Geschichte der SARS-CoV-2-Pandemie

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Wir werden hier jeden Tag ein kleines Stück Pandemie-Geschichte erzählen. Unsere Erzählung wird sich an einer Zeitleiste aufreihen. Alles, was wir erzählen, ist durch mehrere Quellen belegt. Seien Sie beim Lesen trotzdem vorsichtig!

Am Anfang wird die Geschichte klingen, als ob der Ursprung von
SARS-CoV-2 mit Sicherheit in Wuhan in der Provinz Hubei in China zu finden ist. Dann werden der Beginn der Epidemie in Italien und in Deutschland und Geschichten aus Frankreich erzählt werden. Plötzlich tauchen Zweifel auf.

Kehren Sie am besten einmal pro Woche hierhin zurück. Geschichte ist nämlich niemals zu Ende erzählt. Neue Informationen flechten wir ein. Scheinbar Altbekanntes sieht auf einmal ganz anders aus.

Lassen Sie sich überraschen. Teilen Sie uns gerne
Ihre Gedanken mit.

Legende

Etliche Worte sind mit Verweisen auf Fundstellen im Internet versehen. Der Aufbau der Einträge ist immer gleich:
  • Ortsangabe Datum

    Landkarten-Markierung

    • Ausgangspunkt eines Teils der Geschichte
    • nicht: Ursache
  • Berlin 03.01.2013

    Warnung

    • kritische Analyse
    • ungelöstes Problem
  • Elsass 16.11.2019

    Ausrufezeichen

    • bemerkenswerter Eintrag
    • wichtig für das Verständnis nachfolgender Einträge
  • Wuhan 09.12.2019

    allgemeine Information

    Ereignis
  • Frankfurt 25.12.2019

    Ortswechsel von Dr. Stock

    erwähnt, soweit dies für den Blog zur Corona-Pandemie von Bedeutung ist
  • Wuhan 03.01.2020

    Wanze

    • Hier ging etwas schief.
    • Wendepunkt
    • Ausgangspunkt einer Verschlechterung
  • Beijing 07.01.2020

    Stern

    • maßgebliche politische Handlung
    • Eingriff verantwortlicher Politiker
  • Genf 14.01.2020

    Frage

    • entscheidende Frage
    • kritische Unklarheit
  • Wuhan 22.01.2020

    Meilenstein

    entscheidende Veränderung
    • gesellschaftlich oder wissenschaftliche
    • die Wahrnehmung weltweit ändernd

Was bisher geschah:

  • Wuhan 2007

    BSL-4-Hochsicherheitslabor

    • China eröffnet in Wuhan sein erstes BSL-4-Labor. Es wurde unter Anleitung französischer Ingenieure und französischer Wissenschaftler erbaut.
  • Berlin 03.01.2013

    Risikoanalyse der Bundesregierung: "Pandemie durch Virus Modi-SARS"

    • Die Analyse entstand unter der Koordinierung des Innenministeriums.
    • Sie stammt aus dem Jahr 2012.
    • Im Nachhinein wirkt sie wie eine Vorwegnahme der Corona-Pandemie ab 2020.
  • Berlin 2015

    Auflösung der Schutzkommission beim Bundesministerium des Inneren

    • Die Professoren Robert Wieler und Alexander Kekulé saßen gemeinsam in der einstigen Schutzkommission beim Innenministerium und arbeiteten an Pandemieplänen.
    • 2015 wurde die Kommission plötzlich aufgelöst.
    • Man sei der Regierung zu kritisch und zu unbequem geworden, berichten ehemalige Mitglieder.
    • Das Gremium habe sich zu oft in Diskussionen verloren, hört man aus dem Innenministerium.
  • Elsass 16.11.2019

    Spekulation: 1. CoVID-2019-Pneumonie in Frankreich

    • retrospektiv: Auswertung alter CT-Aufnahmen
    • Schwäche: Milchglastrübungen im Computertomogramm kommen auch bei anderen viralen Pneumonien vor.
    • Forderung: Korrelation mit archivierten Blutproben
  • Wuhan 17.11.2019

    retrospektiv: 1. Patient weltweit im Krankenhaus

    (vielleicht) 1. Fall einer primär unklaren Pneumonie in Wuhan
  • Wuhan 08.12.2019

    prospektiv: 1. Patient weltweit im Krankenhaus

    (vielleicht) 1. Fall einer primär unklaren Pneumonie in Wuhan
  • Wuhan 09.12.2019

    mehrere Patienten

    mehrere Fälle einer primär unklaren Pneumonie in Wuhan
  • Frankfurt 25.12.2019

    Dr. Stock beginnt eine Chinareise.

