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November 2018

War es CoVID-19?

  • Etliche Patienten hatten im letzten Vierteljahr suspekte Kombinationen von Symptomen. Einige sind einer eigentlich sinnvollen Labordiagnostik entgangen, weil das Robert-Koch-Institut oder das lokale Gesundheitsamt behaupteten, sie könnten gar nicht von SARS-CoV-2 Betroffene sein.
  • In den Wochen danach bremste ich. Zu unklar war, was der allgemein eingesetzte PCR-Test überhaupt nachwies. Zu unklar war, was der Antikörper-Test von Eurimmun taugte. Auch zur Qualität des Tests von Roche war nichts bekannt.
  • Scharlatane nutzten ihre Chance. Selbst manche Kassenarzt-Praxen verkauften "Schnelltests". Die Ergebnisse waren für die intellektuelle Mülltonne. Das Geld der Patienten war weg.
  • Von der nächsten Woche an können wir Ihnen nun seriöse Laboruntersuchungen anbieten. Eine ganze Testbatterie steht uns und unseren Korrespondenzlaboratorien nun zur Verfügung. Von jetzt an können wir zweifelsfrei feststellen, ob Sie sich infiziert hatten und ob es CoVID-2019 war, woran Sie gelitten haben. Vereinbaren Sie ab dem Dienstag nach Pfingsten gerne Ihren Diagnosetermin.

Was geschehen ist

  • Wir haben den Anfang der Corona-Pandemie für Sie nachgezeichnet. Kehren Sie am besten einmal pro Woche hierhin zurück. Geschichte ist nämlich niemals zu Ende erzählt. Neue Informationen flechten wir ein. Scheinbar Altbekanntes sieht auf einmal ganz anders aus.
  • "Wer denkt, die Welt werde jemals wieder so wie früher, der irrt." So schrieb Cees Noteboom in der heutigen NZZ. "Denn auch wenn es demnächst vielleicht wieder ein bisschen so aussieht wie früher, es ist etwas passiert, was sich nicht mehr vergessen lässt, allein schon, weil es in langen Zeiten der Stille in vielen Köpfen gespeichert wurde, wo es lange umhergeistern kann wie alle Träume und Albträume."

Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht.

  • Labore sollen ab jetzt Untersuchungsergebnisse aller Menschen an die Gesundheitsämter weitergeben, die auf SARS-CoV-2 sowie das seit 2002 bekannte SARS-Coronavirus getestet werden – also auch die negativen Testergebnisse. Die Labore sollen den Namen und das genaue Geburtsdatum des jeweiligen Betroffenen zwar pseudonymisieren, aber den Geburtsmonat sowie das Geschlecht und den Wohnort übermitteln. Betroffen sein könnten hiervon langfristig wohl Millionen Menschen. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Kelber sieht hierbei einen Eingriff in die Grundrechte einer „eklatanten Anzahl von Betroffenen“, wie er mitteilte. Die Grundlage, auf der dieser Eingriff erfolgen solle, sei nicht ersichtlich. Er halte ihn deshalb weder für erforderlich, noch für verhältnismäßig.
  • Kelber zufolge handelt es sich auch bei in einer nicht-namentlichen Meldung enthaltenen Angaben noch immer um personenbezogene Daten. Demnach sind diese besonders schützenswert. „Die dürftigen Angaben in der Begründung deuten darauf hin, dass eine rein statistische Erfassung den Zweck ebenso erfüllen würde“, schrieb der Datenschützer.
  • In seiner Stellungnahme sprach er zudem einen Punkt an, der in Frage stellt, ob die Regelung derzeit überhaupt sinnvoll umgesetzt werden kann. Denn womöglich wird sie Gesundheitsbehörden vor massive Probleme stellen. Mehr als 90 Prozent aller Coronavirus-Tests fielen nach Angaben des Robert Koch-Instituts derzeit negativ aus, so Kelber. „Eine Meldepflicht würde also zu einer enormen Zunahme der Meldungen führen.“

Kinder und Covid-2019

  • Kinder sind von CoVID-2019 genauso betroffen wie Erwachsene. Das Bild der Ersterkrankung sieht bei ihnen aber anders aus.
  • Es gibt auch ein Folgeproblem.
  • Ist es also richtig, Schulen und Kindergärten wieder zu öffnen? Lesen Sie und urteilen Sie selbst. Oder urteilen Sie nicht. Die Datenbasis zur Meinungsbildung ist dünn. Das war sie für unsere Kollegen in Wuhan im Dezember 2019 allerdings auch.

Was macht SARS-CoV-2 mit uns?

  • Über das Leben des Virus in uns und über neue Erkenntnisse der von ihm ausgelösten Krankheit berichtet unser Blog zur Pathophysiologie von CoVID-2019.
  • Wir werden verstehen, warum CoVID-2019 keine Lungenkrankheit ist und warum SARS-CoV-2 auch für Kinder sehr gefährlich ist.

Was ist wann passiert?

  • Inmitten der Pandemie wird nach Schuldigen gesucht. Widersprüche werden publiziert.
  • Wir haben von Anfang an mitgeschrieben. Heute erzählen wir Ihnen die bekannte Geschichte der Pandemie bis Ende Januar.
  • Jede Woche wird an dieser Stelle ein neues Stück Pandemie-Geschichte hinzugefügt.
  • Der Ausgangspunkt der SARS-CoV-2-Pandemie ist noch nicht bekannt.
  • Alle Finger auf China? In einem bekannten Buch heißt es: "Wer aber ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein." Bundesgesundheitsminister Spahn sagte unlängst, dass es viel zu verzeihen gäbe. Wir sind gespannt.

Herdenimmunität

Schutzimpfungen

  • Solange es keinen Impfstoff gegen SARS-CoV-2 gibt, wird die durch dieses Virus ausgelöste Pandemie nicht beendet sein.
  • Weil uns allen dieses Thema so sehr unter den Nägeln brennt, stellen wir heute Informationen zu Schutzimpfungen gegen SARS-CoV-2 bereit.

Genom und Proteine

  • Heute präsentieren wir Ihnen den gesamten genetischen Code von SARS-CoV-2. Sie können das Virus damit nachbauen. Machen Sie aber bitte nichts falsch.
  • Eigentlich hatten wir die Veröffentlichung bereits vor vier Wochen geplant. Damals hätten Sie für den Umgang mit SARS-CoV-2 allerdings noch ein BSL-3-Labor gebraucht. Was für einen Ärger hätte es gegeben, wenn Ihnen eines der Viren entschlüpft wäre. Sie wissen ja: Lungenprobleme, internationale Verwicklungen, Pandemie
  • Ab morgen darf jeder Oberstufenschüler mit SARS-CoV-2 umgehen. Auch die Abschlussklassen der Haupt- und Realschulen sind mit dabei. SARS-CoV-2 ist im ÖPNV anwendbar. Sie brauchen als Schutzvorrichtung nur noch einen selbst genähten Lappen vor dem Gesicht.
  • Da müssen wir nichts mehr geheim halten, dachten wir uns.
  • Stellen Sie schon mal den Erlenmeyerkolben bereit.

