Wo ist der Impfstoff?

Liebe Patienten,

wir erhalten derzeit weit mehr Anfragen zu
Schutzimpfungen gegen SARS-CoV-2, als wir einzeln beantworten können. Deshalb hier: Wir werden Sie impfen, sobald uns erlaubt wird, Impfstoff zu kaufen. Wir werden Sie im Rahmen der bedingt erteilten Zulassungen versorgen, adaptiert auf Ihr individuelles Risiko. Nicht jeder braucht einen Integralhelm und einen feuerfesten Ganzkörperanzug im Auto, mancher schon. Wir kennen Ihre Lebenssituation und Ihre Gesundheitsgeschichte. Das nutzen wir, so dass daraus Ihr Vorteil wird. Verfolgen Sie neben den vollmundigen Ankündigungen einiger Politiker in den nächsten Wochen bitte auch diesen Blog. Hier erfahren Sie zuerst, ob es überhaupt stimmt, dass Hausärzte impfen dürfen und dass es Impfstoff gibt.

Herzliche Grüße,

Dr. Wolfgang Stock

Wir könnten impfen.

  • In den USA darf der Impfstoff von BioNTech und Pfizer ab sofort bis zu zwei Wochen lang bei den Temperaturen eines normalen Gefrierfachs transportiert und gelagert werden. Bisher musste das bei minus 80 bis minus 60 Grad Celsius geschehen. Nun sind - für längstens zwei Wochen - Transport und Lagerung auch im Temperaturbereich von minus 25 bis minus 15 Grad erlaubt.
  • Wie bisher ist es zudem zulässig, den Impfstoff bis zu fünf Tage lang bei Kühlschranktemperatur aufzubewahren, bevor er verwendet wird.
  • Schon nach der Beantragung der neuen Genehmigung vor einer Woche hatten wir uns um den SARS-CoV-2-Impfstoff von Pfizer bemüht. Man schätze unsere Bemühungen, hieß es bei BioNTech. Leider dürfe der Impfstoff in Deutschland nur an Behörden verkauft werden.
  • Wir wären zwar flexibel, schnell und startklar gewesen. Zu einer Behörde macht uns das natürlich nicht. Außerdem sind wir nicht in den USA.

China macht dicht.

  • China riegelt sich und die Bewohner seines Landes fast vollständig gegen Menschen aus anderen Ländern ab.
  • "Von allen Fluggästen, die nach China einreisen", so das Auswärtige Amt, "werden negative Nukleinsäure- und IgM-Antikörper-Testergebnisse verlangt. […] Der Testzeitpunkt darf vor Abflug höchstens 48 Stunden zurückliegen. […] Es werden nur Testergebnisse mit venös entnommenem Blut akzeptiert. Schnelltests sind nicht ausreichend."
  • "Alle aus dem Ausland einreisenden Personen werden, unabhängig von ihrer Nationalität, an dem Erstankunftsort auf COVID-19 getestet und einer mindestens 14-tägigen Quarantäne in zentralen Einrichtungen unterworfen. Die Provinz des innerchinesischen Zielorts kann davon abweichende Regelungen vorsehen, wie z.B. zusätzliche Quarantänezeiten im Anschluss an den o.g. Zeitraum oder die Möglichkeit einer Heimquarantäne. Anfallende Kosten für Quarantäne-, Test- und sonstige Maßnahmen müssen selbst getragen werden."
  • Das Bundesaußenministerium benennt "teils gravierende, staatlich angeordnete medizinische Maßnahmen. Das gilt insbesondere für Personen mit auskurierter COVID-19-Erkrankung." […] "Personen mit auskurierter COVID-19-Erkrankung werden, trotz negativer PCR- und IgM-Antikörpertests und grünem QR-Code, bei Einreise in sofortige mehrwöchige Krankenhausquarantäne überführt und weitreichenden Untersuchungen unterzogen. Dies kann auch Personen betreffen, die aufgrund einer unentdeckten Erkrankung an COVID-19 noch Antikörper aufweisen. Gleiches kann für Personen gelten, die mit demselben Flug eingereist sind wie eine Person, die z. B. im Anschluss positiv auf COVID-19 getestet wird. Medizinische Maßnahmen der chinesischen Seite sind invasiv und beinhalten neben teils täglichen Blutentnahmen häufig auch Computertomografie-Aufnahmen. Erst wenn die behandelnden Stellen von einer Genesung ausgehen, kann die reguläre Zentralquarantäne mit weiteren Testungen angetreten werden. Bei erneutem Verdacht erfolgt die sofortige Rückverlegung in die Krankenhausisolation."
  • Chinesische Regelungen sähen vor, "dass Minderjährige im Fall einer positiven Testung nach Einreise nicht von ihren Eltern im Krankenhaus betreut und besucht werden dürfen." Kleinkinder würden zwar in der Regel bei einem Elternteil untergebracht. Kinder ab 14 Jahren könnten aber jederzeit isoliert von den Eltern untergebracht werden. Die Quarantänebedingungen in den Hotels, insbesondere das strikte Verbot des Verlassens des Zimmers über einen Zeitraum von zwei Wochen, bezeichnet das Auswärtige Amt besonders für Kinder und ältere Menschen als belastend.
  • Zu den invasiven Maßnahmen, so die Frankfurter Allgemeine Zeitung, zählten "Rektaltests, die nun routinemäßig bei Einreisen nach Peking zur Anwendung kommen. Dafür müssen die Betroffenen vor den Testern die Hosen runterlassen, falls diese sich nicht mit Stuhlproben begnügen."
  • Manche der genannten Maßnahmen kann man getrost als Mangel an Gastfreundschaft betrachten. Sie zeugen aber auch vom Respekt der Behörden vor SARS-CoV-2 und sie sind Zeichen großer Angst vor den Virus-Varianten aus Brasilien, Großbritannien und aus Südafrika.
  • Bei uns gibt es keinerlei Maßnahmen dieser Art. Es gibt aber unzählige Erkrankte und sehr viele Tote. Der Tagesspiegel spricht in diesem Zusammenhang heute von "westlicher Arroganz".

AstraZeneca

  • Der Einsatz von Impfstoffen gegen eine Infektionskrankheit will wohl erwogen sein. Impfstoffe müssen wirksam sein. Sie sollen wenig schädlich sein. Man braucht zu Beginn einer Impfkampagne hinreichend viele Dosen davon. Man muss möglichst weltweit und gleichzeitig impfen, wenn man die Entstehung resistenter Varianten des bekämpften Erregers verhindern will.
  • Hält man sich an diese Grundsätze nicht, erzeugt man mehr Schaden beim Einsatz von Impfstoffen, als zuvor vorhanden war.
  • Der Einsatz des Impfstoffs von University of Oxford und AstraZeneca ist bereits obsolet. Er wirkt nicht gegen die sogenannte Südafrika-Variante von SARS-CoV-2. Diese wird uns in ein paar Monaten ernsthaft bedrohen.
  • Mehrere Ausbrüche gab es inzwischen auch bei Menschen, die sich mit dem Impfstoff von BioNTech und Pfizer impfen ließen. Er scheint gegen die weit verbreitete Britische Variante nur begrenzt wirksam zu sein.
  • Ich empfehle derzeit, den Impfstoff von AstraZeneca nicht mehr zu verwenden. Es ist völlig unklar, ab wann ein Mensch gefahrlos mit einem alternativen Impfstoff gegen SARS-CoV-2 geimpft werden kann. Schwer zu beurteilen sind die Daten zum russischen Impfstoff Sputnik V. Gar nicht nachvollziehen kann ich die Daten der drei Impfstoffe rein chinesischer Produktion.
  • Wer dringend geimpft werden möchte, greift derzeit am besten auf die Präparate von BioNTech oder Moderna zurück.

Ruhe vor dem Sturm

  • Nichts half so sehr gegen die Verbreitung von SARS-CoV-2, wie das Ende des Präsenzunterrichts in Deutschlands Schulen im Dezember 2020. Seither nahm die Zahl der neu Erkrankten ab. Die Schulen, und mit ihnen der öffentliche Nahverkehr, waren in Deutschland der maßgebliche Treiber der Pandemie.
  • Die meisten Schüler sind mit dem schulgestützten Unterricht zu Hause gut bedient. Von den psychiatrischen Schülerproblemen der Boulevardblätter ist in der Realität nichts zu sehen.
  • Von den Kultusministern sieht man allerdings auch nichts. Medienbeiträge pädagogischer Hochschulen zur Entwicklung einer nachhaltigen Mischung aus Unterricht in Schulgebäuden und Unterricht zu Hause sind weit und breit nicht in Sicht. Fast nirgendwo kam es in den letzten Wochen zur Ausstattung von Schulen mit technischem Schutz vor SARS-CoV-2.
  • Inzwischen halluzinierten Berliner Minister schon wieder Schulöffnungen.
  • Im Januar 2021 gab es mehr infizierte Erzieherinnen in Kitas als infizierte Pflegekräfte im Krankenhaus.

