Warnung 2 vor Fluorchinolonen

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat das Risiko von die Lebensqualität beeinträchtigenden, lang anhaltenden und möglicherweise irreversiblen Nebenwirkungen von Chinolon- und Fluorchinolonhaltigen Antibiotika bewertet. Diese Nebenwirkungen betreffen den Bewegungsapparat (z. B. Tendinitis, Sehnenruptur, Myalgie, Arthralgie) sowie das periphere und zentrale Nervensystem (z. B. periphere Neuropathie, Schlaflosigkeit, Depression). In Deutschland zugelassen sind nur die Fluorchinolone Ciprofloxacin, Levofloxacin, Moxifloxacin, Norfloxacin und Ofloxacin. Es werden folgende Empfehlungen gegeben:
  • Fluorchinolone sollten nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Bewertung im Einzelfall angewendet werden.
  • Fluorchinolone sollen nicht angewendet werden
  • zur Behandlung von nichtbakteriellen (z. B. nichtbakterielle [chronische] Prostatitis) und selbstlimitierenden Infektionen (z. B. Pharyngitis, Tonsillitis, akute Bronchitis);
  • bei leichten bis mittelschweren Infektionen (z. B. unkomplizierte Zystitis, Exazerbation einer chronischen Bronchitis und chronisch obstruktiven Lungenerkrankung, akute bakterielle Rhinosinusitis, akute Otitis media), außer wenn andere Antibiotika ungeeignet sind;
  • zur Prävention von Reisediarrhoe oder rezidivierenden Infektionen der unteren Harnwege;
  • bei Patienten, die zuvor schwerwiegende Nebenwirkungen im Zusammenhang mit einem Chinolon- oder Fluorchinolon-Antibiotikum hatten.
  • Bei älteren Menschen, eingeschränkter Nierenfunktion, nach Organtransplantation und bei gleichzeitiger Behandlung mit Kortikosteroiden ist Vorsicht geboten, da das Risiko einer Fluorchinolon-induzierten Tendinitis und Sehnenruptur erhöht sein kann. Die gleichzeitige Anwendung von Kortikosteroiden und Fluorchinolonen sollte vermieden werden.

Warnung bei hormoneller Kontrazeption allgemein

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft warnte in einer Mitteilung vom 21.01.2019 vor Depressivität bis hin zur Suizidalität bei Frauen, die hormonelle Kontrazeptiva einnehmen. Damit verbunden war nicht etwa die Aufforderung, auf diese Art der Empfängnisverhütung generell zu verzichten, sondern der Rat, im Fall depressiver Verstimmungen bei gleichzeitiger Einnahme der "Pille" ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Omega-3-Fettsäuren schützen nicht vor Herzinfarkt.

Omega-3-Fettsäuren sind als Nahrungsergänzung sehr beliebt. Einige Kardiologen empfehlen ihre Zufuhr sogar als Medikament. Eine Cochrane-Studie bewies nun, dass die Einnahme von langkettigen, im Fisch enthaltenen, Omega-3-Fettsäuren vor allem durch Nahrungsergänzungsmittel wahrscheinlich kaum einen oder gar keinen Unterschied im Risiko für Herzkreislauferkrankungen, koronare Herzerkrankungen, Schlaganfall oder Herz-Unregelmäßigkeiten ausmachen. Auch zeigte die Einnahme von Omega-3 wenig oder keine bedeutsame Wirkung auf das Sterberisiko jeglicher Ursache.
Auch der Verzehr von der in pflanzlicher Nahrung enthaltener Omega-3-Fettsäure (ALA) hat wahrscheinlich
wenig oder gar keine Wirkung auf Herzkreislauf-bedingte Todesfälle oder Todesfälle jeglicher Ursache. Der Verzehr von mehr ALA reduziert jedoch wahrscheinlich minimal das Risiko von Herzunregelmäßigkeiten.

Warnung vor kombinierten hormonalen Kontrazeptiva

Eine Metaanalyse von vier Beobachtungsstudien kam zu dem Ergebnis, dass kombinierte hormonale Kontrazeptiva (KHK), die Dienogest und Ethinylestradiol (DNG/EE) enthalten, mit einem leicht erhhten Risiko fr vense Thromboembolien (VTE) assoziiert sind im Vergleich zu KHK, die Levonorgestrel und Ethinylestradiol (LNG/EE) enthalten.
Basierend auf diesen Ergebnissen wird das j
hrliche Risiko fr eine VTE bei Frauen, die DNG/EE verwenden, auf 8‐11 VTE‐Flle pro 10.000 Frauen geschtzt.
Zum Vergleich: Bei Frauen, die ein KHK anwenden, welches Levonorgestrel, Norethisteron oder Norgestimat enth
lt, liegt die jhrliche Inzidenz bei 5‐7 VTE‐Fllen pro 10.000 Frauen, und bei Nichtanwenderinnen kombinierter hormonaler Kontrazeptiva bei 2 VTE‐Fllen pro 10.000 Frauen.

Datendiebstahl bei der Starwood-Gruppe

Wir bitten um besondere Aufmerksamkeit bei Informationen, die Ihnen auf elektronischem Weg vermeintlich von uns zugetragen werden. Es gab einen groß angelegten Identitätsdiebstahl bei der Hotelgruppe Starwood. Auch wir und etliche unserer Patienten sind betroffen.

"On September 8, 2018, Marriott received an alert from an internal security tool regarding an attempt to access the Starwood guest reservation database. Marriott quickly engaged leading security experts to help determine what occurred. Marriott learned during the investigation that there had been unauthorized access to the Starwood network since 2014. Marriott recently discovered that an unauthorized party had copied and encrypted information, and took steps towards removing it. On November 19, 2018, Marriott was able to decrypt the information and determined that the contents were from the Starwood guest reservation database.

Marriott has not finished identifying duplicate information in the database, but believes it contains information on up to approximately 500 million guests who made a reservation at a Starwood property. For approximately 327 million of these guests, the information includes some combination of name, mailing address, phone number, email address, passport number, Starwood Preferred Guest ("SPG") account information, date of birth, gender, arrival and departure information, reservation date, and communication preferences. For some, the information also includes payment card numbers and payment card expiration dates, but the payment card numbers were encrypted using Advanced Encryption Standard encryption (AES-128). There are two components needed to decrypt the payment card numbers, and at this point, Marriott has not been able to rule out the possibility that both were taken. For the remaining guests, the information was limited to name and sometimes other data such as mailing address, email address, or other information."

Wir werden Informationen stets nur im Rahmen unserer ärztlichen Aufgaben übermitteln oder abfragen. Misstrauen Sie bitte stets allen elektronischen oder telefonischen Mitteilungen anderer Art. Dies gilt nicht nur in diesem Fall.