    In Deutschland ist von der neuen Krankheitssituation in China noch nichts bekannt.
  • Wuhan 25.12.2019

    Pflegepersonal infiziert

    Die Ärztin Ai Fen warnt ihre Kollegen. Sie sagt, Pflegepersonal habe sich bereits bei den Patienten angesteckt.
  • Paris 27.12.2019

    Spekulation: 1. Patient in Frankreich

    • retrospektiv: Auswertung alter Blutproben
    • unklar: Art und Beweiskraft des angewendeten Verfahrens
  • Wuhan 27.12.2019

    Coronaviren sind Auslöser der Krankheitsfälle.

    Der Arzt Zhang Jixian informiert die Gesundheitsbehörde in Wuhan über Coronaviren als Ursache der Krankheitshäufungen.
  • Wuhan 30.12.2019

    Ärzte in Gefahr

    Der Arzt Dr. Li Wenliang warnt seine Studienkollegen vor einer SARS-ähnlichen Krankheit.
  • Wuhan 31.12.2019

    Einschaltung der WHO in Beijing

    Die Gesundheitsbehörde in Wuhan informiert ihr eigenes WHO-Büro in Beijing über eine neue virale Lungenkrankheit, deren Ursprung unbekannt sei.
  • Wuhan 31.12.2019

    Informationen für Chinesen unterdrückt

    Beijing meldet 27 Erkrankte. Soziale Medien beginnen, Beiträge zum Ausbruch zu löschen. Laut einem Bericht von Citizen Lab, einem Institut der Universität Toronto, zensiert der Livestreaming-Dienst YY ab dem 31. Dezember Beiträge, in denen bestimmte Begriffe erwähnt werden, etwa „unbekannte Lungenkrankheit“, „Sars-ähnliche Symptome“ und „Gesundheitsamt Wuhan“.
  • Hubei 31.12.2019

    266 Erkrankte

    In der Provinz Hubei gibt es mindestens 266 Erkrankte mit der neuartigen Lungenkrankheit.
  • Taiwan 31.12.2019

    Alarm in Taiwan

    Auf Taiwan werden die Körpertemperaturen Einreisender aus Wuhan gemessen.
  • Berlin 31.12.2019

    dpa meldet: Mysteriöse Krankheit in China entdeckt

    Auf Taiwan werden die Körpertemperaturen Einreisender aus Wuhan gemessen.
  • USA 01.01.2020

    falscher Verdacht: ein chinesischer Markt in Wuhan

    Aus den USA kommt der Verdacht, ein Markt für Meerestiere sei der Ausgangspunkt der Infektionen.
  • Wuhan 01.01.2020

    Schließung eines verdächtigen Markts in Wuhan

    Polizei und die Gesundheitsbehörden schließen den Markt in Wuhan, auf dem einige der Patienten gearbeitet haben. Er war zwar nicht der Ausgangspunkt, aber ein großer Verteiler der Infektion.
  • Hubei 01.01.2020

    mindestens 381 Erkrankte in Hubei

    Allein in der Provinz Hubei, deren Hauptstadt Wuhan besonders betroffen ist, gibt es weit mehr Fälle als offiziell bekannt.
  • Singapur 02.01.2020

    Warnung an alle Ärzte in Singapur

    Das Gesundheitsministerium in Singapur gibt eine Warnung an alle Ärzte heraus. Singapur wird in der ersten Phase der Pandemie das Land mit dem weltweit besten Management, mit den geringsten Todeszahlen und mit dem geringsten volkswirtschaftlichen Schaden sein.
  • Beijing 03.01.2020

    China informiert die WHO in Genf

    Das China-CDC und das Büro der WHO in Beijing informieren die Weltgesundheitsorganisation in Genf über eine Häufung von Pneumonien in Wuhan.
  • Beijing 03.01.2020

    Telefonat zwischen CDC und China-CDC

    Emotionales Telefongespräch zwischen Gao Fu, dem Leiter des China-CDC und seinem US-Counterpart Robert Redfield. Gao berichtet vom Verlust der Kontrolle des Krankheitsausbruchs. Er weint.
  • Wuhan 03.01.2020

    China: Ärzte werden verhaftet

    Die Polizei verkündet auf Weibo, sie habe Dr. Li Wenliang und sieben weitere Ärzte verhaftet. Sie wirft ihnen die Verbreitung von Gerüchten vor.
  • Singapur 03.01.2020