Kapitulation der Unvernunft

  • Vom kommenden Montag an sind Schüler in Hessen infektiös. Minister Lorz lässt sie ab Klasse 7 nicht mehr in die Schulen und er hält sie von Schulbussen fern. Die Abschlussklassen werden in der Schule in Zukunft mit gebührendem Raumangebot unterrichtet. Schüler der Klassen 1 bis 6 sollen möglichst zu Hause unterrichtet werden.
  • Den Schülern wird dadurch kein Nachteil entstehen. Man wird in den Schulen das Gleiche vermitteln wie über das Internet. Vor zwei Wochen noch war das unmöglich.
  • Wir könnten uns freuen. Unsere Kinder sind keine Infektionsbrücken mehr. Schüler und Lehrer sind nicht mehr ungeschützt in Gefahr.
  • Wir könnten aber auch weinen. Wie viele Menschen sind gestorben, weil die Schulen bislang ungeschützt Infektionsraum gewesen sind? Tausende wurden infiziert und fürs Leben geschädigt, weil die Kultusminister wissentlich falsch behaupteten, Kinder seien nicht gefährdet und nicht infektiös. Schulen, hieß es wissenschaftswidrig, wären unbedeutend in der Pandemie.
  • Es würde viel zu verzeihen geben, hat Bundesminister Spahn gesagt. Ob verziehen werden kann, hängt davon ab, wie lange ab jetzt Wahrheit über politischer Lüge und Vernunft über Unvernunft stehen.

Kritische Phase der Pandemie

  • SARS-CoV-2 lässt sich mit den Methoden der westlichen Länder nicht mehr aufhalten. Aber selbst China kann sich nicht mehr lange sicher vor der Rückkehr größerer Virusmengen sein. Allzuschnell schreitet die Ausbreitung des Erregers derzeit voran.
  • In politischer Not lassen immer mehr Staaten vielversprechende, aber noch nicht vollständig geprüfte Impfstoffe zu.
  • Noch immer fehlt jede Strategie. In kleinen Volksgruppen tritt die Menschheit gegen den global aktiven Erreger an.
  • Den größten Beitrag wissenschaftlicher Erkenntnisse liefert übrigens nicht Deutschland. Großbritannien hält unter allen westlichen Ländern noch am erkennbarsten die Fahne der Wissenschaft hoch. Originalliteratur liest man aber längst nicht mehr nur auf Englisch. Chinesisch wird immer wichtiger.
  • Deutschland liegt nur in puncto sinnlose Vorschriften auf Weltrang 1. Man findet insgesamt nicht einmal zehn sinnvolle Fachblogs in deutscher Sprache zur Corona-Pandemie. Nicht viele Professoren in Deutschland sind in der Krise überhaupt wissenschaftlich produktiv. Wir sollten uns nicht nur vor dem Virus fürchten. Gefährlich für unsere Zukunft sind auch wir Deutsche selbst. Nicht alle? Sie nicht? Zum Glück.

Kontrolle gewinnen

  • Eine ganze Reihe von Wissenschaftlern hat gestern dazu aufgerufen, die Zahl der täglich neu Infizierten europaweit zu senken. Ziel müsse sein, diese Zahl auf 10 pro 1 Million Einwohner zu drücken. Die Kollegen halten wie wir für richtig, schnellstmöglich aus der Phase der Dekompensation zurück in die Phase des Kontrollversuchs zu kommen. Zu den Unterzeichnern gehören nicht Herr Prof. Dr. Dr. Gottschalk vom Gesundheitsamt in Frankfurt, Dr. Gassen von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, nicht Prof. Dr. Streeck und auch nicht Prof. Dr. Schmidt-Chanasit.
  • Das öffentliche Leben muss zunächst europaweit einige Wochen lang fast zum Stillstand gebracht werden. In dieser Zeit müssen Schulen, Kindertagesstätten und Verkehrsbetriebe technischen Schutz erhalten.
  • Es bedarf einer klaren Strategie und einer transparenten Kommunikation.
  • Kehren wir in Europa nicht oder nicht gemeinsam in die Phase des Kontrollversuchs zurück, werden wir auch mit Schutzimpfungen im Winter 2021/2022 wieder vor den gleichen Problemen stehen.

Hoffnung im Desaster

  • Für den Fall der Dekompensation haben wir bereits im Frühjahr ein Management-Schema vorgeschlagen, durch das die Zahl der neuen Infektionen drastisch gesenkt werden kann. Es erlaubt ferner den Betrieb der Krankenhäuser im Normalbetrieb. Behandlungen von Nicht-Corona-Erkrankungen müssen nicht verschoben werden.
  • Mindestens so wichtig wie die Trennung von Regelbetrieb und Pandemiebetrieb in der Medizin ist aber die Anpassung der Gesellschaft an die Pandemie. Es bringt nichts, Schulen und Kindergärten einfach nur zu schließen. Die Art des Unterrichts muss angepasst werden. Der Traum von einer Rückkehr in den Lebensmodus von 2019 wird sich auch beim Einsatz erster Impfstoffe als Illusion entpuppen. Die Pandemie dauert, gleiches Regierungshandeln vorausgesetzt, noch annähernd fünf Jahre lang. Jedes Beharren ist falsch. Jede Anpassung lohnt.

Dezember der Dekompensation

  • Für Patienten, die mit Lungenerkrankungen zu versorgen sind, stehen in der Wetterau aber auch in Gießen kaum noch Intensivbetten zur Verfügung.
  • Das Gesundheitsamt kümmert sich nicht mehr um seine Schulen. Die Schulleiter sind in Eigenverantwortung allein gelassen, obwohl nicht sie, sondern allein der Amtsarzt aufgrund des Infektionsschutzgesetzes die Befugnis hat, Klassen oder Schulen zu schließen, wenn Gefahr droht. Inzwischen informiert das Gesundheitsamt nicht einmal mehr unsere Schulen. Die Schulleiter informieren - im Nebel stochernd - das Gesundheitsamt über Fälle und Verdacht. Unser Kreisgesundheitsamt ist für die Schulen faktisch nicht mehr existent.
  • Technischer Schutz wird den Schulen von den Schulbehörden und ihren politischen Anführern verweigert. Pädagogische Pläne des Kultusministers für werthaltigen Pandemie-Unterricht existieren nicht.
  • Der November-Lockdown hat erwartungsgemäß keine Welle gebrochen. Unsere Bundesregierung und die Landesregierungen haben noch immer keine Strategie.
  • Seit Oktober ist zu befürchten, dass wir Anfang Dezember 2020 in Deutschland in die Pandemie-Phase der Dekompensation übergehen.
  • Trotzdem wird niemand eine Schule schließen. Niemand wird den öffentlichen Nahverkehr stoppen. Ein Gewirr aus Feigheit, Verantwortungslosigkeit und Vorschriften verhindert das.
  • Lehrer und Schüler werden weiter in ihre Klassen gehen, weil sie müssen, voller Angst.
  • Kein Politiker hat den Mut, sein Versagen zu bekennen und den Befehl zum Rückzug zu geben. Uns bleibt nur Schiller: "Wanderer, kommst du nach Sparta, verkündige dorten, du habest uns hier liegen gesehn, wie das Gesetz es befahl."

Medien

  • In der Rhein-Main-Zeitung der FAZ lasen wir heute, zwei Wiesbadener Fachhochschullehrer hätten nachgewiesen, das Stoßlüften sei zehn- bis achtzigfach wirksamer als "ein zuvor dokumentierter Einsatz einer maschinellen Luftfilterung". Äpfel wurden anscheinend mit Birnen verglichen. Fazit: Äpfel wirken viel schneller.
  • Ich will mich nicht nochmals zu Pseudoforschung und schlechtem Journalismus äußern. Die beiden Professoren haben sicher getan, was mit ihrer Forschungskraft möglich war.
  • Weil ich die Frankfurter Allgemeine Zeitung aber gestern so gelobt habe, sei präzisiert: Die überragende Qualität der Corona-Berichterstattung der FAZ beruht im Wesentlichen auf dem Team um Joachim Müller-Jung und Dr. Sibylle Anderl aus dem Feuilleton der FAZ. Diese Gruppe liefert wissenschaftlich fundierte Berichte. Sie legt ihre Quellen offen. Sie berichtet erstaunlich schnell und journalistisch sauber über Qualitätsforschung. Ehre, wem Ehre gebührt!

Studien

  • Medizinische Studien zu lesen, ist schwer. Da wundert es nicht, dass gern einmal eine Pressemitteilung anstelle der Studie selbst gelesen wird.
  • „Das Risiko, dass sich Kinder in Kitas und Schulen unbemerkt mit dem Coronavirus infizieren und das Virus weitertragen, sei [..] geringer als angenommen“, zitiert die eigentlich gründliche FAZ heute die Passauer Neue Presse. Leider ist das ein ungültiges Zitat.
  • Tatsächlich gibt es die beschriebene Studie noch gar nicht. Eine Studie ist abgeschlossen mit einer Publikation in einer renommierten Fachzeitschrift. Dieser Publikation geht immer eine strenge Prüfung durch Fachkollegen der berichtenden Forscher voraus.
  • In Passau hat man erst einmal nur Daten zusammengetragen. Deren Auswertung möchte man heute Nachmittag vorstellen. Die Fragestellung der Kollegen lautet übrigens nicht, wie gefährlich Kitas und Schulen sind, sondern, wie wahrscheinlich es ist, dass Kinder und Jugendliche (in dem Alter, in dem man typischerweise eine Kita oder eine Schule besucht) unbemerkt von SARS-CoV-2 angesteckt worden sind.
  • Warten wir also erst einmal ab, ob die heutige Auswertung überhaupt jemals in eine namhafte Fachzeitschrift gerät. Und dann lesen wir gründlich, ob das eine prospektive oder eine retrospektive Erhebung war, ob die Studienteilnehmer randomisiert oder durch einen Bias verzerrt in die Studienpopulation gelangten. Prüfen wir, ob die Schlussfolgerungen der Studie aus der Arbeit überhaupt abzuleiten waren. Betreiben wir etwas Biometrie.
  • Wir werden demnächst einmal gründlich darlegen, was eine gute medizinische Arbeit ausmacht, unabhängig von ihrem Resultat.
  • Die Frankfurter Allgemeine Zeitung gehört übrigens in Sachen Corona neben der New York Times zu den weltweit besten Tageszeitungen am Markt.