Krise der Wissenschaft

  • Das SARS-CoV-2-Problem geht in den 6. Monat. Die SARS-CoV-2-Pandemie ist bald ein Vierteljahr alt.
  • Viele Menschen haben unter den Folgen der Pandemie heftig gelitten. Mit Entsetzen sehen wir die Folgen für Menschenrechte, Bildung, Freiheit, Jurisprudenz, Wirtschaft und Demokratie.
  • In ihrer Angst werden Bürger zu Untertanen. Sinnlose Scheinhandlungen nehmen sie vor. Vom 25.04.2020 an ist Maskerade in der U-Bahn und beim Einkauf Pflicht.
  • Wie bedeutsam das Virus medizinisch ist, wissen wir aber immer noch nicht.
  • Was der PCR-Test von Christian Drosten nachweist, ist selbst nach den drei Monaten seines weltweiten Einsatzes unklar: RNA oder Infektionen, SARS-CoV-2 oder SARS-CoV-1, identische Probleme für Menschen, Löwen und Tiger, Zweitinfektionen, diverse Fledermausviren, andere Coronaviren, fehlende Immunität?
  • Antikörpertests sind noch nicht etabliert. Sie zu entwickeln ist schwieriger als der Aufguss alter PCR-Tests.
  • Nur in Bonn und in München werden derzeit repräsentative epidemiologische Studien durchgeführt.
  • Nur in Baden-Württemberg will man KiTa-Kinder untersuchen.
  • Nur in Hamburg hat man systematisch obduziert.
  • Kaum ein Universitätsinstitut für Infektiologie, Epidemiologie, Allgemeinmedizin hat sich in Deutschland überhaupt mit Studien zur Pandemie zu SARS-CoV-2 befasst.
  • Vielleicht werden wir im Juli die berühmte zweite Welle des Professors Drosten haben: viele tausend Tote in Deutschland, das Ende unseres Gesundheitssystems.
  • Vielleicht stellt sich SARS-CoV-2 im Rückblick aber auch als ein überschätzter Krankheitserreger dar. Wir hatten das schon bei SARS-CoV-1 und bei der Schweinegrippe.
  • Vieles ist unklar. Klar ist aber, die Wissenschaft hat versagt.
  • Politische Entscheidungen werden in Deutschland auch deshalb auf dem Niveau der Wahl zwischen Erdbeer- und Zitroneneis getroffen.
  • Jens Spahn spricht schon heute von "Verzeihung" statt von Aufklärung. Er weiß, warum.
  • Wir haben viel verloren in den letzten Monaten. Politiker, Universitätswissenschaftler, hochbezahlte Helden der Talkshows: So kann das nicht weiter gehen!

Kein Experiment mit Viertklässlern in Hessen

Die Schulpflicht für Viertklässler in Hessen wurde am Freitag vorläufig außer Kraft gesetzt. Das ging aus einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs in Kassel hervor. Die Richter gaben dem Eilantrag einer Schülerin aus Frankfurt Recht, der sich gegen eine Landesverordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie richtete. Die Viertklässler würden im Vergleich zu Schülern, denen aus Gründen des Infektionsschutzes der Schulbesuch bis zum 3. Mai weiter untersagt werde, ohne hinreichenden Grund ungleich behandelt und somit in einem Grundrecht verletzt. Die Entscheidung gilt für Schüler der 4. Jahrgangsstufe der Grundschulen, von Sprachheilschulen und von Schulen mit den Förderschwerpunkten Sehen oder Hören. Der Beschluss ist unanfechtbar. (Aktenzeichen: 8 B 1097/20.N)

Maskerade

  • Wer an die Schutzwirkung selbst gemachter Gesichtsmasken glaubt, darf auch Kondome häkeln.
  • Masken anziehen kann jeder. Eine Maske auszuziehen, grenzt für viele an Kunst.
  • Die Masken-Trage-Pflicht in Hessen und in anderen Bundesländern ist wissenschaftlich unbegründet.
  • Halten Sie sich an die bisher geltenden Regeln (Abstand, keine Gruppen, gesunder Menschenverstand).
  • Gehen Sie jeder Person aus dem Weg, die eine Maske mit Ventil (Aufsatz vorne) trägt. Stehen Sie nie neben einer Person, die eine OP-Maske trägt.
  • Achten Sie auf die Finger derjenigen, die ihre Maske von außen berühren.
  • Betrachten Sie jede Person, die eine Gesichtsmaske trägt, als infektiös!

Prospektive COVID-19 Kohorte München (KoCo19)

  • Eine bemerkenswerte Studie wird gerade an der LMU in München durchgeführt. In einer aufwendigen Kohortenstudie werden 3000 repräsentativ ausgewählte Teilnehmer über einen Zeitraum von vielen Monaten hinweg auf SARS-CoV-2 und CoVID-2019 untersucht. Solche Studien sind teuer. Sie erfordern auch großen Arbeitsaufwand. Gleichwohl stellen sie die eigentliche Grundlage rationaler Entscheidungen in epidemiologischen Fragestellungen dar.
  • Wir berichten, sobald wir Details kennen.

CoVID-2019 und Sport

  • Es gibt immer mehr Berichte zu scheinbar nur leicht von CoVID-2019 Betroffenen, die in Wirklichkeit schwere Lungenschäden erlitten haben. Sie hatten etwa zwei Wochen lang Husten, etwas Druck auf der Brust, nicht wirklich Luftnot. In anderem Zusammenhang angefertigte Röntgenbilder des Thorax zeigten trotzdem ein großes Problem. Außerdem treffen immer mehr Berichte zu Patienten ein, die nach einer Infektion mit SARS-CoV-2 ausgerechnet Sauerstoff schlecht tolerieren.
  • Alle Leistungssportler unter meinen Patienten sollten dies zum Anlass nehmen, sich gründlich untersuchen zu lassen, bevor sie ihr Training wieder aufnehmen.
  • Allen Tauchern unter meinen Patienten rate ich, sich bei mir einer außerplanmäßigen Tauchtauglichkeitsuntersuchung zu unterziehen, bevor sie mit Druckluft absteigen. Verlassen Sie sich nicht auf ihre noch gültige Bescheinigung!
  • Radsportler und Jogger sollten mindestens 30 m Abstand zu anderen Joggern oder Radfahrern einhalten.
  • Schulsport und Vereinssport während der Pandemie gehen mit erheblichem Ansteckungsrisiko einher.
  • Für detaillierte Beratungen und individuelle Risikoanalysen vereinbaren Sie bitte einen Termin.

Kein Lob der Politik

  • Wir müssen in Deutschland entweder versuchen, aus der aktuellen Phase der Schadensbegrenzung in die Phase der Kontrolle der Epidemie zurückzukehren oder wir müssen vorgehen nach dem Motto "Augen zu und durch". Alle Grundrechte aufzugeben, die Wirtschaft zu ruinieren, jedes normale gesellschaftliche Leben zu opfern und jegliches Handeln in den nächsten Jahren immer nur an der Zahl freier Intensivbetten auszurichten, ist unmenschlich und es ist unsinnig zugleich.
  • Die Pandemie wird erst enden, wenn 60-70% aller Menschen immun sind gegen SARS-CoV-2. Auf "Herdenimmunität" zu setzen und gleichzeitig die Geschwindigkeit der Neuinfektionen zu bremsen, erfordert bestenfalls fünf, vermutlich aber 78 Jahre Zeit! Auf Impfstoffe zu setzen, erfordert bestenfalls zwei, vermutlich aber bis zu fünf Jahre Zeit. Das schaffen wir nicht, wenn wir weitermachen wie in den letzten vier Wochen.
  • Also Augen zu und durch? In etwa acht Monaten wäre die Pandemie zu Ende. Bis zu zwei Millionen Menschen in Deutschland wären tot.
  • Oder zurück zur Phase, in der die Epidemie noch kontrollierbar war? Das geht nur, wenn wir Deutschland ab jetzt für etwa zwei Monate fast total still stehen lassen. In dieser Zeit muss ein echtes Virus-Kontrollsystem aufgebaut werden. Die CovID-2019-Versorgung muss vom übergroßen Rest der Medizin abgetrennt werden. Wir fangen danach einfach nochmal von vorne, sozusagen in einem zweiten Februar 2020 an, jetzt aber cleverer.
  • Keinesfalls dürfen jetzt wieder Schulen für Pseudounterricht geöffnet werden. Keinesfalls stecke man Kinder und Jugendliche jetzt wieder in den öffentlichen Nahverkehr. Das ist auch unnötig. Die Pandemie wird noch Jahre dauern. Man baue das Schulsystem jetzt bitte pandemie-resistent um. Das Schulsystem alter Prägung hat ausgedient.
  • Für die Handlungen und die Planlosigkeit von Bundesregierung und Hessischer Landesregierung gibt es angesichts der wissenschaftlichen Erkenntnisse keine Rechtfertigung mehr. Wir können nicht weitermachen wie bisher.

