitglieder mit dem neuen Coronavirus infiziert ist.

Was Deutschland hilft

Die für heute geplanten Beschlüsse der Regierungen von Bund und Ländern bedeuten das faktische Aus für die Schule Pestalozzis und den öffentlichen Nahverkehr.

In der Beschlussvorlage des Bundes für die Videokonferenz von Kanzlerin Dr. Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder heißt es, der gemeinsame Aufenthalt in der Öffentlichkeit deutschlandweit solle nur noch Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes gestattet sein.

So funktioniert ein Schulbus nicht.

Vielleicht gilt die Beschlussvorlage aber für Schüler und Arbeitnehmer nicht. In diesem Fall wäre eine Art Nichtangriffspakt mit
SARS-CoV-2 nötig, der den Befall von Schülern und Arbeitnehmern in Deutschland ausschließt. Vielleicht sitzt das Virus ja bereits in der um 13.00 Uhr beginnenden Videokonferenz.

Die Beschlüsse bedeuten auch das Aus für weite Teile der Gastronomie. Sie gelten für ausnahmslos alle der gut kontrollierbaren Restaurants. Prof. Karl Lauterbach hat bereits gefordert, auch das Grundrecht der Unverletzlichkeit der Wohnung aufzuheben. Er will kontrollieren lassen, ob es außerhalb der geschlossenen Restaurants zu privaten Bewirtungen kommt.

Was insgesamt wie eine Comedy anmutet, ist ein ernst gemeinter Versuch der Regierenden, die Verbreitung des Virus einzudämmen. Natürlich geht das so nicht. Was heute beschlossen wird, erzeugt allenfalls Verdruss. SARS-CoV-2 beeindrucken derartige Beschlüsse nicht.

Kontrollverlust

  • Die Gesundheitsämter Deutschlands haben fast flächendeckend die Kontrolle über den Infektionsverlauf von SARS-CoV-2 verloren. Das war zu erwarten. Die deutsche Methodik der Kontaktverfolgung war von Anfang an untauglich zur Bewältigung einer exponentiellen Virus-Ausbreitung.
  • Wir befinden uns in der Phase der Schadensbegrenzung. Unsere Bundesregierung und die Landesregierungen haben hiergegen keine Strategie. Aus diesem Grund ist zu befürchten, dass wir Anfang Dezember 2020 in die Phase der Dekompensation übergehen.
  • Vier kapitale Fehler wurden gemacht:
  • Anstelle einer biologisch-technischen Strategie setzte die Bundesregierung im Frühjahr auf ein philosophisch-soziologisches Abwehrkonzept ("Hammer and Dance"). Ziellos wurde das öffentliche Leben zum Stillstand gebracht. Grundrechte wurden verletzt, Gesetze gebrochen, die Solidarität der Gesellschaft wurde zerstört.
  • Es wurde mit Lügen und Halbwahrheiten regiert. Nicht der Schutz der Gesundheit, sondern der Schutz der Reputation führender Politiker stand im Mittelpunkt. Statt Schulen und Universitäten so umzugestalten, dass sie Pandemie-tauglich werden, erließ man Pseudo-Hygiene-Verordnungen im Drei-Tages-Takt.
  • Als sich im Volk Widerstand regte, als sich vernünftige Bürger, Querdenker, Esoteriker, Spinner und Radikale organisierten, warf man sie alle in einen Topf. Sinnvolle Kommunikation fand fast gar nicht mehr statt. Wo man Gemeinschaft gebraucht hätte, spaltete man. Verbriefte Grundrechte blieben verweigert, aber ein zusätzliches Pseudo-Grundrecht wurde eingeführt: das vermeintliche Menschenrecht auf Pauschalurlaub im Sommer 2020. Dies war Fehler 3. Er führte zum inneneuropäischen Infektionszahlausgleich.
  • Statt jetzt Schulen zu schließen und den öffentlichen Nahverkehr zu drosseln, pferchte man Lehrer und Schüler ohne jeden technischen Schutz in Massen-Lehranstalten. Nicht einmal den Infektionsverlauf nach den Sommerferien wartete man ab. Das war Fehler 4.
  • Selbstbetrug ersetzte Selbstkritik. Wer sich in einer Kirche oder auf einer Feier infizierte, konnte seine Kontakte benennen. Wer im Schulbus fuhr, konnte das nicht. Also behauptete man beim Robert-Koch-Institut, private Feiern seien das Problem, ungeschützte Schulen wären es nicht. Was ich nicht nachweisen kann, gibt es nicht? Erst Anfang Oktober 2020 machte der Hessische Kultusminister einen Teilrückzug. Ab sofort durften Schüler ab Klasse 8 im Schnitt ein Viertel ihres Unterrichts zu Hause wahrnehmen. Erst Mitte Oktober zogen die Landräte die Notbremse. Jetzt plötzlich mussten Schülergesichter auch im bisher als ungefährlich geltenden Unterricht Maske tragen.
  • Deutschland war mit Glück und trotz schlechter Regierung durch die erste Phase der Pandemie gekommen. Jetzt wird es ernst. Dank des Regierungsversagens während der ersten Welle und dank des Kommunikationsdesasters auch in großen Teile der Medien, glaubt ausgerechnet jetzt, zu Beginn der zweiten Welle, gut die Hälfte der Bevölkerung gar nichts mehr.
  • Achten Sie ab jetzt nicht mehr auf die täglichen Zahlen positiver Corona-Tests. Achten Sie auch nicht auf die Belegung der Intensivbetten. Beides nutzt Ihnen nicht. Benutzen Sie Ihren gesunden Menschenverstand. Nehmen Sie ein altes Mathebuch, Kapitel Exponentialfunktion.
  • Bleiben Sie, wann immer es möglich ist, in diesem Winter zu Hause. Benutzen Sie nicht den ÖPNV. Fliegen Sie nicht.
  • Weder "Alltags"masken noch Visiere noch OP-Masken schützen vor einer Infektion mit SARS-CoV-2.