    Singapur: Ärzte führen umfassend Kontrollen durch

    Temperatur-Screening aller aus Wuhan eintreffenden Reisenden am Flughafen von Singapur
  • Genf 05.01.2020

    Disease Outbreak News

    Die WHO schickt eine „Disease Outbreak News“ auch an das RKI in Berlin.
  • Schanghai 05.01.2020

    Darstellung des genetischen Codes von SARS-CoV-2

    Unter der Leitung des Schanghaier Virologen Zhang Yongzhen entschlüsselt eine internationale Forschergruppe das Genom von SARS-CoV-2 vollständig. Die Behörden werden sofort informiert. Am 11. Januar stellen die Forscher das Genom der Fachwelt auf der Website virological.org zur Verfügung. Zhangs Labor in Schanghai wird am 12.01.2020 ohne Angabe von Gründen geschlossen.
  • China 06.01.2020

    59 offiziell Erkrankte in China

    59 Menschen sind offiziell in China erkrankt. Von Infektionen außerhalb Chinas ist nichts bekannt.
  • Beijing 07.01.2020

    SARS-CoV-2 im Ständigen Ausschuss des Politbüros

    Der ständige Ausschuss des Politbüros befasst sich unter Leitung von Xi Jinping mit der Lage in Wuhan. Die oberste Staatsführung Chinas zieht die Leitung der Krankheitsbekämpfung an sich. Man hat den Ernst der Lage offenbar erfasst.
  • Wuhan 08.01.2020

    Dr. Li Wenliang infiziert

    Der Arzt Dr. Li Wenliang infiziert sich während einer Glaukom-Operation. Er war am 03.01.2020 festgenommen worden, als er ehemalige Kommilitonen vor CoVID-2019 warnte. Er musste widerrufen und schriftlich versichern, keine weiteren "Gerüchte" zu verbreiten. Erst danach setzte man ihn wieder auf freien Fuß.
  • Genf 09.01.2020

    WHO: Der Krankheitserreger ist neu.

    Die WHO macht einen neuen Typ von Coronaviren für die Pneumonien verantwortlich. Chinesische Wissenschaftler hatten ihn isoliert und sequenziert.
  • Wuhan 08.01.2020

    1. Patient weltweit stirbt

    Die Gesundheitskommission der zentralchinesischen Metropole Wuhan meldete am 11.01.2020 diesen ersten Todesfall, sieben Patienten seien in kritischem Zustand. Das Gremium teilt aber auch mit, seit einer Woche seien keine neuen Infektionen mehr entdeckt worden.
  • Frankfurt 11.01.2020

    Dr. Stock beendet seine Chinareise.

    In Deutschland hält man die neue Krankheitssituation in China noch für wenig relevant.
  • Wuhan 12.01.2020

    Ärzte und Pflegekräfte krank

    Mindestens 15 Menschen aus dem Gesundheitswesen in Wuhan sind erkrankt. Etliche mehr sind bereits infiziert. Dies stellt sich aber erst später heraus.
  • Beijing 12.01.2020
  • Thailand 13.01.2020

    1. Erkrankung in Thailand

    • 1. Krankheitsfall außerhalb Chinas
    • milde Pneumonie
    • Reise-Rückkehrerin, kam aus Wuhan
  • Genf 14.01.2020

    SARS-CoV-2 übertragbar von Mensch zu Mensch?

    Die WHO hält eine «limitierte» Mensch-zu-Mensch-Übertragung für möglich.
  • Japan 15.01.2020

    1. Erkrankung in Japan

    • Reise-Rückkehrer, kam aus Wuhan
  • Beijing 15.01.2020

    SARS-CoV-2 übertragbar von Mensch zu Mensch

    China schließt die Übertragung von Mensch zu Mensch nicht mehr aus.
  • Berlin 16.01.2020

    PCR-Test etabliert

    Die Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Christian Drosten entwickelt an der Charité den weltweit ersten PCR-Test für SARS-CoV-2.
  • Flughäfen in San Francisco, Los Angeles, New York 17.01.2020

    Gesundheitsprüfungen für Reisende aus Wuhan

    Das CDC und das Heimatschutzministerium beginnen an den Flughäfen von San Francisco, Los Angeles und New York mit Gesundheitschecks für Reisende aus Wuhan.
  • Wuhan 17.01.2020

    1. Patient weltweit stirbt

    • 69-jähriger Mann aus Wuhan
  • Rosbach 18.01.2020

    Dr. Stock warnt als einer der ersten Ärzte in Deutschland vor einer Virus-Pandemie.

