April 2020
March 2020
February 2020
June 2019
May 2019
April 2019
January 2019
December 2018
November 2018

Halten Sie Abstand. Schützen Sie sich!

  • SARS-CoV-2 ist in Deutschland schon so weit verbreitet, dass es in diesen Tagen schwer ist, einer Infektion zu entgehen.
  • Fehler 1: offene Schulen und Kindergärten in den ersten Wochen des März
  • Fehler 2: Personal wird in unseren Krankenhäusern teilweise ohne ausreichenden Schutz zu CoVID-2019-Patienten geschickt.
  • Warum sollten Sie trotzdem zu Hause bleiben? - Die Antwort ist ernüchternd. Es ist schlicht kein Platz auf der Intensivstation. Bedenken Sie das auch beim Motorradfahren. Dies ist nicht die Zeit für das sonst übliche Risiko.
  • Wer einen Garten hat, nutze ihn. Wer nah am Wald wohnt, mag auch dort spazieren. Meiden Sie aber Begegnungen mit anderen Menschen. Bleiben Sie in Ihrem Haus, auf Ihrem Grundstück, in Ihrer Wohnung, bis Deutschland über bessere Versorgungsstrukturen verfügt.

Kritische Zahl an Infizierten erreicht

  • Dem römischen Kaiser Nero wurde angekreidet, er habe - als Rom brannte - die Fiedel gespielt. Immerhin hat er nie behauptet, Feuer sei gar nicht so schlimm. Er hat auch die Kinder Roms nicht in die Flammen geschickt, etwa, weil sie schlechter oder erst später oder seltener brennen würden als Erwachsene oder, weil ihre Eltern sonst der Wirtschaft nicht zur Verfügung stehen.
  • Viele unserer Politiker, Leiter von Gesundheitsämtern und sogar ein paar Vertreter von Ärzteverbänden spielen auch jetzt noch die Fiedel. Sie tun nicht, was getan werden muss.
  • Viele Kultusminister und viele Schulamtsleiter schicken unsere Kinder noch immer in Schulen. Die Kinder nutzen auf ihrem Weg dorthin den öffentlichen Nahverkehr. Unsere Kinder und unsere Lehrer werden damit zu Fackeln eines Brands, den niemand mehr löschen kann. Für Erzieher und Kindertagesstätten-Kinder gilt das analog.
  • In dieser Zeit der Not fehlt in Deutschland an vielen Stellen ein Helmut Schmidt.
  • Uns allen bleibt nur noch der Eigenschutz. Auch er wird nicht lange sicher sein.
  • Für alle Patienten D4, D3, D2, und D1 gilt ab der kommenden Woche ein gemeinsamer Warnaufruf.
  • Halten Sie voneinander Abstand, aber halten Sie zusammen!
  • Weder Heldentaten noch Panik nutzen uns jetzt.
  • Melden Sie sich bei allen Krankheitszeichen bei uns. Bleiben Sie zu Hause, so oft und so lange Sie können.
  • Patienten der Kategorie D4 sollten sich im Bürgeramt melden, wenn ihnen Lebensmittel fehlen und niemand diese besorgen kann.
  • Verfolgen Sie täglich diesen Blog und lesen Sie unsere Informationen zum Praxisbetrieb während der Pandemie.