Schutz durch Technik im Schulbetrieb

Virus mit Moral

Wir haben gestern staunend gelernt, dass SARS-CoV-2 vom 2. November an Menschen in Gaststätten und Kirchen befallen, Schüler und Lehrer an deutschen Gymnasien aber verschonen wird. Es wird im November 2020 gefährlich sein, wenn Menschen aus mehr als zwei Hausständen gemeinsam öffentlich zusammen sind, es sei denn, sie befänden sich auf dem Schulweg in Bus oder Bahn. Das Virus schlägt zu, wenn im privaten Bereich mehr als 10 Menschen beisammen sind. Im Klassenraum wird das nicht so sein. Im Krankenhaus werden Ärzte und Pfleger trotz FFP3-Maske infiziert werden. In der Schule bietet jedwede Maske aber vollständigen Schutz.

SARS-CoV-2 hat also Moral. Ich gestehe, ich wusste das nicht. Wir müssen hoffen, dass das Virus immer genau erkennt, mit welcher Absicht und wozu wir im November unterwegs sind. Das fällt ja sogar dem Finanzamt schwer.

Die Pressekonferenz der Bundeskanzlerin ließ Fragen offen: Sind Schüler, die ihre Hausaufgaben vergessen haben, eigentlich auch von einer Alltagsmaske geschützt, oder fällt deren Kontakt zu den Mitschülern in den privaten Bereich? Was ist, wenn im Bus unerkannt eine Person mitfährt, die gar nicht aus der Schule, sondern von einer Party kommt?

Wir selbst kommen - schon wegen dieser Grenzfragen - gar nicht um die Unterstützung des Virus bei seiner Arbeit herum.

Damit beginnt der ernstere Teil: Bitte zögern Sie nicht bei der Mitteilung eines positiven Testergebnisses. Lassen Sie Klassenlehrer oder die Schulleitungen oder mich ganz schnell wissen, dass in Ihrem Haushalt eine Person positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurde, falls dies so ist.

Es kann jeden von uns treffen. Infektionen mit SARS-CoV-2 sind keine Schande, die man verschweigen muss.

Wir müssen uns als von der Schule Betroffene selbst und gegenseitig schützen. Warten Sie nicht auf das Gesundheitsamt! Die offiziellen Regeln und die Behörden helfen uns ab November 2020 nicht mehr. Die eigentliche Schande ist, wie fahrlässig man Schüler und Lehrer Risiken aussetzt, die man außerhalb der Schule für nicht mehr vertretbar hält.

Bitte lassen Sie keines Ihrer Kinder zur Schule gehen, falls auch nur eine einzige Person Ihres Haushalts eine Quarantäneauflage oder eine Isolationsanordnung erhalten hat. Gehen Sie in diesem Fall auch selbst nicht zum Unterricht.

Angesichts des fehlenden technischen Schutzes vor Infektionen in der Schule und angesichts der offensichtlichen Überforderung der zuständigen Behörden wäre ab November der Präsenzunterricht nicht mehr zu verantworten, sobald auch nur ein einziges Kind einer Klasse oder eines seiner Haushaltsmitglieder mit dem neuen Coronavirus infiziert ist.

Was Deutschland hilft

Die für heute geplanten Beschlüsse der Regierungen von Bund und Ländern bedeuten das faktische Aus für die Schule Pestalozzis und den öffentlichen Nahverkehr.

In der Beschlussvorlage des Bundes für die Videokonferenz von Kanzlerin Dr. Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder heißt es, der gemeinsame Aufenthalt in der Öffentlichkeit deutschlandweit solle nur noch Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes gestattet sein.

So funktioniert ein Schulbus nicht.

Vielleicht gilt die Beschlussvorlage aber für Schüler und Arbeitnehmer nicht. In diesem Fall wäre eine Art Nichtangriffspakt mit
SARS-CoV-2 nötig, der den Befall von Schülern und Arbeitnehmern in Deutschland ausschließt. Vielleicht sitzt das Virus ja bereits in der um 13.00 Uhr beginnenden Videokonferenz.

Die Beschlüsse bedeuten auch das Aus für weite Teile der Gastronomie. Sie gelten für ausnahmslos alle der gut kontrollierbaren Restaurants. Prof. Karl Lauterbach hat bereits gefordert, auch das Grundrecht der Unverletzlichkeit der Wohnung aufzuheben. Er will kontrollieren lassen, ob es außerhalb der geschlossenen Restaurants zu privaten Bewirtungen kommt.

Was insgesamt wie eine Comedy anmutet, ist ein ernst gemeinter Versuch der Regierenden, die Verbreitung des Virus einzudämmen. Natürlich geht das so nicht. Was heute beschlossen wird, erzeugt allenfalls Verdruss. SARS-CoV-2 beeindrucken derartige Beschlüsse nicht.

Schulen schließen: sofort!

SARS-CoV-2 ist ein Krankheitserreger der höchsten Kategorie 4 (von 4) der WHO. In Europa erleben wir gerade die zweite Welle einer Pandemie durch SARS-CoV-2. Auch in Deutschland steigen die Infektionszahlen exponentiell an.

SARS-CoV-2 verbreitet sich durch Tröpfchen beim Spucken, durch Aerosole beim Atmen und als Schmierinfektion. Sperrstunden und Reisebeschränkungen werden verfügt. Im Krankenhaus traten in den letzten Wochen drastische Besuchsbeschränkungen in Kraft. Der Landrat des Wetteraukreises hat Mitte Oktober per Allgemeinverfügung angeordnet, dass sogar während des Unterrichts in Schulen Masken zu tragen sind. Die Bundeskanzlerin hat mehrfach die Verantwortung jedes Einzelnen betont.

Zum Vergleich: HIV als Erreger von AIDS gehört nur in Kategorie 3, weil es eine spezifische Therapie von AIDS gibt. Läuse sind der Kategorie 1 zuzuordnen. In Schulen gibt es immer wieder einmal Läusebefall.

Jedes Kind einer Klasse muss untersucht werden, wenn auch nur ein einziges Kind der Lerngruppe Läuse aufweist. Unter Preisgabe persönlicher Daten muss zu jedem Schüler nach eingehender Untersuchung schriftlich versichert werden, er oder sie sei läusefrei.

Für das Gesundheitsamt des Wetteraukreises rangiert CoVID-19, die tödliche Krankheit, welche bei etwa 20% aller Infizierten durch SARS-CoV-2 hervorgerufen wird, seinem Verhalten nach unterhalb eines Läusebefalls.

Überhaupt nur Kinder in Spuckweite eines PCR-positiven Schülers erhalten eine Auflage: Quarantäne. Sie selbst werden nicht einmal einem eigenen Corona-Test unterzogen, geschweige denn wird die ganze Lerngruppe untersucht. Es gibt auch keine weiteren Untersuchungen. Alle weiteren Schüler und ihre Lehrer haben weiter die Schule zu besuchen, als sei nichts geschehen.

Raten Sie einmal, was mit einer Kirchengemeinde oder einem Sportverein oder einem Altenheim in dieser Situation geschieht.

Ich selbst wurde am 25.10.2020 über einen solchen Fall in einer Schule in Friedberg informiert, für die ich besondere Verantwortung trage.

Ich bat Dr. Reinhold Merbs, den Leiter des Gesundheitsamts des Wetteraukreises in einer e-Mail dringend um Aufklärung.

  • Nach welchen Kriterien untersuchen Sie Mitschüler von Schülern mit positivem PCR-Test auf SARS-CoV-2?
  • Nach welchen Kriterien isolieren Sie?
  • Wann sprechen Sie welche Quarantäneanordnung aus?
  • Unter welchen Umständen und nach welchen Kriterien ordnen Sie Distanzunterricht an?
  • Aus welchem Grund gehen Sie implizit nicht von Aerosolen als Infektionsweg von SARS-CoV-2 in der Schule aus?
  • Was ist Ihr Standard-Kommunikationsprotokoll bei SARS-CoV-2-Nachweis in einer Schule?
  • Welchen Verantwortlichen erreicht man als Mitglied der Schulkonferenz oder der Schulleitung im Ereignisfall am Abend oder am Wochenende (wenn der Unterricht vorbereitet werden muss) und wie?

Angesichts der erheblichen Zweifel in der Elternschaft und bereits umgehender, schädlicher Gerüchte, bat ich ihn höflichst um eine sehr zeitnahe Antwort. In dieser Krise brauchen wir Klarheit, eine wissenschaftliche Basis, Eindeutigkeit und Transparenz.

Nichts geschah.


Am 26.10.2020 um 16.35 Uhr rief ich deshalb den Leiter des Kreisgesundheitsamts in seinem Büro an. Die Sprechzeit sei beendet, erläuterte mir sein Anrufbeantworter. Man sei montags bis donnerstags von 07.30 Uhr bis 16.00 Uhr und freitags von 07.30 Uhr bis 13.00 Uhr zu erreichen. Gerne könne man eine e-Mail schreiben.

Um 16.45 Uhr schrieb ich ihm eine SMS, in der ich angesichts der Vielzahl inzwischen vorliegender Eltern-Anfragen um eine kurzfristige Beantwortung meiner e-Mail vom 25.10.2020 bat. Diese SMS wurde von Dr. Merbs um 16.46 Uhr als gelesen quittiert.

Mehr hörte ich nicht.

Mit dem Schulleiter der betroffenen Schule hatte ich während des Sonntags (25.10.2020) mehrfach Kontakt. Er arbeitete.