Infektion per Tiefkühlkost

  • Am Samstag teilte das Chinesische Zentrum für Krankheitskontrolle und Prävention (CDC) mit, es habe Spuren von lebendem Covid-19 auf der Außenverpackung von gefrorenem Kabeljau in der östlichen Küstenstadt Qingdao gefunden, womit zum ersten Mal das lebende Coronavirus auf der Außenseite von Kühlwaren entdeckt wurde. Forscher hatten nach der Quelle einer kürzlich aufgetretenen Häufung von CoVID-19-Infektionen rund um ein Krankenhaus in Qingdao gesucht.
  • Bislang waren immer nur genetische Spuren SARS-CoV-2 in Proben von Tiefkühlkost gefunden worden. Diesmal hat man ein lebendes Virus isoliert. "Es wurde bestätigt, dass der Kontakt mit Umverpackungen, die mit dem neuen Coronavirus kontaminiert sind, eine Infektion verursachen kann", erklärte China-CDC auf seiner Website, allerdings ohne anzugeben, woher die Charge Tiefkühlkost stammt.

Politik versagt

  • Die Ministerpräsidenten aller Bundesländer und die Bundeskanzlerin tagten am 14.10.2020 in Berlin. In dieser Runde einigte man sich auf Beschränkungen des privaten Umgangs und auf Restriktionen für die Gastronomie.
  • Schulen und Kindergärten bleiben geöffnet. Der ÖPNV wurde vom Berliner Bürgermeister Müller in der Pressekonferenz am Abend ausdrücklich als „gut kontrolliert“ bezeichnet. Das grenzt an Realitätsverlust.
  • Die exponentielle Verbreitung von SARS-CoV-2 in Deutschland wird durch die Beschlüsse der Regierungsrunde nicht verhindert werden. Unsere politischen Führer wirken hilflos. Die Gesundheitsämter verlieren die Kontrolle über die zweite Welle.
  • Bitte ergänzen Sie in den nächsten Tagen Ihre Vorräte und Ihre Medikamente. Rechnen Sie mit vielen Kranken auch in Ihrem persönlichen Umfeld und mit exorbitant hohen Kosten für unser Land. Bleiben Sie in diesem Winter zuhause, wann immer Ihnen dies möglich ist.

Schulen als Katalysatoren der Pandemie

  • Hunderte von Schülern Schulter an Schulter im öffentlichen Nahverkehr, drangvolle Enge in den Schulen, keinerlei technischer Schutz: das ist bislang die Realität im deutschen Schulsystem. Die Schule war der wesentliche Katalysator der Corona-Welle 2 in Deutschland.
  • Nun lenkt Hessens Kultusminister ein. Für die Dauer der Corona-Pandemie kann der Präsenzunterricht an beruflichen Schulen, in der Sekundarstufe II sowie in besonderen Fällen auch in den Klassenstufen 8 bis 10 der allgemein bildenden Schulen auf Basis des Hessischen Schulgesetzes durch digital-gestützten Distanzunterricht ersetzt werden. Dabei gilt eine Obergrenze von 25 Prozent der Unterrichtsstunden und für die Berufsschule von 50 Prozent.
  • Der digital-gestützte Distanzunterricht wird auf freiwilliger Basis eingerichtet und setzt die Zustimmung der schulischen Gremien und des Schulträgers sowie eine entsprechende technische Ausstattung der Schulen und ihrer Schülerinnen und Schüler voraus. Sind alle diese Anforderungen erfüllt, prüft und genehmigt das Kultusministerium die Anträge.
  • Sie sind spät, Herr Kultusminister! Hoffentlich gelingt die Korrektur Ihres Fehlers noch. Auf die Schulkonferenzen Hessens kommt jetzt viel Arbeit zu.