WHO und Kultusministerium warnen

  • Der Leiter der Weltgesundheitsorganisation, Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, warnte heute Personen in Gruppen mit höherem Risiko, Menschenmassen und andere Orte mit erhöhtem Infektionsrisiko zu vermeiden.
  • Er twitterte: „Wenn Sie 60 Jahre alt sind oder eine Grunderkrankung wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Atemwegserkrankungen oder Diabetes haben, besteht ein höheres Risiko für die Entwicklung einer schweren #COVID19. Vermeiden Sie überfüllte Bereiche oder Orte, an denen Sie mit kranken Menschen interagieren könnten.“
  • Auch das Hessische Kultusministerium forderte gestern die Hessischen Schulleiter auf, Gefährdungen dieser Art zu vermeiden. „Eltern sollten dahingehend beraten werden, die Entscheidung ber die Teilnahme am Unterricht zur Vermeidung einer SARS-CoV-2-Infektion nicht ohne Rcksprache mit einem Arzt zu treffen.“ (Blatt 2 Abs. 3 des Schreibens 960.060.070-00030 vom 03.03.2020)
  • Das heißt aber auch, die Eltern sollen eine Entscheidung treffen. Eltern von Kindern mit besonderem Risiko und Kinder aus Familien mit einem Mitglied mit solchem Risiko sollten den Hinweis des Kultusministeriums sehr ernst nehmen, zumal unsere Schulen trotz der absehbaren Konsequenzen nicht geschlossen werden. Für Kindergärten gilt der Hinweis analog.

Keine Schließung von Schulen in der Wetterau und im Hochtaunuskreis

Die Leiterin des Staatlichen Schulamts für den Hochtaunuskreis und den Wetteraukreis, Dr. Rosemarie zur Heiden, wurde am 29.02.2020 eindringlich auf die Bedeutung umgehender Schulschließungen zur Eindämmung der SARS-CoV-2-Epidemie hingewiesen und mit den entscheidenen Fakten vertraut gemacht. Sie ging mit keiner Silbe inhaltlich darauf ein. In einer e-Mail vom 02.03.2020 brachte sie vielmehr in höflichsten Worten zum Ausdruck, dass sie diese Eingabe nicht interessiert:


Sehr geehrter Herr Dr. Stock,

vielen Dank für Ihre ausführlichen Informationen und Empfehlungen. Ich stehe dazu in engem Kontakt mit den Gesundheitsbehörden sowie den zuständigen Ministerien in Wiesbaden. Dort arbeitete man am Wochenende intensiv an einer für alle verbindlichen Strategie im Umgang mit der neuen Erkrankung und wird zeitnah weitere Regelungen erlassen.

Wir alle sehen uns der Gesundheit der uns anvertrauten Menschen verpflichtet.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Rosemarie zur Heiden
Leiterin des Staatlichen Schulamtes

Staatliches Schulamt für den
Hochtaunuskreis und den Wetteraukreis
Mainzer-Tor-Anlage 8
61169 Friedberg
Tel.: +49 6031-188-629
Fax: +49 6031-188-699
E-Mail: rosemarie.zurheiden@kultus.hessen.de
schulaemter.hessen.de/standorte/friedberg

SARS-CoV-2: Landrat auf Pressekonferenz

  • Die Internationale Tourismus Börse (ITB) wurde abgesagt, obwohl es dort keinen Verdachtsfall gab (wie auch?).
  • Auf Massenveranstaltungen, die noch nicht stattgefunden haben, hat es noch nie einen Verdachtsfall gegeben (klar).
  • Im Hochtaunuskreis gibt es sogar einen Infektionsfall.
  • Schulen und Kindergärten im Hochtaunuskreis bleiben trotzdem geöffnet, weil es in ihnen noch keinen Verdachtsfall gegeben hat.
  • Das glauben Sie nicht?
  • "Der Landrat des Hochtaunuskreises, Ulrich Krebs, zeigte sich bei der Pressekonferenz am Samstag zufrieden, dass die Internationale Tourismus Börse (ITB) in Berlin abgesagt wurde. Man hätte am Montag eigenständig darauf verzichtet, Vertreter des Kreises dorthin zu schicken. Es sei sinnvoll, große Menschenansammlungen zu meiden. Großveranstaltungen im Hochtaunuskreis seien derzeit keine geplant. Der Schulunterricht werde am Montag "ganz normal" stattfinden, so Krebs. Generell sei es immer eine Einzelfallentscheidung, ob eine Schule geschlossen bleibe. "Es gibt aber keine Verdachtsfälle an Schulen oder Kindergärten im Hochtaunuskreis", sagte Krebs." Das berichtete heute die hessenschau.
April 2020
March 2020
February 2020
June 2019
May 2019
April 2019
January 2019
December 2018
November 2018