Eigentlich mag ich selbst Vergleiche wie den folgenden nicht. Stellen Sie sich bitte trotzdem kurz vor, es sei Krieg und der für Ihre Region zuständige General hätte Dienstschluss nach 16.00 Uhr und am Wochenende sei er nicht verfügbar.

Wir jedenfalls befinden uns in einer Pandemie. Die Amtsärzte sind den Schulleitern gegenüber weisungsbefugt. Wo sind unsere Amtsärzte, wenn man sie braucht?

Unsere Schulen sind ohne jeden technischen Schutz vor Corona. Fetzen aus Stoff vor dem Gesicht sind für unsere Schüler und unsere Lehrer der einzige Schutz vor einer Infektion. Gleichzeitig hält das Gesundheitsamt Corona anscheinend für unbedeutender als Läusebefall.

Unter diesen Umständen ist der reguläre Betrieb unserer Schulen nicht mehr zu verantworten. Schulen müssen unverzüglich geschlossen werden!

Kontrollverlust

  • Die Gesundheitsämter Deutschlands haben fast flächendeckend die Kontrolle über den Infektionsverlauf von SARS-CoV-2 verloren. Das war zu erwarten. Die deutsche Methodik der Kontaktverfolgung war von Anfang an untauglich zur Bewältigung einer exponentiellen Virus-Ausbreitung.
  • Wir befinden uns in der Phase der Schadensbegrenzung. Unsere Bundesregierung und die Landesregierungen haben hiergegen keine Strategie. Aus diesem Grund ist zu befürchten, dass wir Anfang Dezember 2020 in die Phase der Dekompensation übergehen.
  • Vier kapitale Fehler wurden gemacht:
  • Anstelle einer biologisch-technischen Strategie setzte die Bundesregierung im Frühjahr auf ein philosophisch-soziologisches Abwehrkonzept ("Hammer and Dance"). Ziellos wurde das öffentliche Leben zum Stillstand gebracht. Grundrechte wurden verletzt, Gesetze gebrochen, die Solidarität der Gesellschaft wurde zerstört.
  • Es wurde mit Lügen und Halbwahrheiten regiert. Nicht der Schutz der Gesundheit, sondern der Schutz der Reputation führender Politiker stand im Mittelpunkt. Statt Schulen und Universitäten so umzugestalten, dass sie Pandemie-tauglich werden, erließ man Pseudo-Hygiene-Verordnungen im Drei-Tages-Takt.
  • Als sich im Volk Widerstand regte, als sich vernünftige Bürger, Querdenker, Esoteriker, Spinner und Radikale organisierten, warf man sie alle in einen Topf. Sinnvolle Kommunikation fand fast gar nicht mehr statt. Wo man Gemeinschaft gebraucht hätte, spaltete man. Verbriefte Grundrechte blieben verweigert, aber ein zusätzliches Pseudo-Grundrecht wurde eingeführt: das vermeintliche Menschenrecht auf Pauschalurlaub im Sommer 2020. Dies war Fehler 3. Er führte zum inneneuropäischen Infektionszahlausgleich.
  • Statt jetzt Schulen zu schließen und den öffentlichen Nahverkehr zu drosseln, pferchte man Lehrer und Schüler ohne jeden technischen Schutz in Massen-Lehranstalten. Nicht einmal den Infektionsverlauf nach den Sommerferien wartete man ab. Das war Fehler 4.
  • Selbstbetrug ersetzte Selbstkritik. Wer sich in einer Kirche oder auf einer Feier infizierte, konnte seine Kontakte benennen. Wer im Schulbus fuhr, konnte das nicht. Also behauptete man beim Robert-Koch-Institut, private Feiern seien das Problem, ungeschützte Schulen wären es nicht. Was ich nicht nachweisen kann, gibt es nicht? Erst Anfang Oktober 2020 machte der Hessische Kultusminister einen Teilrückzug. Ab sofort durften Schüler ab Klasse 8 im Schnitt ein Viertel ihres Unterrichts zu Hause wahrnehmen. Erst Mitte Oktober zogen die Landräte die Notbremse. Jetzt plötzlich mussten Schülergesichter auch im bisher als ungefährlich geltenden Unterricht Maske tragen.
  • Deutschland war mit Glück und trotz schlechter Regierung durch die erste Phase der Pandemie gekommen. Jetzt wird es ernst. Dank des Regierungsversagens während der ersten Welle und dank des Kommunikationsdesasters auch in großen Teile der Medien, glaubt ausgerechnet jetzt, zu Beginn der zweiten Welle, gut die Hälfte der Bevölkerung gar nichts mehr.
  • Achten Sie ab jetzt nicht mehr auf die täglichen Zahlen positiver Corona-Tests. Achten Sie auch nicht auf die Belegung der Intensivbetten. Beides nutzt Ihnen nicht. Benutzen Sie Ihren gesunden Menschenverstand. Nehmen Sie ein altes Mathebuch, Kapitel Exponentialfunktion.
  • Bleiben Sie, wann immer es möglich ist, in diesem Winter zu Hause. Benutzen Sie nicht den ÖPNV. Fliegen Sie nicht.
  • Weder "Alltags"masken noch Visiere noch OP-Masken schützen vor einer Infektion mit SARS-CoV-2.

Infektion per Tiefkühlkost

  • Am Samstag teilte das Chinesische Zentrum für Krankheitskontrolle und Prävention (CDC) mit, es habe Spuren von lebendem Covid-19 auf der Außenverpackung von gefrorenem Kabeljau in der östlichen Küstenstadt Qingdao gefunden, womit zum ersten Mal das lebende Coronavirus auf der Außenseite von Kühlwaren entdeckt wurde. Forscher hatten nach der Quelle einer kürzlich aufgetretenen Häufung von CoVID-19-Infektionen rund um ein Krankenhaus in Qingdao gesucht.
  • Bislang waren immer nur genetische Spuren SARS-CoV-2 in Proben von Tiefkühlkost gefunden worden. Diesmal hat man ein lebendes Virus isoliert. "Es wurde bestätigt, dass der Kontakt mit Umverpackungen, die mit dem neuen Coronavirus kontaminiert sind, eine Infektion verursachen kann", erklärte China-CDC auf seiner Website, allerdings ohne anzugeben, woher die Charge Tiefkühlkost stammt.

Politik versagt

  • Die Ministerpräsidenten aller Bundesländer und die Bundeskanzlerin tagten am 14.10.2020 in Berlin. In dieser Runde einigte man sich auf Beschränkungen des privaten Umgangs und auf Restriktionen für die Gastronomie.
  • Schulen und Kindergärten bleiben geöffnet. Der ÖPNV wurde vom Berliner Bürgermeister Müller in der Pressekonferenz am Abend ausdrücklich als „gut kontrolliert“ bezeichnet. Das grenzt an Realitätsverlust.
  • Die exponentielle Verbreitung von SARS-CoV-2 in Deutschland wird durch die Beschlüsse der Regierungsrunde nicht verhindert werden. Unsere politischen Führer wirken hilflos. Die Gesundheitsämter verlieren die Kontrolle über die zweite Welle.
  • Bitte ergänzen Sie in den nächsten Tagen Ihre Vorräte und Ihre Medikamente. Rechnen Sie mit vielen Kranken auch in Ihrem persönlichen Umfeld und mit exorbitant hohen Kosten für unser Land. Bleiben Sie in diesem Winter zuhause, wann immer Ihnen dies möglich ist.

Schulen als Katalysatoren der Pandemie

  • Hunderte von Schülern Schulter an Schulter im öffentlichen Nahverkehr, drangvolle Enge in den Schulen, keinerlei technischer Schutz: das ist bislang die Realität im deutschen Schulsystem. Die Schule war der wesentliche Katalysator der Corona-Welle 2 in Deutschland.
  • Nun lenkt Hessens Kultusminister ein. Für die Dauer der Corona-Pandemie kann der Präsenzunterricht an beruflichen Schulen, in der Sekundarstufe II sowie in besonderen Fällen auch in den Klassenstufen 8 bis 10 der allgemein bildenden Schulen auf Basis des Hessischen Schulgesetzes durch digital-gestützten Distanzunterricht ersetzt werden. Dabei gilt eine Obergrenze von 25 Prozent der Unterrichtsstunden und für die Berufsschule von 50 Prozent.
  • Der digital-gestützte Distanzunterricht wird auf freiwilliger Basis eingerichtet und setzt die Zustimmung der schulischen Gremien und des Schulträgers sowie eine entsprechende technische Ausstattung der Schulen und ihrer Schülerinnen und Schüler voraus. Sind alle diese Anforderungen erfüllt, prüft und genehmigt das Kultusministerium die Anträge.
  • Sie sind spät, Herr Kultusminister! Hoffentlich gelingt die Korrektur Ihres Fehlers noch. Auf die Schulkonferenzen Hessens kommt jetzt viel Arbeit zu.

Welle zwei in Sicht

  • In einigen Jahren wird man feststellen, dass es falsch war, während der Pandemie in Deutschland am Fetisch des Präsenzunterrichts in Schulen festzuhalten, wie ihn Pestalozzi vor fast drei Jahrhunderten erfand.
  • Am Ende der Sommerferien 2020 sagte ich voraus, dass es Ende Oktober in Deutschland erste Probleme mit SARS-CoV-2 geben würde. Meine Hypothese lautete: Durch das Festhalten am herkömmlichen Schulbetrieb und der damit einhergehenden, gemeinsamen Nutzung des ÖPNV durch tausende Schüler verschiedener Schulen wird deutschlandweit eine Vielzahl nicht erkennbarer Cluster an Infizierten erzeugt. Leider kommt es jetzt anscheinend genau so.
  • Ende Oktober wird fast kein Gesundheitsamt mehr in der Lage sein, den Infektionsverlauf in seinem Sprengel zu kontrollieren. Dies hat dann nichts mehr mit der bekannten Untauglichkeit des praktizierten Verfahrens oder mit einem Mangel an Personal zu tun. Das Problem wird erkenntnistheoretisch und mathematisch sein.
  • Ich empfehle allen Patienten, ab jetzt wieder einen Vorrat an Dauermedikamenten für 180 Tage anzulegen. Ergänzen Sie auch Ihre übrigen Vorräte auf das Niveau von Februar 2020.