Welle zwei in Sicht

  • In einigen Jahren wird man feststellen, dass es falsch war, während der Pandemie in Deutschland am Fetisch des Präsenzunterrichts in Schulen festzuhalten, wie ihn Pestalozzi vor fast drei Jahrhunderten erfand.
  • Am Ende der Sommerferien 2020 sagte ich voraus, dass es Ende Oktober in Deutschland erste Probleme mit SARS-CoV-2 geben würde. Meine Hypothese lautete: Durch das Festhalten am herkömmlichen Schulbetrieb und der damit einhergehenden, gemeinsamen Nutzung des ÖPNV durch tausende Schüler verschiedener Schulen wird deutschlandweit eine Vielzahl nicht erkennbarer Cluster an Infizierten erzeugt. Leider kommt es jetzt anscheinend genau so.
  • Ende Oktober wird fast kein Gesundheitsamt mehr in der Lage sein, den Infektionsverlauf in seinem Sprengel zu kontrollieren. Dies hat dann nichts mehr mit der bekannten Untauglichkeit des praktizierten Verfahrens oder mit einem Mangel an Personal zu tun. Das Problem wird erkenntnistheoretisch und mathematisch sein.
  • Ich empfehle allen Patienten, ab jetzt wieder einen Vorrat an Dauermedikamenten für 180 Tage anzulegen. Ergänzen Sie auch Ihre übrigen Vorräte auf das Niveau von Februar 2020.

Antikörpertests: Sensitivität und Spezifität

  • Die heutige Mitteilung richtet sich zunächst an alle Fachkollegen und an die Mathematiker unter unseren Patienten.
  • Britische Wissenschaftler wiesen kürzlich mit allen von unserer Praxis benutzten Antikörper-Immunoassays eine Persistenz von SARS-CoV-2 IgG von bis zu 140 Tagen (20 Wochen) nach. Unter Verwendung einer 'Pseudo-Goldstandard'-Kohorte (n=348 positiv, n=510 negativ) bestimmten sie Sensitivität und Spezifität der Immunoassays von EuroImmun (Sens. 98,9% [97,7-99,7%]; Spec. 99,2% [98,4-99,8%]), Roche (Sens. 99,4% [98,6-100%]; Spez. (96,7% [95,1-98,2%]), Abbott (Sens. 86,8% [83,1-90,2%]; Spez. (99.2% [98.4-99.8%])). Der verwendete Lateral-Flow-Immunoassay des UK-RTC AbC-19 zeigte eine Sensitivität von 97,70% (95,72%-99,34%) und eine Spezifität von 100% (100,00-100,00%). Damit können wir weiter arbeiten.
  • Quelle: SARS-CoV-2 antibody testing in a UK population: detectable IgG for up to 20 weeks post infection (in press)

Praxisschild

  • Das neue Praxisschild ist da. Nach 13 Jahren mit der alten Variante glänzt es jetzt wieder in der Körnerstraße 3.
  • Ganz herzlichen Dank an Vincenzo Bonanno und sein Team von Plexiglas-Künstlern von StaLu Design aus der Raiffeisenstraße in Rosbach!
  • Dank ihnen ist die Praxis wieder vor Ort sichtbar und nicht nur im Internet.

Grippeimpfstoff verfügbar

  • Der Grippe-Impfstoff für 2020/2021 ist bei uns eingetroffen.
  • Einige alte Lieferanten waren in diesem Jahr etwas wurschtig. Deshalb verzögerte sich bei uns in diesem Jahr die Grippeschutz-Saison. Ersatzweise haben wir ein paar pfiffige Apothekerinnen neu auf der Lieferantenliste. Auf gute Zusammenarbeit!
  • Bitte vereinbaren Sie vom 24.09.2020 an Impftermine über unser Sekretariat. Nutzen Sie hierfür idealerweise die Zeit zwischen 08.00 Uhr und 13:00 Uhr, am besten montags bis donnerstags.