    Die erste Website wird freigeschaltet.
    Nach und nach werden
    Informationen ergänzt.
    Die Arbeitsgruppe Pandemie bildet sich mit Axel Reddehase und
    Dr. Wolfgang Stock als Kern.
  • Wuhan 19.01.2020

    Problem unterschätzt

    Die Stadt Wuhan genehmigt ein öffentliches Bankett für 40000 Personen.
  • Washington 19.01.2020

    Problem unterschätzt

    Gesundheitsminister Azar versucht vergeblich, Präsident Trump telefonisch über die Gefahr des neuen Coronavirus zu unterrichten. Trump will lieber über die Gefahr von E-Zigaretten reden.
  • Genf 19.01.2020

    Lob von der WHO

    • Die WHO lobt das chinesische Vorgehen bei der Eindämmung der neuen Krankheit.
    • Studien zeigen später, dass zu dieser Zeit die Fallzahlen in Wuhan exponentiell steigen.
  • Südkorea 20.01.2020

    1. Erkrankung in Südkorea

    • Details bleiben unaufgeklärt.
  • Beijing 20.01.2020

    SARS-CoV-2 übertragbar von Mensch zu Mensch

    China hält die Übertragung von Mensch zu Mensch für erwiesen. Medizinisches Personal habe sich angesteckt. Von 14 Betroffenen ist die Rede. In Wirklichkeit haben sich zu diesem Zeitpunkt schon mehrere hundert Ärzte und Pflegekräfte angesteckt. Am nächsten Tag droht die Kommission für Politik und Recht der Kommunistischen Partei allen Funktionären, die Infektionszahlen fälschen, dass sie „als Sünder in die Geschichte eingehen“ würden.
  • Wuhan 20.01.2020

    3. Patient weltweit stirbt

    • Tod des offiziell dritten Patienten in Wuhan
    • Mehr als 200 Fallberichte aus Wuhan liegen vor.
  • Berlin 20.01.2020

    Problem unterschätzt

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Prof. Dr. Robert Wieler, Leiter des Robert-Koch-Instituts (RKI) sagen in Interviews: Deutschland könne beruhigt sein. Spahn erklärt, das Infektionsgeschehen sei milder als bei der Grippe. Die Deutschen werden eingestimmt auf falsche Aussagen, wie sich zeigen wird.

    Spahn bezeichnet das Risiko für Deutschland als „sehr gering“. Noch während beide ihre Interviews geben, berechnet die RKI-Projektgruppe „Epidemiologische Modellierung von Infektionskrankheiten“ die Wahrscheinlichkeit, dass in einem Flugzeug aus Wuhan ein Infizierter sitzen könnte. Ergebnis: sehr hoch.
  • USA 21.01.2020

    offiziell 1. Erkrankung in den USA

    • Mann, Anfang 30
    • eingereist aus Wuhan in den Bundesstaat Washington
  • Singapur 21.01.2020

    Alarmstufe erhöht

    Singapur erhöht seine Alarmstufe auf „enhanced preparedness".
  • London/Florida 22.01.2020

    viel mehr Infizierte als Kranke

    Epidemiologen in London und in Florida vermuten zwischen 4000 und 9700 Infizierte in China.
  • Nordkorea 22.01.2020

    Tourismus beendet

    Nordkorea schließt seine Grenzen für Touristen.
  • Wuhan 22.01.2020

    Wuhan isoliert

    In der Nacht vom 22. auf den 23.Januar wird Wuhan abgeriegelt. Nach einer Schätzung des Bürgermeisters haben kurz zuvor wegen des nahenden Neujahrfestes fünf Millionen Menschen die Stadt verlassen. Daten des Unternehmens Baidu zeigen, dass mehr als vier Fünftel dieser Reisenden nur in benachbarte Städte und Provinzen fuhren. Daraufhin werden im Umkreis Wuhans weitere Städte mit insgesamt 56 Millionen Einwohnern abgesperrt.
  • Singapur 23.01.2020

    1. Erkrankung in Singapur

    • Reise-Rückkehrer, kam aus Wuhan
    • Mann, 66 Jahre alt
  • China 23.01.2020

    Maßnahmen für China

    • Absage aller größeren Neujahrsfeste in Beijing
    • Schließung des Palastmuseums in Beijing auf unbestimmte Zeit
    • partielle Quarantäne über Wuhan und Nachbarorte
    • Bau eines Spezialkrankenhauses für an der neuen Form der Pneumonie Erkrankte
  • Washington 23.01.2020