Antikörpertests: Sensitivität und Spezifität

  • Die heutige Mitteilung richtet sich zunächst an alle Fachkollegen und an die Mathematiker unter unseren Patienten.
  • Britische Wissenschaftler wiesen kürzlich mit allen von unserer Praxis benutzten Antikörper-Immunoassays eine Persistenz von SARS-CoV-2 IgG von bis zu 140 Tagen (20 Wochen) nach. Unter Verwendung einer 'Pseudo-Goldstandard'-Kohorte (n=348 positiv, n=510 negativ) bestimmten sie Sensitivität und Spezifität der Immunoassays von EuroImmun (Sens. 98,9% [97,7-99,7%]; Spec. 99,2% [98,4-99,8%]), Roche (Sens. 99,4% [98,6-100%]; Spez. (96,7% [95,1-98,2%]), Abbott (Sens. 86,8% [83,1-90,2%]; Spez. (99.2% [98.4-99.8%])). Der verwendete Lateral-Flow-Immunoassay des UK-RTC AbC-19 zeigte eine Sensitivität von 97,70% (95,72%-99,34%) und eine Spezifität von 100% (100,00-100,00%). Damit können wir weiter arbeiten.
  • Quelle: SARS-CoV-2 antibody testing in a UK population: detectable IgG for up to 20 weeks post infection (in press)

Praxisschild

  • Das neue Praxisschild ist da. Nach 13 Jahren mit der alten Variante glänzt es jetzt wieder in der Körnerstraße 3.
  • Ganz herzlichen Dank an Vincenzo Bonanno und sein Team von Plexiglas-Künstlern von StaLu Design aus der Raiffeisenstraße in Rosbach!
  • Dank ihnen ist die Praxis wieder vor Ort sichtbar und nicht nur im Internet.

Grippeimpfstoff verfügbar

  • Der Grippe-Impfstoff für 2020/2021 ist bei uns eingetroffen.
  • Einige alte Lieferanten waren in diesem Jahr etwas wurschtig. Deshalb verzögerte sich bei uns in diesem Jahr die Grippeschutz-Saison. Ersatzweise haben wir ein paar pfiffige Apothekerinnen neu auf der Lieferantenliste. Auf gute Zusammenarbeit!
  • Bitte vereinbaren Sie vom 24.09.2020 an Impftermine über unser Sekretariat. Nutzen Sie hierfür idealerweise die Zeit zwischen 08.00 Uhr und 13:00 Uhr, am besten montags bis donnerstags.

Welle zwei

  • Europa steht am Beginn der zweiten Infektionswelle durch SARS-CoV-2.
  • Deutschland hat eine derartige Welle nie erlebt. Wir sahen - um im Bilde zu bleiben - im Frühjahr 2020 einen minimal erhöhten Wasserstand.
  • Achten Sie nicht zu sehr auf die Zahlen positiver PCR-Tests. Ein positiver PCR-Test indiziert nicht immer eine Infektion. Gerade in Deutschland erlebten wir in den letzten Wochen das Phänomen falscher Positivität. Patienten mit einem positiven PCR-Test waren zumeist gar nicht infiziert. Das wird sich ändern. Die Prävalenz in Deutschland ändert sich.
  • Deutschlands weiterführende Schulen ohne Schutz durch Technik (UV-Strahler, Klimaanlagen, Kohlendioxid-Warnsysteme) zu betreiben, war und ist fahrlässig. Längst gibt es Anzeichen vieler Cluster aus diesem Bereich. In absoluten Zahlen ist der Anteil der Infizierten unter allen Menschen in Deutschland zum Glück noch immer sehr gering.
  • Woran erkennen wir, ob die zweite Welle uns gerade trifft? Vielleicht haben wir Glück und auch sie geht wieder an uns vorbei. Achten Sie in den kommenden Wochen auf die Anzahl stationär behandelter CoVID-19-Patienten, insbesondere in der Intensivmedizin. Die "PCR-Teststrategie" Deutschlands mag den Behörden helfen. Ihnen und uns persönlich hilft sie nicht.

Gefährden die Kultusminister Deutschland?

  • Ab Montag öffnen auch in Hessen wieder alle Schulen, als sei die Corona-Pandemie vorbei. Abstandsgebote sind außer Kraft gesetzt. Von angemessener Durchlüftung kann in fast keinem Klassenraum die Rede sein. Kinder und Lehrer werden durch unangemessene Masken-Verwendung auch gesundheitlich gefährdet, wo SARS-CoV-2 sie nicht erreicht.
  • Jugendliche zwischen zwölf und achtzehn Jahren sind in Bezug auf SARS-CoV-2 infektiöser als Menschen in anderen Altersgruppen.
  • Bildung wird Nebensache sein. Alles dreht sich nur noch um die Pandemie. Wann wird meine Schule wieder schließen? Bin ich schuld an den Corona-Fällen meiner Schule? Warum soll ich in der Bahn Abstand halten, wenn er in der Schule nicht notwendig ist?
  • Dummheit und Faulheit und Scheu vor Verantwortung, wohin man in der Ministerriege blickt? Es lief nämlich gar nicht schlecht, als der "Lockdown" begann. Lehrer entwickelten ungeheuere Kreativität. Die meisten Schüler waren sogar produktiver als zuvor. Klar gab es Lehrerversagen. Klar gab es Schüler, die gar nichts lernten. Gibt es diese Phänomene sonst wirklich nie?
  • Die Kultusminister hatten die Aufgabe, das Bildungssystem pandemiefest zu machen, krisensicher. Nichts dergleichen haben sie getan. Nun werden Angst und Unsicherheit den Schulalltag prägen. Die Infektionszahlen werden dramatisch steigen. Viele heute nur leicht erkrankte Schüler erwartet vielleicht ein kurzes Leben. Sie fielen dem Gesundheitswesen 2020 nicht zur Last. Aber das vorzeitige Altern nach CoVID-19 hielt niemand mehr auf.
  • 79 Jahre wird man derzeit in Deutschland durchschnittlich alt. Vielleicht erinnert sich eines Tages ein CoVID-19-Schüler an diesen Blog, falls er entdeckt, dass das Durchschnittsalter in Deutschland im Jahr 2070 auf 60 Jahre gesunken ist.
  • Die Kultusminister spielen mit der Zukunft der Kinder. Und sie setzen fahrlässig die Gesundheit aller Menschen in Deutschland aufs Spiel.

Russland gefährdet die Welt

  • Gestern verkündete der Russische Präsident, Sputnik V, der russische Impfstoff sei als weltweit erster Impfstoff gegen SARS-CoV-2 zugelassen worden.
  • Russland verstößt mit dieser Zulassung gegen wichtige Regeln wissenschaftlicher Qualität. Die Zulassung des Impfstoffs ohne wissenschaftlichen Wirknachweis stellt eine internationale Blamage für Russland dar, vielleicht sogar eine weit größere Bedrohung der Menschheit, als das Virus selbst.
  • Dabei unterstellen wir nicht, dass die russischen Forscher bislang etwas falsch gemacht haben. Jetzt aber handeln sie voreilig unwissenschaftlich. Sie umgehen die Frage der Sicherheit ihres Impfstoffs, um Ruhm zu ernten. Es ist, als ob ein Sportler einfach quer über den Platz liefe, um beim 1000m-Lauf als erster durchs Ziel zu gehen.
  • Sprechen wir über Impfstoff-Sicherheit, befassen wir uns mit Themen wie „Infektverstärkung durch Antikörper“. An dieser Frage scheiterte die Impfstoffentwicklung bereits bei SARS-CoV-1, als eine asthmaähnliche Reaktion in der Lunge das Krankheitsbild nach der Impfung sogar verschlimmerte.
  • Nicht nur für Russland besser gewesen wäre es, die weltweit mehr als 150 verschiedenen Impfstoffkandidaten auf transparente Weise und unter Verwendung derselben Testkriterien zu vergleichen, um sicherzustellen, dass die Welt den besten Impfstoff erhält und nicht nur den ersten.
  • Keiner der bisherigen Kandidaten gleicht dem anderen in Bezug auf Sicherheit, Wirksamkeit oder Herstellungskosten.
  • Der russische Impfstoff mag in den üblichen Dosen sicher sein. Was aber, wenn die erzeugte Immunität nicht ausreicht, um Schutz zu bieten? Es käme zu einer fortgesetzten Virusverbreitung auch unter den pseudo-immunisierten Personen.
  • Der weniger als vollständige Schutz könnte ein Selektionsdruck sein, der das Virus dazu bringt, den vorhandenen Antikörpern auszuweichen, wodurch Stämme entstehen, die dann allen Impfstoffen auszuweichen imstande sind.
  • Ein schlechter Impfstoff ist schlimmer als gar kein Impfstoff. Hoffentlich wird Russlands Geltungssucht nicht für die gesamte Menschheit zum Problem.