Studien an allen Fragestellungen vorbei

  • Das Robert-Koch-Institut (RKI) startete im April 2020 drei Antikörperstudien, die aufzeigen sollen, wie viele Menschen bereits eine Infektion durchgemacht hätten. Das RKI wollte anhand der Ergebnisse dieser Studien auf die Zahl derjenigen Menschen in Deutschland schließen, die zumindest für eine gewisse Zeit immun gegen SARS-CoV-2 sind.
  • Man gehe davon aus, dass man nach der Erkrankung immun sei, auch wenn man noch nicht wisse, wie lange diese Immunität andauere, so RKI-Präsident Wieler am 09.04.2020.
  • Zum Design der Studien wurde nichts gesagt. Zur Studiengruppe gehörten unter anderem Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Berliner Charité und Gérard Krause, Leiter der Abteilung Epidemiologie am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig.
  • An einer serologischen Studie mit Beginn Mitte April seien Blutspendedienste beteiligt. Alle 14 Tage würden 5.000 Proben von Blutspendern untersucht. Ziel der Studie sei es, einen besseren Überblick über die Verbreitung des Virus zu erhalten. Erste Ergebnisse würden für den Mai erwartet.
  • In einer weiteren Studie, ebenfalls mit Beginn Mitte April, würden Blutuntersuchungen in vier besonders schwer betroffenen Orten durchgeführt. Pro Ort würde eine repräsentative Stichprobe von 2.000 Einwohnern untersucht. Neben den Antikörpertests fänden außerdem Befragungen zu Symptomen, Risikofaktoren und Vorerkrankungen, Lebensumständen, Gesundheitsverhalten und psychischer Gesundheit statt. Auch hier würden erste Ergebnisse im Mai erwartet.
  • Keine dieser Studien klärt Inzidenz und Prävalenz von SARS-CoV-2 in Deutschland. Jede dieser Studien weist einen erheblichen Selektions-BIAS auf. Weder Blutspender noch Hauptbetroffene stellen eine für die Gesamtbevölkerung repräsentative Grundgesamtheit dar.
  • Vom Nachweis von Antikörpern auf stattgehabte Erkrankungen oder auf Immunität zu schließen, ist unzulässig. Antikörper können sowohl Infizierte als auch Geimpfte aufweisen, die niemals krank geworden sind. Darauf zielt jede Schutzimpfung ab. Antikörper können außerdem agglutinierend, nutzlos oder sogar infektverstärkend sein. Ihr Nachweis allein impliziert noch keine Immunität.
  • Auch in der Forschung fehlt der Leitung des Robert-Koch-Instituts anscheinend jede Strategie.

Sinn und Verstand

  • Beschränkungen des öffentlichen Lebens sind sinnvoll, wenn man am Beginn einer Pandemie durch einen völlig unbekannten Krankheitserreger steht. Sie verschaffen Zeit, die man zur Verbesserung der Infrastruktur, zur Beschaffung von Ausrüstung und Verbrauchsmaterial und zur Ausbildung von Teams, Zentren und Spezialisten nutzen kann. Sehr wichtig ist, dass dies alles nicht panisch oder heldenhaft, sondern besonnen und wissenschaftlich geschieht. Auch unser eigener Pandemie-Management-Plan sieht eine auf etwa sechs Wochen begrenzte, erhebliche Beschränkung des öffentlichen Lebens vor.
  • Identifiziert man eine Gruppe von Menschen mit besonders hohem Risiko für einen schweren Verlauf, gebietet die Menschlichkeit deren besonderen Schutz. Da ist es gerechtfertigt, Enkel und Großeltern zu bitten, für eine Weile keinen unmittelbaren Kontakt zu haben. Ihnen den Kontakt zu verbieten, wenn sie ihn einvernehmlich wünschen, ist etwas anderes. Die Großeltern im Pflegeheim einsam sterben zu lassen, will gut begründet sein. Senioren die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu untersagen, erfordert einen starken Grund. Kennen wir ihn?
  • Wir glauben im Moment zu sehen, dass Deutschland deutlich besser in der Durchsetzung von Verboten als in der Erforschung von CoVID-2019 ist.
  • Fast alle relevanten Fragen zu SARS-CoV-2 sind ungeklärt. Die weltweite Verbreitung dieses Virus geht nunmehr in den vierten oder sogar den fünften Monat. Wissenschaftliche Studien gibt es kaum. Fachpublikationen, von uns akribisch verfolgt, liegen zumeist unter Tageszeitungs-Niveau. Wie kann das sein?
  • In Deutschland fehlt nach wie vor jede offizielle Strategie zur Pandemie. Man "fährt auf Sicht" in einer "dynamischen Entwicklung", was als eine elegant wirkende Umschreibung planlosen Taktierens ist.
  • Gleichzeitig werden natürliche Menschenrechte beschnitten. Kaum jemand darf noch arbeiten. Unsere Bewegungsfreiheit wird eingeschränkt. Geld wird gedruckt und verteilt. Da niemand sagen kann, auf welcher wissenschaftlichen Grundlage dies geschieht, kann auch niemand sagen, auf welcher Sachgrundlage das jemals wieder aufhören wird.
  • Wir alle müssen uns immer wieder fragen, auf welcher Basis wir Entscheidungen treffen. Was wissen wir wirklich? Was wissen andere?
  • Wenn wir erkennen, dass unsere Anführer blind sind, warum folgen wir ihnen, statt sie selbst an die Hand zu nehmen?
  • Trennen wir endlich die medizinische Normalversorgung von der Pandemie-Versorgung. Konzentrieren wir die Schutzausrüstung bei den gegen die Pandemie Tätigen!
  • Führen wir Virus-Tests nach den Grundsätzen der Marktforschung durch! Gewinnen wir einen Überblick! Führen wir zu allen Fragen wissenschaftliche Studien durch!
  • Schluss mit Panik! Schluss mit Heldentum!

Betten machen

  • 45% aller Intensivbetten in Deutschland sind zur Zeit verfügbar zur Behandlung von Patienten mit CoVID-2019, so Jens Spahn am Donnerstag.
  • Die Anzahl der Intensivbetten in Deutschland betrage zur Zeit 40000. 30000 dieser Betten seien mit einer Beatmungsmaschine ausgestattet, so die Deutsche Krankenhausgesellschaft e.V.
  • Aufgrund eines finanziellen Anreizes haben in den letzten Tagen viele Krankenhäuser freie neue Intensivbetten gemeldet. Pro gemeldetem Bett erhielten sie € 50000.
  • Neues Personal wurde nicht eingestellt. Die Prämie erhielten die Krankenhäuser pro Bett, nicht pro Pflegekraft oder Arzt und Bett. Auch die Beschaffung von zusätzlichem Verbrauchsmaterial zum Betrieb der Intensivbetten, von Medikamenten oder Schutzausrüstung war zur Erlangung der Prämie nicht erforderlich.
  • Aktuell gibt es in Deutschland 1853 Intensivpatienten mit CoVID-2019. Mit jeweils € 50000 wurden 8296 heute noch bereitstehende Intensivbetten bezahlt.