    Problem erneut unterschätzt

    Präsident Trump wird gefragt, ob ihn der Ausbruch des Coronavirus besorge. Er sagt: „Nein, ganz und gar nicht.“ Seine Regierung habe alles unter Kontrolle. Ob er den Informationen aus China traue? Das tue er. „Ich habe eine großartige Beziehung zu Präsident Xi.“
  • Washington 23.01.2020

    Kulturelle Unterschiede nicht erkannt

    Donald Trump schreibt auf Twitter, China habe große Anstrengungen unternommen, um das neue Virus einzudämmen. Die Vereinigten Staaten wüssten die Bemühungen und die Transparenz sehr zu schätzen. Im Namen des amerikanischen Volkes danke er Präsident Xi.
  • Frankreich 24.01.2020

    3 Erkrankte in Frankreich

    • Zwei Erkrankte leben in Paris, einer in Bordeaux.
    • Alle haben Wuhan besucht.
  • Berlin 24.01.2020

    Jens Spahn verbreitet Falschinformationen zu SARS-CoV-2.

    • „Nach allem, was wir wissen, überträgt sich das Coronavirus nur schwer von Mensch zu Mensch. Und der Krankheitsverlauf ist relativ moderat.“
    • Nach allem, was man bis zu diesem Zeitpunkt aus Asien wusste, gab es für solch eine Unwahrheit keine Rechtfertigung.
  • Australien 25.01.2020

    3 Erkrankte in Australien

    • Einer der Erkrankten nutzte Flug CZ321 nach Melbourne.
  • Bayern 25.01.2020

    1 Erkrankter in Deutschland

    • Eine Chinesin steckt vier Mitarbeiter des bayerischen Autozulieferers Webasto an, der in Wuhan ein großes Werk betreibt.
    • Bundesgesundheitsminister Spahn beruhigt die Deutschen: „Nach allem, was wir wissen, überträgt sich das Coronavirus nur schwer von Mensch zu Mensch. Und der Krankheitsverlauf ist relativ moderat.“
  • Großbritannien 25.01.2020

    Großbritannien verliert die Kontrolle

    • Großbritannien hat den Kontakt zu 2000 Reisenden aus China verloren. Sie gelten als potentiell infiziert.
  • Beijing 25.01.2020

    Xi Jinping wegen SARS-CoV-2 im Staatsfernsehen

    Das Staatsfernsehen zeigt Filmsequenzen einer Sitzung des Politbüros, geleitet von Xi Jinping. Ein Kommentator teilt mit, es gehe um die Bekämpfung der neuen Krankheit. Am selben Tag stoppt China alle Gruppenreisen ins Ausland.
  • Berlin 26.01.2020

    Deutschland richtet einen Krisenstab ein.

    Das Auswärtige Amt verschärft seine Reise- und Sicherheitshinweise. Flugreisende aus China sollen in Formulare schreiben, wo sie erreichbar sind. Piloten müssen angeben, ob es an Bord Verdachtsfälle gibt.
  • Washington 27.01.2020

    Die USA richten einen Krisenstab ein.

    Zunächst wird der Krisenstab von Gesundheitsminister Azar geleitet, ab Ende Februar 2020 durch Vizepräsident Mike Pence.
  • Berlin 28.01.2020

    Problem bagatellisiert

    „Für übertriebene Sorge gibt es keinen Grund“, sagt Bundesgesundheitsminister Spahn der „Bild“. Und bei einer Pressekonferenz betont er: „Das Einzige“, das ihn beunruhige, seien aufkommende Verschwörungstheorien.
  • Genf 03.02.2020

    6065 offiziell Erkrankte weltweit

    Ende Mai 2020 werden es 5 Millionen sein.
  • München 30.01.2020
  • Genf 30.01.2020

    Gesundheitsnotstand

    Der weltweite Gesundheitsnotstand wird erklärt.
  • Philippinen 01.02.2020

    offiziell 1. Todesfall außerhalb Chinas

    • Mann
    • 44 Jahre alt
    • Reisender aus Wuhan
    • 38jährige Begleiterin: war die erste, offiziell Erkrankte auf den Philippinen, zum Zeitpunkt des Todes ihres Begleiters bereits wieder ohne Symptome
    • weitere Kontaktpersonen unbekannt
    • Die Reisenden hatten sowohl Cebu, Negros Oriental als auch Manila besucht.
  • Washington 01.02.2020