Mutation von SARS-CoV-2

  • In Japan wurde eine SARS-CoV-2-Mutation mit einem Variationsniveau von mehr als 20 Prozent beschrieben. Dies könnte dazu führen, dass Impfstoffe, derzeitige Behandlungen und Virustests unwirksam werden.
  • Die am Mittwoch veröffentlichte Studie des japanischen Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten ergab, dass der europäische Virusstamm des Virus seit Ende Mai in dem Land zurückgegangen ist. In Tokio und bald auch in anderen Teilen des Landes wurde vor allem die mutierte Version des Virus gefunden. Man gehe davon aus, dass die meisten der aktuellen Patienten in Japan nach der Mutation des Virus infiziert wurden, berichteten lokale Medien.

Ist Corona vorbei?

  • Nach den Sommerferien findet in Hessen wieder der aus dem 19. Jahrhundert bekannte Schulunterricht statt. Mit der "Hygiene"-Verordnung vom 24.07.2020 hat das Hessische Kultusministerium alle vormaligen CoVID-19-"Risikogruppen" abgeschafft. Ohne den andernorts stets geforderten Mindestabstand sollen ausnahmslos alle Schüler und ausnahmslos alle Lehrer wieder nach dem Modell von Pestalozzi in den Schulgebäuden sein. Nur Schwangere können hierauf nicht verpflichtet werden.
  • Immer klarer wird indessen, dass Zwölf- bis Achtzehnjährige sogar infektiöser sind als Erwachsene oder Kinder.
  • Warum unter diesen Umständen keine Partys und keine Fußball-Events und keine Demonstrationen stattfinden dürfen, ist den meisten Deutschen längst nicht mehr zu vermitteln. Behelfsmasken werden mehrfach und an allen nur möglichen Positionen im Gesicht getragen. Die Nase ragt als "Coronazinken" meist darüber hinaus. Verkäufer tragen in der Regel gar keine Maske mehr. Ein Plexiglasschild vor dem Gesicht genügt.
  • Während der Sommerferien erleben wir eine Art Europäischen Infektionszahlausgleich.
  • Pandemievorsorge auf politischer Ebene findet nicht statt.
  • Wenn kein Wunder geschieht, steht uns ein bitterer Herbst bevor. Eine "zweite Welle" erwartet uns nicht. In Deutschland gab es bislang noch gar keine erste Welle, wie etwa in Italien, in Frankreich, in Spanien oder in Großbritannien. Deutschland erlebt den Pandemie-Teil von Corona im Herbst 2020 im Grunde zum ersten Mal. Ohne Reserven, ohne Plan.

Polizei statt Luftfilter

  • Mit der Polizei will der RMV durchsetzen, dass alle Fahrgäste, Mund und Nase bedecken. Dies berichtete am 05.06.2020 die hessenschau. Eigene Maßnahmen zur Sicherung der Gesundheit der Fahrgäste hält der RMV aber nicht für erforderlich. Auf unsere Anfrage hin sah sich der RMV weder für die Klimaanlagen in seinen Bussen und Bahnen noch für den Einsatz virenhemmender Hepa-Filter in seinen Fahrzeugen zuständig.
  • SARS-CoV-2 verbreitet sich über die Luft. Nur das kombinierte Tragen von FFP-3-Masken und Schutzbrillen bietet einen wirksamen Schutz. Klimaanlagen und geschlossene Räume sind ein erhebliches Problem.
  • Von der Benutzung des RMV während der Pandemie raten wir ab.

War es CoVID-19?

  • Etliche Patienten hatten im letzten Vierteljahr suspekte Kombinationen von Symptomen. Einige sind einer eigentlich sinnvollen Labordiagnostik entgangen, weil das Robert-Koch-Institut oder das lokale Gesundheitsamt behaupteten, sie könnten gar nicht von SARS-CoV-2 Betroffene sein.
  • In den Wochen danach bremste ich. Zu unklar war, was der allgemein eingesetzte PCR-Test überhaupt nachwies. Zu unklar war, was der Antikörper-Test von Eurimmun taugte. Auch zur Qualität des Tests von Roche war nichts bekannt.
  • Scharlatane nutzten ihre Chance. Selbst manche Kassenarzt-Praxen verkauften "Schnelltests". Die Ergebnisse waren für die intellektuelle Mülltonne. Das Geld der Patienten war weg.
  • Von der nächsten Woche an können wir Ihnen nun seriöse Laboruntersuchungen anbieten. Eine ganze Testbatterie steht uns und unseren Korrespondenzlaboratorien nun zur Verfügung. Von jetzt an können wir zweifelsfrei feststellen, ob Sie sich infiziert hatten und ob es CoVID-2019 war, woran Sie gelitten haben. Vereinbaren Sie ab dem Dienstag nach Pfingsten gerne Ihren Diagnosetermin.

Was geschehen ist

  • Wir haben den Anfang der Corona-Pandemie für Sie nachgezeichnet. Kehren Sie am besten einmal pro Woche hierhin zurück. Geschichte ist nämlich niemals zu Ende erzählt. Neue Informationen flechten wir ein. Scheinbar Altbekanntes sieht auf einmal ganz anders aus.
  • "Wer denkt, die Welt werde jemals wieder so wie früher, der irrt." So schrieb Cees Noteboom in der heutigen NZZ. "Denn auch wenn es demnächst vielleicht wieder ein bisschen so aussieht wie früher, es ist etwas passiert, was sich nicht mehr vergessen lässt, allein schon, weil es in langen Zeiten der Stille in vielen Köpfen gespeichert wurde, wo es lange umhergeistern kann wie alle Träume und Albträume."

Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht.

  • Labore sollen ab jetzt Untersuchungsergebnisse aller Menschen an die Gesundheitsämter weitergeben, die auf SARS-CoV-2 sowie das seit 2002 bekannte SARS-Coronavirus getestet werden – also auch die negativen Testergebnisse. Die Labore sollen den Namen und das genaue Geburtsdatum des jeweiligen Betroffenen zwar pseudonymisieren, aber den Geburtsmonat sowie das Geschlecht und den Wohnort übermitteln. Betroffen sein könnten hiervon langfristig wohl Millionen Menschen. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Kelber sieht hierbei einen Eingriff in die Grundrechte einer „eklatanten Anzahl von Betroffenen“, wie er mitteilte. Die Grundlage, auf der dieser Eingriff erfolgen solle, sei nicht ersichtlich. Er halte ihn deshalb weder für erforderlich, noch für verhältnismäßig.
  • Kelber zufolge handelt es sich auch bei in einer nicht-namentlichen Meldung enthaltenen Angaben noch immer um personenbezogene Daten. Demnach sind diese besonders schützenswert. „Die dürftigen Angaben in der Begründung deuten darauf hin, dass eine rein statistische Erfassung den Zweck ebenso erfüllen würde“, schrieb der Datenschützer.
  • In seiner Stellungnahme sprach er zudem einen Punkt an, der in Frage stellt, ob die Regelung derzeit überhaupt sinnvoll umgesetzt werden kann. Denn womöglich wird sie Gesundheitsbehörden vor massive Probleme stellen. Mehr als 90 Prozent aller Coronavirus-Tests fielen nach Angaben des Robert Koch-Instituts derzeit negativ aus, so Kelber. „Eine Meldepflicht würde also zu einer enormen Zunahme der Meldungen führen.“

Kinder und Covid-2019

  • Kinder sind von CoVID-2019 genauso betroffen wie Erwachsene. Das Bild der Ersterkrankung sieht bei ihnen aber anders aus.
  • Es gibt auch ein Folgeproblem.
  • Ist es also richtig, Schulen und Kindergärten wieder zu öffnen? Lesen Sie und urteilen Sie selbst. Oder urteilen Sie nicht. Die Datenbasis zur Meinungsbildung ist dünn. Das war sie für unsere Kollegen in Wuhan im Dezember 2019 allerdings auch.

Was macht SARS-CoV-2 mit uns?

  • Über das Leben des Virus in uns und über neue Erkenntnisse der von ihm ausgelösten Krankheit berichtet unser Blog zur Pathophysiologie von CoVID-2019.
  • Wir werden verstehen, warum CoVID-2019 keine Lungenkrankheit ist und warum SARS-CoV-2 auch für Kinder sehr gefährlich ist.

Was ist wann passiert?

  • Inmitten der Pandemie wird nach Schuldigen gesucht. Widersprüche werden publiziert.
  • Wir haben von Anfang an mitgeschrieben. Heute erzählen wir Ihnen die bekannte Geschichte der Pandemie bis Ende Januar.
  • Jede Woche wird an dieser Stelle ein neues Stück Pandemie-Geschichte hinzugefügt.
  • Der Ausgangspunkt der SARS-CoV-2-Pandemie ist noch nicht bekannt.
  • Alle Finger auf China? In einem bekannten Buch heißt es: "Wer aber ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein." Bundesgesundheitsminister Spahn sagte unlängst, dass es viel zu verzeihen gäbe. Wir sind gespannt.

Herdenimmunität

Schutzimpfungen

  • Solange es keinen Impfstoff gegen SARS-CoV-2 gibt, wird die durch dieses Virus ausgelöste Pandemie nicht beendet sein.
  • Weil uns allen dieses Thema so sehr unter den Nägeln brennt, stellen wir heute Informationen zu Schutzimpfungen gegen SARS-CoV-2 bereit.

