Kritische Phase der Pandemie

  • SARS-CoV-2 lässt sich mit den Methoden der westlichen Länder nicht mehr aufhalten. Aber selbst China kann sich nicht mehr lange sicher vor der Rückkehr größerer Virusmengen sein. Allzuschnell schreitet die Ausbreitung des Erregers derzeit voran.
  • In politischer Not lassen immer mehr Staaten vielversprechende, aber noch nicht vollständig geprüfte Impfstoffe zu.
  • Noch immer fehlt jede Strategie. In kleinen Volksgruppen tritt die Menschheit gegen den global aktiven Erreger an.
  • Den größten Beitrag wissenschaftlicher Erkenntnisse liefert übrigens nicht Deutschland. Großbritannien hält unter allen westlichen Ländern noch am erkennbarsten die Fahne der Wissenschaft hoch. Originalliteratur liest man aber längst nicht mehr nur auf Englisch. Chinesisch wird immer wichtiger.
  • Deutschland liegt nur in puncto sinnlose Vorschriften auf Weltrang 1. Man findet insgesamt nicht einmal zehn sinnvolle Fachblogs in deutscher Sprache zur Corona-Pandemie. Nicht viele Professoren in Deutschland sind in der Krise überhaupt wissenschaftlich produktiv. Wir sollten uns nicht nur vor dem Virus fürchten. Gefährlich für unsere Zukunft sind auch wir Deutsche selbst. Nicht alle? Sie nicht? Zum Glück.

Hoffnung im Desaster

  • Für den Fall der Dekompensation haben wir bereits im Frühjahr ein Management-Schema vorgeschlagen, durch das die Zahl der neuen Infektionen drastisch gesenkt werden kann. Es erlaubt ferner den Betrieb der Krankenhäuser im Normalbetrieb. Behandlungen von Nicht-Corona-Erkrankungen müssen nicht verschoben werden.
  • Mindestens so wichtig wie die Trennung von Regelbetrieb und Pandemiebetrieb in der Medizin ist aber die Anpassung der Gesellschaft an die Pandemie. Es bringt nichts, Schulen und Kindergärten einfach nur zu schließen. Die Art des Unterrichts muss angepasst werden. Der Traum von einer Rückkehr in den Lebensmodus von 2019 wird sich auch beim Einsatz erster Impfstoffe als Illusion entpuppen. Die Pandemie dauert, gleiches Regierungshandeln vorausgesetzt, noch annähernd fünf Jahre lang. Jedes Beharren ist falsch. Jede Anpassung lohnt.

Grippeimpfstoff verfügbar

  • Der Grippe-Impfstoff für 2020/2021 ist bei uns eingetroffen.
  • Einige alte Lieferanten waren in diesem Jahr etwas wurschtig. Deshalb verzögerte sich bei uns in diesem Jahr die Grippeschutz-Saison. Ersatzweise haben wir ein paar pfiffige Apothekerinnen neu auf der Lieferantenliste. Auf gute Zusammenarbeit!
  • Bitte vereinbaren Sie vom 24.09.2020 an Impftermine über unser Sekretariat. Nutzen Sie hierfür idealerweise die Zeit zwischen 08.00 Uhr und 13:00 Uhr, am besten montags bis donnerstags.

Russland gefährdet die Welt

  • Gestern verkündete der Russische Präsident, Sputnik V, der russische Impfstoff sei als weltweit erster Impfstoff gegen SARS-CoV-2 zugelassen worden.
  • Russland verstößt mit dieser Zulassung gegen wichtige Regeln wissenschaftlicher Qualität. Die Zulassung des Impfstoffs ohne wissenschaftlichen Wirknachweis stellt eine internationale Blamage für Russland dar, vielleicht sogar eine weit größere Bedrohung der Menschheit, als das Virus selbst.
  • Dabei unterstellen wir nicht, dass die russischen Forscher bislang etwas falsch gemacht haben. Jetzt aber handeln sie voreilig unwissenschaftlich. Sie umgehen die Frage der Sicherheit ihres Impfstoffs, um Ruhm zu ernten. Es ist, als ob ein Sportler einfach quer über den Platz liefe, um beim 1000m-Lauf als erster durchs Ziel zu gehen.
  • Sprechen wir über Impfstoff-Sicherheit, befassen wir uns mit Themen wie „Infektverstärkung durch Antikörper“. An dieser Frage scheiterte die Impfstoffentwicklung bereits bei SARS-CoV-1, als eine asthmaähnliche Reaktion in der Lunge das Krankheitsbild nach der Impfung sogar verschlimmerte.
  • Nicht nur für Russland besser gewesen wäre es, die weltweit mehr als 150 verschiedenen Impfstoffkandidaten auf transparente Weise und unter Verwendung derselben Testkriterien zu vergleichen, um sicherzustellen, dass die Welt den besten Impfstoff erhält und nicht nur den ersten.
  • Keiner der bisherigen Kandidaten gleicht dem anderen in Bezug auf Sicherheit, Wirksamkeit oder Herstellungskosten.
  • Der russische Impfstoff mag in den üblichen Dosen sicher sein. Was aber, wenn die erzeugte Immunität nicht ausreicht, um Schutz zu bieten? Es käme zu einer fortgesetzten Virusverbreitung auch unter den pseudo-immunisierten Personen.
  • Der weniger als vollständige Schutz könnte ein Selektionsdruck sein, der das Virus dazu bringt, den vorhandenen Antikörpern auszuweichen, wodurch Stämme entstehen, die dann allen Impfstoffen auszuweichen imstande sind.
  • Ein schlechter Impfstoff ist schlimmer als gar kein Impfstoff. Hoffentlich wird Russlands Geltungssucht nicht für die gesamte Menschheit zum Problem.

Schutzimpfungen

  • Solange es keinen Impfstoff gegen SARS-CoV-2 gibt, wird die durch dieses Virus ausgelöste Pandemie nicht beendet sein.
  • Weil uns allen dieses Thema so sehr unter den Nägeln brennt, stellen wir heute Informationen zu Schutzimpfungen gegen SARS-CoV-2 bereit.