    Einreiseverbot für die USA

    Die World Health Organization hält internationale Reisebeschränkungen für nicht hilfreich zur Eindämmung des Gesundheitsnotstands.
  • Genf 01.02.2020

    Länder und Gebiete, in denen Fälle bestätigt wurden:

    Thailand, Japan, Hongkong, Singapur, Taiwan, Australien, Malaysia, Macao, Russland, Frankreich, Vereinigte Staaten, Südkorea, Deutschland, Vereinigte Arabische Emirate, Kanada, Großbritannien, Vietnam, Italien , Indien, Philippinen, Nepal, Kambodscha, Sri Lanka und Finnland
  • Beijing 03.02.2020

    China wirft den USA "Angstmache" vor.

    Präsidentenberater Peter Navarro hatte am 29.01.2020 ein Memo an Präsident Trump geschickt, in dem er ein sofortiges Einreiseverbot in die USA forderte. Der Vermerk enthielt auch Prognosen über die erwarteten wirtschaftlichen Folgen und die Todesopfer durch SARS-CoV-2. Azar hatte Trump vorgeschlagen, Peking für seine mangelnde Transparenz zu kritisieren. Trump widersprach. Zwei Tage später verhängte er trotzdem ein Einreiseverbot für alle Ausländer, die in den 14 Tagen zuvor in China gewesen sind, es sei denn diese seien US-Amerikaner und Personen mit fester Aufenthaltsgenehmigung für die USA.


    China wirft Amerika wegen des Einreiseverbots „Angstmache" vor. Die amerikanische Regierung sei „ein schlechtes Vorbild“, weil sie sich der WHO-Empfehlung gegen Reiseverbote widersetze, sagt eine Sprecherin des Außenministeriums.

    Erbost ist Peking auch darüber, dass die Vereinigten Staaten ihre Diplomaten und Staatsbürger aus Wuhan abgezogen und ausgeflogen haben.
  • Wuhan, Germersheim 01.02.2020

    Rückführung von 124 Personen von Wuhan nach Deutschland

    • Am 1. Februar landet eine Maschine der Bundeswehr in Wuhan. Sie soll Deutsche ausfliegen. Rund um den Flug gibt es in der Regierung erstmals richtigen Streit.
    • Spahn will die 102 Passagiere unter häusliche Quarantäne stellen. Er findet keinen geeigneten, zentralen Ort für ihre Unterbringung. Innenminister Horst Seehofer ist das zu gefährlich. Man könne nicht kontrollieren, ob die Eingeflogenen etwa in Zügen auf der Heimfahrt das Virus verbreiteten. Er pocht auf zentrale Unterbringung.
    • Seehofer hatte als Gesundheitsminister in den 90er-Jahren diverse Krisen miterlebt. 2002 war er beinahe selbst an einer Viruserkrankung gestorben.
    • Auch Merkel sieht es so. Seehofer setzt sich durch.
    • Bedingung für die Landung der Bundeswehr-Maschine in Wuhan war eine deutsche "Hilfslieferung". Deutsche gegen Verbrauchsmaterial. Kanzlerin Merkel hatte Präsident Xi im Telefonat also "Unterstützung" zugesichert. Das Flugzeug brachte deshalb 5,4 Tonnen Hilfsmaterial aus Deutschland nach Wuhan. Sogar auf den nationalen Vorrat für Notfälle griff man dabei zurück.
    • Einige Staatssekretäre aus dem Gesundheits- und aus dem Innenministerium warnten das Auswärtige Amt: Die Hilfsgüter fehlen bald bei uns. Ihr Widerstand war erfolglos. Wenige Wochen später zeigte sich die ganze Naivität dieses Transports.
    • Dem Bundeswehr-Flugzeug wird eine Zwischenlandung in Moskau nicht erlaubt.
    • Die gegen Verbrauchsmaterial ausgetauschten Passagiere werden mit 200 Feldbetten am Flughafen Frankfurt empfangen.
    • 1 Verdachtsfall kommt in die Uniklinik Frankfurt (02.02.2020: PCR negativ). 10 anderweitig Erkrankte werden ebenfalls in der Uniklinik Frankfurt aufgenommen.
    • Die Übrigen fahren mit Bussen weiter in eine Quarantäne in der Südpfalz-Kaserne in Germersheim.
    • 100 Deutsche, 22 Chinesen, einen Rumänen, und einen US-Bürger flog die Luftwaffe auf diese Weise aus.
  • Yokohama 04.02.2020