Ein Desaster

  • In Deutschland werden bislang etwa 3% alle nachgewiesenermaßen mit SARS-CoV-2 Infizierten auf der Intensivstation behandelt. Das wird nicht so bleiben. Aus Italien, aus Frankreich und aus China wissen wir, es werden fast 10% aller Infizierten sein. Wir folgen mit allen Zahlen unseren Nachbarn in Italien und in Frankreich.
  • Im Moment haben wir vermutlich 71000 nachgewiesen Infizierte. Es ist unklar, wie lang die Zeitspanne zwischen Infekt-Diagnose und Aufnahme auf die Intensivstation im Schnitt ist. Erwarten Sie in den nächsten zwei Wochen aber weitere 5500 Intensivpatienten mit CoVID-2019 in Deutschland. Wenn dies so kommt, sind Mitte Mai alle Intensivbetten belegt.
  • Etwa 20% der CoVID-Intensivfälle erleiden ein Lungenversagen (ARDS). Wir erwarten also zunächst 1400 langfristig Beatmete im April 2020. 85% von ihnen werden innerhalb der folgenden drei Monate sterben. Viele, die überleben, tragen schwere Lungenschäden davon.
  • Ohne einschneidende Veränderungen wird unser Gesundheitssystem noch bis Ende Mai funktionieren.
  • Dies ist keine Neuigkeit. Alles steht bereits seit zwei Monaten in allen Fachzeitschriften. Auch der Aufruf zu strategischem Handeln ist nicht neu.
  • In Berlin werden jetzt Isolationszentren gebaut. Das Klinikum rechts der Isar in München ist sogar schon einsatzbereit. Hessen folgt irgendwann nach.

Борьба с пандемией

  • Наши российские коллеги и их пациенты потрясены пандемией SARS CoV-2 не менее нас и наших пациентов.
  • Но вирус не ждёт визу и проникает в страну без заграничного паспорта. Люди всего мира должны помогать друг другу во время пандемии ещё больше, чем когда либо прежде. Поэтому мы делимся с вами нашим планом мер для борьбы с пандемией на русском языке с целью победить вирус совместными усилиями и никогда не забывать о том, что мы все сёстры и братья.
  • Здесь вы можете найти нашу страницу на русском языке.
  • Heute stellen wir unseren Pandemie-Management-Plan offiziell auch für unsere Kolleginnen und Kollegen in Russland bereit. (Herzlichen Dank an Victoria Wozar, Joy Garcia, E.G., E.P.) Mögen wir die Pandemie weltweit gemeinsam überwinden!

Fallzahl wächst weiter exponentiell

  • Die Anzahl der Infizierten in Deutschland wächst weiterhin exponentiell.
  • Bereits kurz nach Ostern wird das Gesundheitswesen in Deutschland nicht mehr leistungsfähig sein, sofern dieses Wachstum nicht beendet wird (Sonderfall "Dekompensation").
  • Es ist für Ärzte jeder Fachrichtung an der Zeit, sich mit den Methoden und Prozeduren der Notfallmedizin wieder vertraut zu machen. Wir laden alle Ärzte und alle Pflegekräfte, die in Rosbach wohnen, auch wenn sie nicht in Rosbach arbeiten, zu einer gemeinsamen Vorbereitung ein.
  • Wir bitten alle Patienten der Kategorie D4 und auch deren engste Angehörige (Mitbewohner), vorläufig auf persönliche Kontakte zu Menschen außerhalb strukturierter Gesundheitsversorgung zu verzichten. Patienten der Kategorie D3 sollten von Einkäufen absehen. Allen Patienten könnte es nutzen, von vielen anderen Menschen verwendete Eingabegeräte (PIN-Tastatur bei Kartenlesegeräten) und Griffe von Einkaufswagen nicht mehr ungeschützt berühren.
  • Vor allen Hausbesuchen findet bei uns ab jetzt eine strukturierte Befragung statt.
  • Bitte beachten Sie unsere weiteren Hinweise zu SARS-CoV-2 und CoVID-2019.
  • Bitte machen Sie sich auch nochmals mit unserem Praxisbetrieb während der Epidemie vertraut.

Deutschland vor Maximalschaden

  • Deutschland wird mit einem Maximalschaden aus der SARS-CoV-2-Pandemie heraustreten, wenn wir weiterhin keine Strategie einsetzen.
  • Gestern lernten wir, dass es bereits Patienten ohne CoVID-2019 gibt, deren notwendige Therapie dem Primat des freien Intensivbetts geopfert wird. Die ARD berichtete darüber in ihrer Sondersendung "Brennpunkt" um 20:15 Uhr.
  • Trennt man die Normalversorgung von Patienten nicht von der Pandemieversorgung von CoVID-2019-Erkrankten, werden immer mehr Patienten unversorgt ihrem Schicksal überlassen.
  • Die vorhersehbar steigende Zahl erkrankter und verstorbener Ärzte wird weitere Lücken reißen. Der Mangel an Übung, beispielsweise in der Tumorchirurgie und in der Angiografie, wird die Qualität der Krankenversorgung nachhaltig senken, wenn sich ab jetzt alles nur noch um CoVID-2019 dreht.
  • Bald wird es kaum noch Krankenhäuser und Arztpraxen geben, in denen Patienten nicht durch SARS-CoV-2 gefährdet sind.
  • Trotzdem wird die Behandlung der schwer an CoVID-2019 Erkrankten in einigen Wochen nicht mehr möglich sein. Unser Gesundheitswesen steht dann vor dem Zusammenbruch.
  • "Wir können uns das leisten", sagt Finanzminister Scholz. Was können wir uns leisten, Herr Scholz?
  • Tatsächlich ist fraglich, wie lange es dauern wird, bis auch nur der wirtschaftliche Schaden des Strategiemangels wettgemacht werden kann. Viele Menschen stehen schon jetzt - nach nur 10 Tagen der Beschränkung ihres Geschäftsbetriebs - am Rande der finanziellen Existenz. Wie lange soll das so gehen? Wozu machen wir das?
  • Ebenfalls gestern wurde im Handelsblatt und auch in der ARD eine Diskussion geführt, die im Ergebnis auf eine Aussetzung von Art. 3 GG hinauslaufen kann. Wollen wir das?
  • Wir brauchen eine Strategie.
  • Im Grunde müssten alle Menschen (ggf. sogar mehrmals) auf SARS-CoV-2 getestet werden, sobald dies möglich ist (Methode Hubei). Zumindest aber müsste man sich der Kenntnis der wirklichen Infektverteilung mit Methoden der Marktforschung nähern (zufällige Auswahl nach statistischen Gesichtspunkten; Dank an A.H.)
  • Spezialteams und Spezialzentren müssen gebildet werden.
  • Schutzausrüstung und andere Ressourcen müssen gezielt eingesetzt werden.
  • Parallel dazu brauchen wir den Medizin-Normalbetrieb. Wären wir konsequent, könnten wir die Pandemie beherrschen. Nur so hätte die Beschränkung des Lebens der Menschen einen Sinn.