Genom und Proteine

  • Heute präsentieren wir Ihnen den gesamten genetischen Code von SARS-CoV-2. Sie können das Virus damit nachbauen. Machen Sie aber bitte nichts falsch.
  • Eigentlich hatten wir die Veröffentlichung bereits vor vier Wochen geplant. Damals hätten Sie für den Umgang mit SARS-CoV-2 allerdings noch ein BSL-3-Labor gebraucht. Was für einen Ärger hätte es gegeben, wenn Ihnen eines der Viren entschlüpft wäre. Sie wissen ja: Lungenprobleme, internationale Verwicklungen, Pandemie
  • Ab morgen darf jeder Oberstufenschüler mit SARS-CoV-2 umgehen. Auch die Abschlussklassen der Haupt- und Realschulen sind mit dabei. SARS-CoV-2 ist im ÖPNV anwendbar. Sie brauchen als Schutzvorrichtung nur noch einen selbst genähten Lappen vor dem Gesicht.
  • Da müssen wir nichts mehr geheim halten, dachten wir uns.
  • Stellen Sie schon mal den Erlenmeyerkolben bereit.

Krise der Wissenschaft

  • Das SARS-CoV-2-Problem geht in den 6. Monat. Die SARS-CoV-2-Pandemie ist bald ein Vierteljahr alt.
  • Viele Menschen haben unter den Folgen der Pandemie heftig gelitten. Mit Entsetzen sehen wir die Folgen für Menschenrechte, Bildung, Freiheit, Jurisprudenz, Wirtschaft und Demokratie.
  • In ihrer Angst werden Bürger zu Untertanen. Sinnlose Scheinhandlungen nehmen sie vor. Vom 25.04.2020 an ist Maskerade in der U-Bahn und beim Einkauf Pflicht.
  • Wie bedeutsam das Virus medizinisch ist, wissen wir aber immer noch nicht.
  • Was der PCR-Test von Christian Drosten nachweist, ist selbst nach den drei Monaten seines weltweiten Einsatzes unklar: RNA oder Infektionen, SARS-CoV-2 oder SARS-CoV-1, identische Probleme für Menschen, Löwen und Tiger, Zweitinfektionen, diverse Fledermausviren, andere Coronaviren, fehlende Immunität?
  • Antikörpertests sind noch nicht etabliert. Sie zu entwickeln ist schwieriger als der Aufguss alter PCR-Tests.
  • Nur in Bonn und in München werden derzeit repräsentative epidemiologische Studien durchgeführt.
  • Nur in Baden-Württemberg will man KiTa-Kinder untersuchen.
  • Nur in Hamburg hat man systematisch obduziert.
  • Kaum ein Universitätsinstitut für Infektiologie, Epidemiologie, Allgemeinmedizin hat sich in Deutschland überhaupt mit Studien zur Pandemie zu SARS-CoV-2 befasst.
  • Vielleicht werden wir im Juli die berühmte zweite Welle des Professors Drosten haben: viele tausend Tote in Deutschland, das Ende unseres Gesundheitssystems.
  • Vielleicht stellt sich SARS-CoV-2 im Rückblick aber auch als ein überschätzter Krankheitserreger dar. Wir hatten das schon bei SARS-CoV-1 und bei der Schweinegrippe.
  • Vieles ist unklar. Klar ist aber, die Wissenschaft hat versagt.
  • Politische Entscheidungen werden in Deutschland auch deshalb auf dem Niveau der Wahl zwischen Erdbeer- und Zitroneneis getroffen.
  • Jens Spahn spricht schon heute von "Verzeihung" statt von Aufklärung. Er weiß, warum.
  • Wir haben viel verloren in den letzten Monaten. Politiker, Universitätswissenschaftler, hochbezahlte Helden der Talkshows: So kann das nicht weiter gehen!

Kein Experiment mit Viertklässlern in Hessen

Die Schulpflicht für Viertklässler in Hessen wurde am Freitag vorläufig außer Kraft gesetzt. Das ging aus einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs in Kassel hervor. Die Richter gaben dem Eilantrag einer Schülerin aus Frankfurt Recht, der sich gegen eine Landesverordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie richtete. Die Viertklässler würden im Vergleich zu Schülern, denen aus Gründen des Infektionsschutzes der Schulbesuch bis zum 3. Mai weiter untersagt werde, ohne hinreichenden Grund ungleich behandelt und somit in einem Grundrecht verletzt. Die Entscheidung gilt für Schüler der 4. Jahrgangsstufe der Grundschulen, von Sprachheilschulen und von Schulen mit den Förderschwerpunkten Sehen oder Hören. Der Beschluss ist unanfechtbar. (Aktenzeichen: 8 B 1097/20.N)

Maskerade

  • Wer an die Schutzwirkung selbst gemachter Gesichtsmasken glaubt, darf auch Kondome häkeln.
  • Masken anziehen kann jeder. Eine Maske auszuziehen, grenzt für viele an Kunst.
  • Die Masken-Trage-Pflicht in Hessen und in anderen Bundesländern ist wissenschaftlich unbegründet.
  • Halten Sie sich an die bisher geltenden Regeln (Abstand, keine Gruppen, gesunder Menschenverstand).
  • Gehen Sie jeder Person aus dem Weg, die eine Maske mit Ventil (Aufsatz vorne) trägt. Stehen Sie nie neben einer Person, die eine OP-Maske trägt.
  • Achten Sie auf die Finger derjenigen, die ihre Maske von außen berühren.
  • Betrachten Sie jede Person, die eine Gesichtsmaske trägt, als infektiös!

Prospektive COVID-19 Kohorte München (KoCo19)

  • Eine bemerkenswerte Studie wird gerade an der LMU in München durchgeführt. In einer aufwendigen Kohortenstudie werden 3000 repräsentativ ausgewählte Teilnehmer über einen Zeitraum von vielen Monaten hinweg auf SARS-CoV-2 und CoVID-2019 untersucht. Solche Studien sind teuer. Sie erfordern auch großen Arbeitsaufwand. Gleichwohl stellen sie die eigentliche Grundlage rationaler Entscheidungen in epidemiologischen Fragestellungen dar.
  • Wir berichten, sobald wir Details kennen.

CoVID-2019 und Sport

  • Es gibt immer mehr Berichte zu scheinbar nur leicht von CoVID-2019 Betroffenen, die in Wirklichkeit schwere Lungenschäden erlitten haben. Sie hatten etwa zwei Wochen lang Husten, etwas Druck auf der Brust, nicht wirklich Luftnot. In anderem Zusammenhang angefertigte Röntgenbilder des Thorax zeigten trotzdem ein großes Problem. Außerdem treffen immer mehr Berichte zu Patienten ein, die nach einer Infektion mit SARS-CoV-2 ausgerechnet Sauerstoff schlecht tolerieren.
  • Alle Leistungssportler unter meinen Patienten sollten dies zum Anlass nehmen, sich gründlich untersuchen zu lassen, bevor sie ihr Training wieder aufnehmen.
  • Allen Tauchern unter meinen Patienten rate ich, sich bei mir einer außerplanmäßigen Tauchtauglichkeitsuntersuchung zu unterziehen, bevor sie mit Druckluft absteigen. Verlassen Sie sich nicht auf ihre noch gültige Bescheinigung!
  • Radsportler und Jogger sollten mindestens 30 m Abstand zu anderen Joggern oder Radfahrern einhalten.
  • Schulsport und Vereinssport während der Pandemie gehen mit erheblichem Ansteckungsrisiko einher.
  • Für detaillierte Beratungen und individuelle Risikoanalysen vereinbaren Sie bitte einen Termin.

Kein Lob der Politik

  • Wir müssen in Deutschland entweder versuchen, aus der aktuellen Phase der Schadensbegrenzung in die Phase der Kontrolle der Epidemie zurückzukehren oder wir müssen vorgehen nach dem Motto "Augen zu und durch". Alle Grundrechte aufzugeben, die Wirtschaft zu ruinieren, jedes normale gesellschaftliche Leben zu opfern und jegliches Handeln in den nächsten Jahren immer nur an der Zahl freier Intensivbetten auszurichten, ist unmenschlich und es ist unsinnig zugleich.
  • Die Pandemie wird erst enden, wenn 60-70% aller Menschen immun sind gegen SARS-CoV-2. Auf "Herdenimmunität" zu setzen und gleichzeitig die Geschwindigkeit der Neuinfektionen zu bremsen, erfordert bestenfalls fünf, vermutlich aber 78 Jahre Zeit! Auf Impfstoffe zu setzen, erfordert bestenfalls zwei, vermutlich aber bis zu fünf Jahre Zeit. Das schaffen wir nicht, wenn wir weitermachen wie in den letzten vier Wochen.
  • Also Augen zu und durch? In etwa acht Monaten wäre die Pandemie zu Ende. Bis zu zwei Millionen Menschen in Deutschland wären tot.
  • Oder zurück zur Phase, in der die Epidemie noch kontrollierbar war? Das geht nur, wenn wir Deutschland ab jetzt für etwa zwei Monate fast total still stehen lassen. In dieser Zeit muss ein echtes Virus-Kontrollsystem aufgebaut werden. Die CovID-2019-Versorgung muss vom übergroßen Rest der Medizin abgetrennt werden. Wir fangen danach einfach nochmal von vorne, sozusagen in einem zweiten Februar 2020 an, jetzt aber cleverer.
  • Keinesfalls dürfen jetzt wieder Schulen für Pseudounterricht geöffnet werden. Keinesfalls stecke man Kinder und Jugendliche jetzt wieder in den öffentlichen Nahverkehr. Das ist auch unnötig. Die Pandemie wird noch Jahre dauern. Man baue das Schulsystem jetzt bitte pandemie-resistent um. Das Schulsystem alter Prägung hat ausgedient.
  • Für die Handlungen und die Planlosigkeit von Bundesregierung und Hessischer Landesregierung gibt es angesichts der wissenschaftlichen Erkenntnisse keine Rechtfertigung mehr. Wir können nicht weitermachen wie bisher.