    Kreuzfahrtschiff unter Quarantäne

    • In Japan wird das Kreuzfahrtschiff «Diamond Princess» mit seinen 3711 Passagieren und Crewmitgliedern unter Quarantäne gestellt.
    • Bei 10 Passagieren wurde Virus-RNA gefunden.
    • 20 Tage später wird die "Quarantäne" beendet.
    • Am Ende waren 705 Menschen an Bord infiziert. 6 Menschen an Bord verstarben an CoVID-2019.
  • Wuhan 07.02.2020

    Dr. Li Wenliang stirbt

    • Dr. Li Wenliang ist der weltweit erste Augenarzt, der an CoVID-2019 stirbt.


    • Speziell auf die USA blickt man herab. Dort teilt Außenminister Mike Pompeo am Tag des Todes von Dr. Li mit, dass das State Department fast 18 Tonnen medizinischer Güter nach China liefert, auch Atemschutzmasken und Beatmungsgeräte.
  • Genf 11.02.2020

    Krankheit und Erreger werden benannt

    • Die Krankheit wird auf einem WHO-Gipfel in Genf CoVID-19, abgeleitet aus Corona, Virus, Infectious und Disease sowie 19 für das Jahr seiner Entdeckung 2019 genannt. Das Virus heißt ab jetzt SARS-CoV-2.
    • Es gibt weltweit 43105 bestätigte Infizierungen und 1018 Todesfälle.
    • Bei uns wird die neue Krankheit auch weiterhin CoVID-2019 (vierstellige Jahreszahl) genannt. Wir hatten diesen Begriff bereits zuvor verwendet und alle Archive sowie alle Suchmaschinen damit eingerichtet. Eines fernen Tages, wenn Zeit dazu ist, renovieren wir den Begriff. Wer weiß, wie das durch SARS-CoV-2 ausgelöste Krankheitsbild bis dahin heißt.
  • Berlin 12.02.2020

    Jens Spahn erkennt den Ernst der Lage nicht.

    • Bundesgesundheitsminister Spahn berichtet dem Gesundheitsausschuss des Bundestags über SARS-CoV-2. Laut Protokoll sagt er: Die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung werde vom RKI wie von anderen Experten als gering eingeschätzt. Er habe aber „Sorge, dass es in den Nachbarländern Chinas oder in Afrika zu Infektionsketten komme“.
    • Spahn weiter: Wenn es tatsächlich eine Pandemie gebe – "eine zurzeit irreale Vorstellung" – könne man viele Krankenhauszimmer durch entsprechende Maßnahmen zu Isolierzimmern umgestalten.
    • Intern gibt der Minister offen zu, kaum über Gewissheiten zu verfügen. Die Öffentlichkeit stellt er mit Legenden ruhig.
    • Während Spahn und Wieler im Ausschuss sitzen, schreibt Prof. Alexander Kekulé dem Chef des RKI: „Wie Sie wissen, deckten sich meine Risikobewertungen und Empfehlungen in der Vergangenheit nicht immer ganz mit denen Ihrer Behörde.“ Dennoch hoffe er auf eine „strikt sachliche Prüfung“ seines Vorschlags einer „Hinterland-Surveillance“: Kekulé schlägt vor, alle schweren Atemwegserkrankungen im Land, die einer Influenza-Grippe ähneln, auf Corona-Viren zu testen. Kekulé sagte gegenüber Die WELT, Professor Wieler habe nicht reagiert.
  • Genf 13.02.2020

    Entsendung eines Inspektorenteams der WHO nach China

  • Wuhan 16.02.2020

    China bestreitet, Huang Yanling, ehemalige Mitarbeiterin des BSL-4-Labors in Wuhan, sei Patientin 0 gewesen.

    Das Wuhan-Institut für Virologie dementierte am Sonntag Gerüchte, wonach die erste Person, die sich eine neuartige Coronavirus-Pneumonie (COVID-19) zugezogen habe, oder der Patient Null des COVID-19 aus dem Institut stamme.

    Huang Yanling, die 2015 einen Master-Abschluss vom Institut erhielt, zog nach ihrem Abschluss an einen anderen Ort, um dort zu arbeiten und zu leben, und ist seitdem nicht mehr nach Wuhan zurückgekehrt. Sie war nie mit dem Virus infiziert und befindet sich in einem gesunden Zustand, wie das Wuhan Institute of Virology am Sonntag auf seiner Website bekannt gab.