Phasen und Maßnahmen während einer Epidemie

Zwei kleine Schritte: richtige Richtung

  • Das RKI hat seine Listenvergleiche aufgegeben. Sie müssen nicht mehr zu einem bestimmten Tag an einem bestimmten Ort gewesen sein, um Verdachtsfall sein zu können. „Irgendwann ergibt es dann keinen Sinn mehr, nach einzelnen Gebieten zu unterschei­den“, so sein Präsident, Prof. Dr. Wieler.
  • In München begann man heute mit dem Aufstellen von Computer-Tomografie-Geräten vor ausgewählten Kliniken.

Nichts Neues: leider nichts

notwendiger Schutz für Angehörige des Gesundheitswesens

  • SARS-CoV-2 ist hochkontagiös. CoVID-2019 ist gefährlich für unsere Patienten und für alle Angehörigen des Gesundheitswesens.
  • Wir beschreiben heute, was Sie unbedingt tun müssen, um sich an SARS-CoV-2 nicht anzustecken. Wenden Sie diese Regeln in Ihren Praxen und in Ihren Krankenhäusern ausnahmslos an oder behandeln Sie bei CoVID-2019 nicht.
  • Dulden Sie keinerlei Nachlässigkeit. Gehen Sie auf keinerlei Kompromiss ein ("Versorgungsmangel", "Sondersituation", "Panikmache"; "Das geht auch so.").
  • Wer Sie ohne hinreichenden Schutz mit einem CoVID-2019-Patienten zusammenbringt, handelt mindestens fahrlässig. Zeigen Sie ihm unsere Seite.
  • Wenden Sie sich an Ihre Gewerkschaft und suchen Sie Hilfe bei Fachanwälten für Arbeitsrecht, falls man Sie wissend zur Gefährdung Ihres Lebens und des Lebens Ihrer Kollegen drängen will.
  • Beachten Sie auch unseren Management-Plan für die Pandemie.

Pandemie-Management-Plan: erweiterte Version

  • In den letzten 48 Stunden haben wir vor allem Behandlungsberichte und Studien ausgewertet (Danke und willkommen, Markus Endler). Nach und nach erhalten wir dadurch immer bessere Daten zur Epidemiologie von SARS-CoV-2. Wir wollen rechtzeitig vor der Pressekonferenz des Robert-Koch-Instituts am Sonntagabend damit fertig sein. Die verfügbaren Studien sind allerdings wissenschaftlich minderbefriedigend. Es kann also sein, dass wir Ihnen nur zeigen können, warum wir derzeit noch nicht wissen können, was wirklich wahr und richtig ist.
  • Wir haben unser Netzwerk von Multiplikatoren und Ansprechpartnern weiter ausgebaut (Danke, Lisa Nätscher).
  • Unser Pandemie-Management-Plan wurde um zwei weitere Aspekte erweitert (Dank an Prof. Dr. Alexander Teichmann).
  • Sicher bleibt: Ihr regionales Krankenhaus ist für Sie derzeit ein gefährlicher Platz. Noch gibt es auch kein einziges CoVID-2019-Zentrum in Deutschland. Wir raten Ihnen: Bleiben Sie zu Hause.
  • Beachten Sie unsere Seite zur Diagnostik von CoVID-2019. Melden Sie sich aber, wenn Sie verdächtige Beschwerden haben.
  • Bleiben Sie - wie vereinbart - täglich mit uns in Kontakt, wenn Sie CoVID-2019-Patient unserer Praxis sind. Wenn wir Ihre Behandlung einer Verschlechterung rechtzeitig anpassen, erhöht das Ihre Chance, einen kritischen Verlauf zu vermeiden.

CoVID-2019-Zentren in Deutschland

  • Mit den Menschen im Gesundheitswesen muss man sorgsam umgehen. Was nutzt eine um 28000 gesteigerte Zahl an Intensivbetten, wenn es keine Intensivpfleger und Intensivmediziner mehr gibt?
  • Wer Pflegekräfte und Ärzte ungeschützt mit SARS-CoV-2 konfrontiert, setzt deren Leben und Gesundheit aufs Spiel.
  • Personal im Gesundheitswesen ist wertvoll und knapp. Schutzausrüstung ist das auch.
  • Deshalb entwickelten wir unser Pandemie-Management-Konzept.
  • Heute fand in Rosbach eine erste Besichtigung statt. Hier gibt es ein verfügbares Industrieobjekt mit Hallen und Parkplatz, Umzäunung und Laborräumen und mit vielen Einzelzimmern. Es gibt auch einen engagierten Eigentümer, der dem Bürgermeister der Stadt, in der unsere Arztpraxis liegt, eine für drei Monate kostenlose Nutzung als Hilfe in der Pandemie angeboten hat. Danke, Ralf Spuck.
  • Parallel dazu werden gerade mehrere Gespräche mit Bundestags- und Landtagsabgeordneten sowie mit Vertretern von Bundesbehörden geführt.
  • Ziele: bestmögliche Hilfe für die Erkrankten, Schutz und Hilfe für die Helfer, sparsamer Ressourcen-Gebrauch

Nichts Neues

  • Liebe Patienten, dies ist ein Tag ohne jede Neuigkeit.
  • Weltweit nimmt die Zahl nutzloser Pseudo-Forschungsergebnisse zu CoVID-2019 zu. Menschen mit Blutgruppe A seien besonders gefährdet, heißt es gerade. Denken Sie gar nicht weiter darüber nach.
  • Bleiben Sie zu Hause, so oft und so lange es geht.
  • Lassen Sie sich ein paar gute Bücher zuschicken und genießen Sie die Isolation. Kucharskys "The Rules of Contagion" (Dank an Lisa Nätscher) oder Domingos´ "The Master Algorithm" sind etwas für zukünftige Mitglieder unseres Teams. "SPQR" von Mary Beard ist mein persönlicher Tipp, falls Ihnen ein Kamin, ein Schaukelstuhl und ein Glas Rotwein zur Verfügung stehen.

CoVID-2019: besondere Risiken

  • In den Medien geistert seit Tagen die Behauptung herum, Ibuprofen sei gefährlich für Patienten mit CoVID-2019. Nach ein paar offensichtlichen Falschmeldungen in Sozialen Medien griffen nun sogar die FAZ und Die WELT eine entsprechende Agenturmeldung von dpa auf. Man bezog sich auf einen angeblichen Fachartikel in The Lancet, der aber nur eine Art Brief an die Herausgeber mit einem Forschungsvorschlag war.
  • Richtig ist, dass SARS-CoV-2 an ACE 2-Rezeptoren bindet. Darüber berichten wir seit geraumer Zeit.
  • Richtig ist auch, dass Patienten mit Bluthochdruck zumeist Medikamente bekommen müssen, die mit diesem Rezeptor interagieren. Hierzu gehören sowohl Ramipril als auch die in meiner Praxis bevorzugten Sartane.
  • Auch Ibuprofen interagiert mit ACE 2. Es erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass ein Agens an ACE 2 binden kann.
  • Der Brief an The Lancet enthält aber keine Warnung, sondern nur eine interessante Idee und er fordert zu Forschung auf. Der sonst so kluge Sprecher der WHO hätte das besser auch so gesagt.
  • Liebe Patienten mit Bluthochdruck meiner Praxis, während der Pandemie gehören Sie bei mir in Patientengruppe D3. Liebe Patienten, die Ibuprofen einnehmen, halten Sie sich bei Schmerzmitteln generell zurück. Lassen Sie sich aber nicht irre machen. Bangemachen gilt nicht. Vor die Schlussfolgerung haben die Götter die Forschung gesetzt.
  • Ich lobe heute Abend Die ZEIT. Sie hat besser als die anderen Zeitungen den Unterschied zwischen Vermutung und Tatsache sichtbar gemacht.