Studien an allen Fragestellungen vorbei

  • Das Robert-Koch-Institut (RKI) startete im April 2020 drei Antikörperstudien, die aufzeigen sollen, wie viele Menschen bereits eine Infektion durchgemacht hätten. Das RKI wollte anhand der Ergebnisse dieser Studien auf die Zahl derjenigen Menschen in Deutschland schließen, die zumindest für eine gewisse Zeit immun gegen SARS-CoV-2 sind.
  • Man gehe davon aus, dass man nach der Erkrankung immun sei, auch wenn man noch nicht wisse, wie lange diese Immunität andauere, so RKI-Präsident Wieler am 09.04.2020.
  • Zum Design der Studien wurde nichts gesagt. Zur Studiengruppe gehörten unter anderem Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Berliner Charité und Gérard Krause, Leiter der Abteilung Epidemiologie am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig.
  • An einer serologischen Studie mit Beginn Mitte April seien Blutspendedienste beteiligt. Alle 14 Tage würden 5.000 Proben von Blutspendern untersucht. Ziel der Studie sei es, einen besseren Überblick über die Verbreitung des Virus zu erhalten. Erste Ergebnisse würden für den Mai erwartet.
  • In einer weiteren Studie, ebenfalls mit Beginn Mitte April, würden Blutuntersuchungen in vier besonders schwer betroffenen Orten durchgeführt. Pro Ort würde eine repräsentative Stichprobe von 2.000 Einwohnern untersucht. Neben den Antikörpertests fänden außerdem Befragungen zu Symptomen, Risikofaktoren und Vorerkrankungen, Lebensumständen, Gesundheitsverhalten und psychischer Gesundheit statt. Auch hier würden erste Ergebnisse im Mai erwartet.
  • Keine dieser Studien klärt Inzidenz und Prävalenz von SARS-CoV-2 in Deutschland. Jede dieser Studien weist einen erheblichen Selektions-BIAS auf. Weder Blutspender noch Hauptbetroffene stellen eine für die Gesamtbevölkerung repräsentative Grundgesamtheit dar.
  • Vom Nachweis von Antikörpern auf stattgehabte Erkrankungen oder auf Immunität zu schließen, ist unzulässig. Antikörper können sowohl Infizierte als auch Geimpfte aufweisen, die niemals krank geworden sind. Darauf zielt jede Schutzimpfung ab. Antikörper können außerdem agglutinierend, nutzlos oder sogar infektverstärkend sein. Ihr Nachweis allein impliziert noch keine Immunität.
  • Auch in der Forschung fehlt der Leitung des Robert-Koch-Instituts anscheinend jede Strategie.

Sinn und Verstand

  • Beschränkungen des öffentlichen Lebens sind sinnvoll, wenn man am Beginn einer Pandemie durch einen völlig unbekannten Krankheitserreger steht. Sie verschaffen Zeit, die man zur Verbesserung der Infrastruktur, zur Beschaffung von Ausrüstung und Verbrauchsmaterial und zur Ausbildung von Teams, Zentren und Spezialisten nutzen kann. Sehr wichtig ist, dass dies alles nicht panisch oder heldenhaft, sondern besonnen und wissenschaftlich geschieht. Auch unser eigener Pandemie-Management-Plan sieht eine auf etwa sechs Wochen begrenzte, erhebliche Beschränkung des öffentlichen Lebens vor.
  • Identifiziert man eine Gruppe von Menschen mit besonders hohem Risiko für einen schweren Verlauf, gebietet die Menschlichkeit deren besonderen Schutz. Da ist es gerechtfertigt, Enkel und Großeltern zu bitten, für eine Weile keinen unmittelbaren Kontakt zu haben. Ihnen den Kontakt zu verbieten, wenn sie ihn einvernehmlich wünschen, ist etwas anderes. Die Großeltern im Pflegeheim einsam sterben zu lassen, will gut begründet sein. Senioren die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu untersagen, erfordert einen starken Grund. Kennen wir ihn?
  • Wir glauben im Moment zu sehen, dass Deutschland deutlich besser in der Durchsetzung von Verboten als in der Erforschung von CoVID-2019 ist.
  • Fast alle relevanten Fragen zu SARS-CoV-2 sind ungeklärt. Die weltweite Verbreitung dieses Virus geht nunmehr in den vierten oder sogar den fünften Monat. Wissenschaftliche Studien gibt es kaum. Fachpublikationen, von uns akribisch verfolgt, liegen zumeist unter Tageszeitungs-Niveau. Wie kann das sein?
  • In Deutschland fehlt nach wie vor jede offizielle Strategie zur Pandemie. Man "fährt auf Sicht" in einer "dynamischen Entwicklung", was als eine elegant wirkende Umschreibung planlosen Taktierens ist.
  • Gleichzeitig werden natürliche Menschenrechte beschnitten. Kaum jemand darf noch arbeiten. Unsere Bewegungsfreiheit wird eingeschränkt. Geld wird gedruckt und verteilt. Da niemand sagen kann, auf welcher wissenschaftlichen Grundlage dies geschieht, kann auch niemand sagen, auf welcher Sachgrundlage das jemals wieder aufhören wird.
  • Wir alle müssen uns immer wieder fragen, auf welcher Basis wir Entscheidungen treffen. Was wissen wir wirklich? Was wissen andere?
  • Wenn wir erkennen, dass unsere Anführer blind sind, warum folgen wir ihnen, statt sie selbst an die Hand zu nehmen?
  • Trennen wir endlich die medizinische Normalversorgung von der Pandemie-Versorgung. Konzentrieren wir die Schutzausrüstung bei den gegen die Pandemie Tätigen!
  • Führen wir Virus-Tests nach den Grundsätzen der Marktforschung durch! Gewinnen wir einen Überblick! Führen wir zu allen Fragen wissenschaftliche Studien durch!
  • Schluss mit Panik! Schluss mit Heldentum!

Betten machen

  • 45% aller Intensivbetten in Deutschland sind zur Zeit verfügbar zur Behandlung von Patienten mit CoVID-2019, so Jens Spahn am Donnerstag.
  • Die Anzahl der Intensivbetten in Deutschland betrage zur Zeit 40000. 30000 dieser Betten seien mit einer Beatmungsmaschine ausgestattet, so die Deutsche Krankenhausgesellschaft e.V.
  • Aufgrund eines finanziellen Anreizes haben in den letzten Tagen viele Krankenhäuser freie neue Intensivbetten gemeldet. Pro gemeldetem Bett erhielten sie € 50000.
  • Neues Personal wurde nicht eingestellt. Die Prämie erhielten die Krankenhäuser pro Bett, nicht pro Pflegekraft oder Arzt und Bett. Auch die Beschaffung von zusätzlichem Verbrauchsmaterial zum Betrieb der Intensivbetten, von Medikamenten oder Schutzausrüstung war zur Erlangung der Prämie nicht erforderlich.
  • Aktuell gibt es in Deutschland 1853 Intensivpatienten mit CoVID-2019. Mit jeweils € 50000 wurden 8296 heute noch bereitstehende Intensivbetten bezahlt.

Ein Desaster

  • In Deutschland werden bislang etwa 3% alle nachgewiesenermaßen mit SARS-CoV-2 Infizierten auf der Intensivstation behandelt. Das wird nicht so bleiben. Aus Italien, aus Frankreich und aus China wissen wir, es werden fast 10% aller Infizierten sein. Wir folgen mit allen Zahlen unseren Nachbarn in Italien und in Frankreich.
  • Im Moment haben wir vermutlich 71000 nachgewiesen Infizierte. Es ist unklar, wie lang die Zeitspanne zwischen Infekt-Diagnose und Aufnahme auf die Intensivstation im Schnitt ist. Erwarten Sie in den nächsten zwei Wochen aber weitere 5500 Intensivpatienten mit CoVID-2019 in Deutschland. Wenn dies so kommt, sind Mitte Mai alle Intensivbetten belegt.
  • Etwa 20% der CoVID-Intensivfälle erleiden ein Lungenversagen (ARDS). Wir erwarten also zunächst 1400 langfristig Beatmete im April 2020. 85% von ihnen werden innerhalb der folgenden drei Monate sterben. Viele, die überleben, tragen schwere Lungenschäden davon.
  • Ohne einschneidende Veränderungen wird unser Gesundheitssystem noch bis Ende Mai funktionieren.
  • Dies ist keine Neuigkeit. Alles steht bereits seit zwei Monaten in allen Fachzeitschriften. Auch der Aufruf zu strategischem Handeln ist nicht neu.
  • In Berlin werden jetzt Isolationszentren gebaut. Das Klinikum rechts der Isar in München ist sogar schon einsatzbereit. Hessen folgt irgendwann nach.

Борьба с пандемией

  • Наши российские коллеги и их пациенты потрясены пандемией SARS CoV-2 не менее нас и наших пациентов.
  • Но вирус не ждёт визу и проникает в страну без заграничного паспорта. Люди всего мира должны помогать друг другу во время пандемии ещё больше, чем когда либо прежде. Поэтому мы делимся с вами нашим планом мер для борьбы с пандемией на русском языке с целью победить вирус совместными усилиями и никогда не забывать о том, что мы все сёстры и братья.
  • Здесь вы можете найти нашу страницу на русском языке.
  • Heute stellen wir unseren Pandemie-Management-Plan offiziell auch für unsere Kolleginnen und Kollegen in Russland bereit. (Herzlichen Dank an Victoria Wozar, Joy Garcia, E.G., E.P.) Mögen wir die Pandemie weltweit gemeinsam überwinden!