    Die Erklärung kam nach Behauptungen, die am Samstag im Internet kursierten, wonach Huang die Patientin Null des neuartigen Coronavirus sei.

    Zu einem entscheidenden Zeitpunkt im Kampf gegen die Epidemie habe dieses Gerücht die Forschungsarbeit des Instituts stark gestört, so das Institut in der Erklärung.

    Wei Hongping, ein Forschungsstipendiat am Wuhan-Institut für Virologie und Mentor von Huang, veröffentlichte in seinen WeChat-Momenten, dass er kürzlich Huang angerufen und bestätigt habe, dass Huang in guter Gesundheit sei, berichtete die National Business Daily am Sonntag.

    Shi Zhengli, ein Forschungsstipendiat am Wuhan-Institut für Virologie, sagte am Samstagabend: "Ich kann versprechen, dass an unserem Institut kein einziger Mensch infiziert wurde, auch keine Doktoranden. Wir haben null Infektionsfälle", berichtete die Beijing News am Sonntag.

    Ein anderer Wissenschaftler des Instituts, Chen Quanjiao, fügte hinzu: "Das Wuhan-Institut für Virologie hat keine Infektionen, und der Patient Null kam nicht von uns", berichteten die Beijing News am Sonntag.

    Laut einer Immatrikulationsliste, die das Institut am 4. November 2011 veröffentlichte, wurde Huang von der Southwest Jiaotong University empfohlen, im Jahr 2012 dem Master-Programm des Instituts beizutreten, berichtete die Beijing News.
  • Gangelt 15.02.2020

    Karneval in Gangelt

    • Auch weil im Karneval Hunderte Menschen eng miteinander feierten, beschleunigte sich die Verbreitung von SARS-CoV-2 in Deutschland.
    • Der eigentliche Ursprung des Clusters in Heinsberg blieb unklar. Dem Ehepaar, das nach der Faschingswoche zuerst erkrankte, konnte kein verdächtiger Kontakt zugeordnet werden.
  • Gangelt 19.02.2020

    Quarantäne für 300 Menschen in Gangelt

    Im nordrhein-westfälischen Kreis Heinsberg mussten nach einer Karnevalssitzung im Ort Gangelt mehr als 300 Menschen und ihre Familien in eine zweiwöchige Quarantäne gehen. An der landestypischen Vergnügung war trotz des weltweiten Gesundheitsnotstands festgehalten worden. Ein Mann, einer der Teilnehmer, ist später an CoVID-2019 erkrankt.
  • Südkorea 19.02.2020

    erkrankt im Gottesdienst

    In Südkorea fällt bei einer 61-jährigen Angehörigen einer christlichen Sekte ein PCR-Test positiv aus, die mit Symptomen Gottesdienste besucht hatte. Bis dahin hatte das Land das Virus gut unter Kontrolle. Gezählt wurden trotz vielen Tests erst 31 bestätigte Fälle und keine Toten.
  • Südkorea 20.02.2020

    156 offiziell Infizierte in Südkorea

    In den folgenden Tagen breitete sich das Virus in einer christlichen Sekte rapide aus.
  • Qom 20.02.2020

    2 Tote in einer Pilgerstadt im Iran

    Von Qom trugen Pilger das Virus in andere Städte und die Nachbarländer. Laut Ärzten grassierte es schon seit Januar in Qom.
  • Frankfurt 21.02.2020

    Dr. Stock beginnt eine Reise nach Rom.

    Nach der Landung in Rom erfährt Dr. Stock während der Fahrt mit dem Taxi zum Hotel, dass 14 Dörfer rund um Mailand abgeriegelt worden sind.
  • Iran 21.02.2020
  • Frankfurt 26.02.2020

    Dr. Stock beendet eine Reise nach Rom.

    Das Gesundheitsamt des Wetteraukreises lehnt eine spezielle Sicherheitsuntersuchung von Dr. Stock ab. Er habe sich nicht in einem Gebiet der Risikoliste aufgehalten. Tags darauf müssen Flugreisende aus Italien Meldezettel ausfüllen, damit das Gesundheitsamt ihren Aufenthalt in Deutschland ermitteln kann.
  • München 16.03.2020

    Katastrophenfall für Bayern

    Die Landesregierung Bayerns zentralisiert das Pandemie-Management, indem sie für Bayern den Katastrophenfall ausruft.

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