Robert-Koch-Institut erwartet katastrophale Bettensituation

  • Die ZEIT berichtete um 18.04 Uhr, aufgrund der vom Robert-Koch-Institut erwarteten Fallzahlen sei in Deutschland die Verdopplung der der vorhandenen Intensivbetten nötig. Derzeit geht man von 28000 vorhandenen Intensivbetten insgesamt aus. 25000 von diesen seien zur Beatmung von Patienten geeignet.
  • Es fehlen demnach 28000 Intensivbetten zur Bewältigung der erwarteten Patientenzahl.
  • Größere Hallen, Hotels und Rehabilitationseinrichtungen müssten außerdem "für die zahlreichen leichteren Behandlungsverläufe" aus-, auf-, und umgerüstet werden.
  • Die Schätzergebnisse des Robert-Koch-Instituts liegen damit um ein Vielfaches über unseren hier publizierten Einschätzungen.
  • Wir verweisen auf unseren Management-Plan zur Beherrschung der Pandemie.

Neue Pandemie-Strategie dringend notwendig

  • Derzeit sollen in Deutschland alle Ärzte und alle Krankenhäuser alles machen: Normalbetrieb plus Pandemie.
  • Dafür gibt es zu wenig Personal, zu wenige Schutzvorrichtungen, keine einheitlichen Ablaufpläne und zu wenig Verbrauchsmaterial.
  • Erste Krankenhäuser geben Hygieneprozeduren auf. Erste Notaufnahmen behandeln CoVID-2019-Verdachtsfälle ohne persönlichen Schutz. Handschuhe werden sogar an mancher Universitätsklinik inzwischen schon in der Mikrobiologie rationiert. Dabei haben die eigentlichen Versorgungsprobleme noch gar nicht begonnen.
  • Seit dem letzten Wochenende wenden sich Ärzte und Intensivpflegekräfte aus mehreren Kliniken in Deutschland mit erschütternden Berichten an uns.
  • In wenigen Wochen wird unser Gesundheitswesen am Ende sein, wenn der Kampf gegen SARS-CoV-2 weiterhin ohne Spezialisierung geführt wird.
  • Würde die Bundeswehr am ersten Tag eines Verteidigungsfalls alle Kräfte einsetzen?
  • Würde die Feuerwehr sämtliche Mitarbeiter in einen Brand laufen lassen?
  • Würde die Polizei einem Banküberfall mit jedwedem Uniformierten begegnen?
  • Viele Menschen werden nach unserer Einschätzung sterben, wenn wir nicht besser handeln. Auch viele Ärzte und viele Krankenpfleger werden darunter sein.
  • Das muss nicht sein. Wir unterbreiten den verantwortlichen Politikern heute zeitgleich in mehreren Ländern eine Strategie mit Aussicht auf Erfolg.
  • Die Diskussion ist eröffnet. Helfen Sie mit!

Neuigkeiten im Überblick

  • Unsere Website bildet neue Erkenntnisse der Wissenschaft schnellstmöglich ab. Nicht immer können unsere Leser das auf einen Blick sehen. Man kann ja nicht alles immer wieder aufs Neue lesen. Deshalb diese Hinweise:
  • Heute aktualisiert haben wir unsere Hinweise zur Diagnose von CoVID-2019.
  • Überarbeitet wurde auch das Management-Schema zur Pandemie, jetzt auch mit Infografik von Joy Garcia zur Vervielfältigung.
  • Noch ein Tipp: Informieren Sie sich besser nicht überall. Wer keine Website mit Impressum betreibt oder außerhalb klassischer Medien arbeitet, stellt keine allgemein vertrauenswürdige Quelle dar. Richtig gute, klassische Medien sind:
    • für Ärzte: New England Journal of Medicine, The Lancet
    • für alle anderen von uns: The New York Times, The Guardian, South China Morning Post, Neue Züricher Zeitung, Die WELT, Die Zeit, Frankfurter Allgemeine Zeitung, lokale Zeitungen
    • Soziale Medien eignen sich zur Verbreitung von Nachrichten. Zum Empfang von Informationen zur Pandemie eignen sie sich eher nicht.

Bayern verbessert das Pandemie-Management.

  • Die Landesregierung Bayerns zentralisiert das Pandemie-Management, indem sie für Bayern den Katastrophenfall ausruft. Dies bedeutet, dass die Bekämpfung der Pandemie nicht mehr in den Händen der Gesundheitsämter liegt.
  • Respekt. Das löst noch kein Problem, aber es löst eine wichtige Blockade auf.
  • Alle anderen Bundesländer sollten folgen.
  • Anschließend sollte der Bund rasch alle Kompetenzen an sich ziehen.

Halten Sie Abstand. Schützen Sie sich!

  • SARS-CoV-2 ist in Deutschland schon so weit verbreitet, dass es in diesen Tagen schwer ist, einer Infektion zu entgehen.
  • Fehler 1: offene Schulen und Kindergärten in den ersten Wochen des März
  • Fehler 2: Personal wird in unseren Krankenhäusern teilweise ohne ausreichenden Schutz zu CoVID-2019-Patienten geschickt.
  • Warum sollten Sie trotzdem zu Hause bleiben? - Die Antwort ist ernüchternd. Es ist schlicht kein Platz auf der Intensivstation. Bedenken Sie das auch beim Motorradfahren. Dies ist nicht die Zeit für das sonst übliche Risiko.
  • Wer einen Garten hat, nutze ihn. Wer nah am Wald wohnt, mag auch dort spazieren. Meiden Sie aber Begegnungen mit anderen Menschen. Bleiben Sie in Ihrem Haus, auf Ihrem Grundstück, in Ihrer Wohnung, bis Deutschland über bessere Versorgungsstrukturen verfügt.

Mitarbeiter im Gesundheitswesen: verheizt

  • Das RKI hat heute die Empfehlungen zu Hygienemaßnahmen bei der Behandlung von Patienten mit einer Infektion durch SARS-CoV-2 aktualisiert. Bei einem begründeten Verdachtsfall oder laufender differenzialdiagnostischer Abklärung sollen Ärzte Schutz­kleidung inzwischen gemäß einer Risikoabwägung anziehen. Hierbei wird die Verfügbarkeit von Schutz- und Behandlungsmaßnahmen berücksichtigt. So steht es in den ebenfalls heute aktualisierten Grundlagen für die Risikoeinschätzung des RKI. Mögliche Maßnahmen zum Ressourcen-schonenden Einsatz von Mund-Nasen-Schutz (MNS) und FFP-Masken in Einrichtungen des Gesundheitswesens bei Lieferengpässen bleiben hingegen auf dem Stand vom 20. Februar 2020.
  • Auf Deutsch: SARS-CoV-2 ist nur dann hoch gefährlich, wenn ausreichend viel Schutzausrüstung vorhanden ist. Je weniger Schutzausrüstung vorhanden ist, desto ungefährlicher ist SARS-CoV-2.
  • Haben Sie es noch nicht verstanden? - Ein Feuer ist umso gefährlicher, je besser die Feuerwehr ausgerüstet ist. Ein Feuer ist völlig ungefährlich, wenn der Feuerwehrmann nackt hinein geht.
  • Wenn Sie das nicht glauben, arbeiten Sie vermutlich nicht beim Robert-Koch-Institut.

Management der Pandemie

  • Die Bundesregierung aktiviert die Reservisten der Bundeswehr. Ärzte und Pflegekräfte werden aus dem Ruhestand geholt. Medizinstudenten sollen vorzeitig im Krankenhaus dienen. Jedes Krankenhaus und jede Arztpraxis sollen CoVID-2019 bekämpfen. Gleich zu Beginn der Krise stellt Deutschland das letzte Aufgebot. Das ist eine panische Reaktion.
  • Panik kennt jeder Schüler. Sie ist das Gefühl, das kurz vor der Klassenarbeit entsteht, wenn man von der Erledigung von Hausaufgaben und der Mitarbeit im Unterricht hartnäckig abgesehen hat. Panik ist aber immer das letzte, was in einer Krise hilft.
  • Angesichts der Bedeutung der Prüfung, die uns in den nächsten Wochen bevorsteht, stellen wir heute unseren eigenen Pandemie-Management-Plan auf Deutsch und auf Englisch online. Man kann dort per copy and paste abschreiben. Das merkt keiner. Wir sind auch nicht böse, wenn es geschieht.

Pandemie-Zwischenstand

  • Schulen, Kindergärten und Universitäten wurden erst jetzt geschlossen. Das war fahrlässig. Das wird viele Menschenleben kosten.
  • Es darf keine "Notbetreuung" für Kinder von Angehörigen des Gesundheitswesens oder anderer für die Infrastruktur wichtiger Berufsgruppen geben. Das sind keine Kinder zweiter Klasse und sie sind auch infektiös. Im Dienst tragen ihre Eltern Schutzkleidung, anschließend nehmen sie ihre KiTa-Kinder in den Arm. Falsche Scheinlösungen ersetzen keine Strategie. Kollegen, Pflegekräfte: holt Eure Kinder nach Hause. Organisiert die Betreuung in Kleingruppen innerhalb der Nachbarschaft. - Politiker: Hört mit Scheinlösungen auf. Wir verlieren nur Zeit.
  • Die Bevölkerung Deutschlands wurde zur Selbstisolation aufgefordert.
  • Noch gibt es aber kein Pandemie-Management-Konzept.
  • Deutschland reagiert extrem langsam, extrem spät, zäh und zögerlich.
  • Aufgrund der Falschinformationen (harmlos, nicht schlimm, haben alles im Griff) der letzten Wochen, ist vielen Menschen der Ernst der Lage noch immer nicht bewusst.
  • Drei von vier Menschen aus einer beliebigen Gruppe werden sich infizieren.
  • Zwei davon werden krank.
  • Einer von ihnen wird schwer krank.
  • Das wird in den nächsten Tagen noch nicht in jeder Nachbarschaft sein. Aber es wird in den nächsten Wochen schlagartig geschehen. Niemand kann genau sagen, wann.
  • Bleiben Sie ab jetzt so lange und so oft wie möglich zu Hause.

Kritische Zahl an Infizierten erreicht

  • Dem römischen Kaiser Nero wurde angekreidet, er habe - als Rom brannte - die Fiedel gespielt. Immerhin hat er nie behauptet, Feuer sei gar nicht so schlimm. Er hat auch die Kinder Roms nicht in die Flammen geschickt, etwa, weil sie schlechter oder erst später oder seltener brennen würden als Erwachsene oder, weil ihre Eltern sonst der Wirtschaft nicht zur Verfügung stehen.
  • Viele unserer Politiker, Leiter von Gesundheitsämtern und sogar ein paar Vertreter von Ärzteverbänden spielen auch jetzt noch die Fiedel. Sie tun nicht, was getan werden muss.
  • Viele Kultusminister und viele Schulamtsleiter schicken unsere Kinder noch immer in Schulen. Die Kinder nutzen auf ihrem Weg dorthin den öffentlichen Nahverkehr. Unsere Kinder und unsere Lehrer werden damit zu Fackeln eines Brands, den niemand mehr löschen kann. Für Erzieher und Kindertagesstätten-Kinder gilt das analog.
  • In dieser Zeit der Not fehlt in Deutschland an vielen Stellen ein Helmut Schmidt.
  • Uns allen bleibt nur noch der Eigenschutz. Auch er wird nicht lange sicher sein.
  • Für alle Patienten D4, D3, D2, und D1 gilt ab der kommenden Woche ein gemeinsamer Warnaufruf.
  • Halten Sie voneinander Abstand, aber halten Sie zusammen!
  • Weder Heldentaten noch Panik nutzen uns jetzt.
  • Melden Sie sich bei allen Krankheitszeichen bei uns. Bleiben Sie zu Hause, so oft und so lange Sie können.
  • Patienten der Kategorie D4 sollten sich im Bürgeramt melden, wenn ihnen Lebensmittel fehlen und niemand diese besorgen kann.
  • Verfolgen Sie täglich diesen Blog und lesen Sie unsere Informationen zum Praxisbetrieb während der Pandemie.

Unterstützung erbeten: Informationen zur Pandemie

  • Die tägliche Sichtung mehrerer Fachzeitschriften und mehrerer Tageszeitungen auf Englisch, Deutsch und Chinesisch erfolgt bei uns in einem sehr kleinen Team von Menschen, die eigentlich mittelständische Betriebe oder Arztpraxen führen.
  • Was wir im Laufe des Tages und am Abend lesen, wird in der Nacht mit der Hilfe von Suchmaschinen verifiziert. Frühmorgens, weit vor Sonnenaufgang, beginnt die Redaktionsarbeit.
  • Wenn Sie hier Nachrichten lesen, sind wir längst wieder für unsere Kunden und für unsere Patienten unterwegs.
  • All das leisten wir ehrenamtlich, weil wir der Meinung sind, dass in der Krise der Epidemie jeder für die Gesellschaft leisten soll, was er am besten kann.
  • Was wir tun, trägt langsam Früchte, wie wir anhand der Zugriffszahlen auf unsere Website sehen.
  • Helfen Sie uns. Wir brauchen derzeit am meisten die Unterstützung von Statistikern, Verwaltungsjuristen, Ärzten - und von Menschen, die Chinesisch, Koreanisch, Farsi oder Italienisch sprechen.
  • Wir versprechen: wenig Nachtschlaf, keine Bezahlung, dafür aber Informationen, die es sonst erst zwei Tage später gibt. Und wir versprechen, dass das, was Sie tun, wirklich wichtig ist.

Informationen für Ärzte und für Sie

Kapitän, gehen Sie sofort wieder an Bord!

  • In den Medien tauchen in den letzten Tagen immer wieder Verantwortungsträger auf, die vor ihrer Verantwortung flüchten.
  • Sie reden CoVID-2019 schön, stellen die Erkrankung wider besseren Wissens als harmlos dar. Berühmte Amtsleiter von Gesundheitsämtern, hochbezahlte Vorsitzende von Ärztevereinigungen, Wirtschaftslobbyisten. Sie sind alle dabei. Mancher von Ihnen brüstet sich sogar noch damit, dass er gerade Gast einer Massenveranstaltung war.
  • Erinnern Sie sich noch an das Kreuzfahrtschiff Costa Concordia? Der feine Herr Kapitän ging als einer der ersten von Bord.
  • Genau das tun jetzt bemerkenswert viele unserer gewählten und bestimmten Anführer.
  • Wenn Sie einen von ihnen treffen, halten Sie es wie damals der italienische Hafenkommandant. Weisen Sie Ihren Ärztevertreter, Ihren Politiker, Ihren Verantwortlichen an: "Sie gehen jetzt wieder auf Ihr Schiff und sie kommandieren die Evakuierung! Jetzt! Sofort!"
  • Fragen Sie Ihren Bundestagsabgeordneten, warum das Infektionsschutzgesetz (IfSG) nicht geändert werden kann.
  • Fragen Sie Ihren Landrat, wo die Fieberklinik Ihres Landkreises ist, wo die CT-Strecke, wo das Isolationszentrum, wo das SARS-CoV-2-Labor.
  • Fragen Sie Ihren Bürgermeister nach dem Pandemieplan für Ihren Ort.

Recherchen und Überraschungen

DeStatis hat seit 2017 keine vollständigen Behandlungszahlen mehr veröffentlicht. Laut Deutscher Krankenhausgesellschaft hat das Statistische Bundesamt „die Statistik umgestellt“. Kein Mensch weiß seither, wie viele Patienten pro Jahr in Deutschland in wieviel echten Intensivbetten behandelt werden können. Ich habe gerade mit einem Italiener in Rom telefoniert, der hofft, Deutschland werde es nicht so schlimm treffen wie Italien, weil „Deutschland viel gründlicher und strukturierter“ sei. Sicher ist das nicht.

Informationen für Ärzte

  • Heute Abend stellen wir eine Reihe von Informationen für Ärzte bereit.
    • Krankheitsbild
    • Differentialdiagnosen
    • Fallgruppen
    • früh auftretende Indikatoren schwerer und kritischer Verläufe
  • Werfen Sie auch einen Blick in unsere Daten zur Pathologie.

Was kann man wirklich tun?

  • Viele Menschen haben mich heute gefragt, was sie wirklich tun können. An vielen Einzelbeispielen haben wir diskutiert, was für uns Einzelne sinnvoll ist. Einen Teil dieser Diskussionen habe ich in einem Leitfaden zusammengefasst.

Erkenntnisse zur Pathologie von CoVID-2019

  • Fridays for Future. Sundays for Science.
  • Heute gab es für mich nach dem Frühstück Fachliteratur, die sogar für Ärzte schwer verdaulich ist.
  • Beispiel: die Pathologie von CoVID-2019. Das sollten Laien nicht lesen.
  • Nach dem Mittagessen gab es Rechtsvorschriften.
  • Beispiel: die Falldefinition des Robert-Koch-Instituts. Wenn Sie Informatiker sind, lesen Sie das auf keinen Fall.

keine harmlose Krankheit - viele Todesfälle abzusehen

Auch Prof. Dr. Christian Drosten von der Charité hat jetzt nochmals vor einer verheerenden CoVID-2019-Welle in wenigen Woche gewarnt.
Auch er forderte die sofortige Aufstockung der Zahl der Intensivbetten.
  • „Im Herbst wird es kritisch, das ist klar. Dann wird es in den Kommunen zahllose unerkannte Fälle geben, weil die Gefahr im Sommer aus dem Blick gerät“, sagte er der Neuen Osnabrücker Zeitung. „Ich erwarte dann eine schlagartige Zunahme der Corona-Fälle mit schlimmen Folgen und vielen Toten.“
  • „Wir müssen jetzt mit Hochdruck mehr Kapazitäten an Intensivbetten schaffen, sonst wird es zu schwierigen Entscheidungen kommen“, verlangte Drosten. „Wen wollen wir dann retten, einen schwer kranken 80-Jährigen oder einen 35-Jährigen mit einer rasenden Viruspneumonie, der binnen Stunden sterben würde und bei künstlicher Beatmung binnen vier Tagen über den Berg wäre?“, fragte Drosten. „Vieles spricht dafür, dass es solche Fälle geben wird, in denen auch in Hubschrauberreichweite kein Gerät bereit wäre“, warnte er: „Das ist kein Alarmismus, der mir manchmal vorgeworfen wird. Das sind keine Horrorszenarien, sondern wird Realität werden, wenn es zu einer schnellen Ausbreitung kommt.“
  • „Es ist nicht mehr angebracht, die Lage zu verharmlosen. Wir stehen vor einer bislang nicht gekannten Bedrohungslage und können nicht absehen, was das bedeutet. Wir haben jetzt noch etwas Zeit für Planungen und Investitionen, die wir nicht vertrödeln dürfen. Wir müssen verdammt aufpassen.“

Im Gegensatz zu Prof. Drosten glaube ich nicht, dass es im Sommer eine Verminderung der Infektionsausbreitung geben wird. Im Iran breitet sich das Virus gerade bei 25°C und Sonnenschein aus.

Konsequenzen der Unterlassungen

  • Wir wollten Ihnen an diesem Wochenende mehr über die Ergebnisse und über die notwendigen Schlussfolgerungen der China-Inspektion der WHO erzählen. Wir müssen dies zurückstellen.
  • Da Schule und Kindergärten aus wirtschaftspolitischen Gründen geöffnet bleiben und da sogar die Absage vieler Großveranstaltungen unterbleibt, werden wir uns zunächst auf die Darstellung der Konsequenzen dieses Vorgehens für Deutschland konzentrieren.
  • Wir werden Ihnen in einem kontinuierlich erweiterten Beitrag sagen, welche zusätzlichen Ressourcen infolge der derzeitigen Unterlassungen im Herbst 2020 und in den zwei Jahren danach erforderlich sind.
  • Die Hoffnung, die wir damit verbinden, ist: Ein Entscheidungsträger unter unseren Lesern wird vom Blitz der Erkenntnis getroffen und sorgt für die Ausbildung von etwa 1000 Intensivpflegekräften in den nächsten vier Monaten in einem ebenfalls höchst intensiven Programm.
  • Patienten, die nicht gut schlafen, wenn sie das lesen, beachten bitte einfach nur unsere Hinweise zu SARS-CoV-2 und CoVID-2019.
  • Wer ihn noch nicht kennt, mache sich bitte auch mit unserem Praxisbetrieb während der Epidemie vertraut.

Kassenpraxen frei von SARS-CoV-2

  • Hessische Kassenärzte müssen Patienten mit Sorgen wegen SARS-CoV-2 ab dem 09.03.2020 nicht mehr in ihren Praxen behandeln. Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen und das Hessische Sozialministerium einigten sich auf die Einrichtung mehrerer zentraler Anlaufstellen, die für die Kassenärzte im Rahmen des Sicherstellungsauftrags der KV für alle Patienten geöffnet werden.
  • Maßnahmen und Methoden selbst ändern sich nicht.
  • Es werden lediglich die Kassenpraxen entlastet, was natürlich sinnvoll ist. Die Eindämmung einer Epidemie bei gleichzeitiger Gefährdung der Praxen war unmöglich.

SARS-CoV-2: Pläne zur Eindämmung nicht mehr umsetzbar

  • Nachdem bereits mehrere Leiter von Gesundheitsämtern ihre Bemühungen um die Klärung von Infektionsketten auf gegeben haben, scheren auch immer mehr Krankenhäuser aus den Pandemie-Plänen des Robert-Koch-Instituts aus. Speziell in Aachen und in Berlin nimmt man es mit der Gefahr einer Infektion von Patienten im Krankenhaus nicht mehr so genau. Sogar Prof. Dr. Christian Drosten von der Berliner Charité hält die Pläne des RKI für nicht mehr durchführbar.
  • In der Tat steckt die deutsche Reaktion auf die Pandemie voller Widersprüche.
  • Isoliert wird bereits, wer auch nur einer Verdachtsperson begegnet ist.
  • Abstriche werden in Ganzkörperschutzanzügen gemacht.
  • Schleusen zur An- und Auskleidung von Schutzanzügen gibt es außerhalb von OP-Trakten aber nicht.
  • Gesichtsschutz für Pflegekräfte ist kaum noch verfügbar.
  • Der Bundesgesundheitsminister rät von Reisen "in bestimmte Gebiete von Nordrhein-Westfalen" ab.
  • Über die Bedeutung von SARS-CoV-2 und das CoVID-2019-Krankheitsbild besteht unter den erklärten Experten weitgehend Uneinigkeit.
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