Schutzimpfungen


Grundsätzliches - Nutzen und Risiko


Schutzimpfungen verhindern Krankheiten. Ihr Körper lernt durch sie, sich selbst zu schützen. Schutzimpfungen machen grundsätzlich nicht krank.

Impfgegner wenden gegen Schutzimpfungen immer wieder ein, es träten dabei Impfschäden auf. Auch belaste man den Körper mit Impfstoffen, denen er sonst nicht ausgesetzt sei.

Klar ist: Jedes medizinische Verfahren birgt Risiken. Die Vorteile jedes Verfahrens müssen seine Risiken deshalb bei weitem überwiegen. Nur dann setzt man es ein.

Auf dieser Website kann dies alles nicht komplett erörtert werden. Sprechen Sie mit Dr. Stock! Lassen Sie sich persönlich direkt beraten und entscheiden Sie dann. Erlauben Sie uns ein paar Informationen vorab:



Wirksamkeit von Schutzimpfungen - Immunität


Unter Immunität versteht man den Umstand, dass die Infektion mit einem Krankheitserreger nicht krank machen kann. Der Krankheitserreger dringt vielleicht noch in Sie ein. Er schadet Ihnen dann aber nicht.

Immun ist bei vielen Krankheitserregern für eine gewisse Zeit, wer die Krankheit bereits einmal durchgemacht hat, die vom Krankheitserreger typischerweise ausgelöst wird. Immun ist für einen gewissen Zeitraum auch, wer geimpft worden ist.

Bei der vorbeugenden (aktiven) Impfung wird man mit dem Antigen des Krankheitserregers geimpft. Das ist eine Art Steckbrief, mit dem die Oberfläche oder eine andere charakteristische Struktur des Erregers unserem Immunsystem bekanntgegeben wird. Das Immunsystem bildet entsprechend dem Steckbrief Antikörper gegen den speziellen Erreger aus. Diese werden im Fall einer späteren Infektion wie ein Polizei-Sondereinsatzkommando gegen den Erreger eingesetzt.

Hat man sich bereits mit einem Krankheitserreger infiziert, hilft die vorbeugende Impfung allein meist nicht mehr. Jetzt muss man (passiv) fertige Antikörper selbst impfen. Da immer eine bestimmte Zeitspanne zwischen einer Infektion und der Erkrankung selbst auftritt, hat man dafür Zeit.




Impfstoffe: lebend - tot - konjugiert


Lebendimpfstoffe enthalten abgeschwächte Krankheitserreger. Totimpfstoffe enthalten inaktivierte Teile von Viren oder Bakterien. Die meisten Impfstoffe gehören einer dieser beiden Kategorien an.

Gegen manche Krankheitserreger reicht die Impfung mit dem Antigen allein leider nicht aus. Beispiele hierfür waren ausgerechnet auch von der STIKO (08/2006) empfohlene Polysaccharid-Impfstoffe gegen Meningokokken oder Pneumokokken. Gerade bei Kindern unter zwei Jahren sind diese schlecht immunogen. Auch Erwachsenen wird durch sie kein langanhaltender Impfschutz gebracht.

Nicht-konjugierte Polysaccharid-Impfstoffe haben noch einen unerwünschten Effekt: Bei weiteren Gaben desselben Impfstoffes (Boosterung) wird die Immunantwort immer schlechter. Mehrmalige Auffrischimpfungen sind daher ausgerechnet bei Polysaccharid-Impfstoffen nicht möglich.

Eine Lösung für dieses Problem liegt in der Koppelung der Polysaccharide an bekannte und immunologisch wirksame Proteine, wie die Toxoide der Diphtherie oder des Tetanus. Gekoppelt an diese Proteine wird das allein zu unauffällige Polysaccharid-Antigen von unserem Immunsystem deutlich besser erkannt. Es kommt zu einer T-Zell-abhängigen Immunantwort. Wiederholungsimpfungen verstärken die Immunantwort noch. Das immunologische Langzeitgedächtnis wird IgG-vermittelt aktiviert.

In einigen nationalen Impfprogrammen werden Konjugatimpfstoffe eingesetzt (z.B. in England). In Deutschland gehören sie noch nicht generell zum empfohlenen Impfprogramm.




Erste Impfung gegen Krebs


Mit Gardasil hat und Cervarix gibt es die weltweit ersten Impfstoffe gegen Krebs. Sie schützen zuverlässig gegen die Folgen einer Infektion mit den HP-Viren 16 und 18, welche für Feigwarzen und insbesondere für eine Vielzahl von Gebärmutterhalskrebs-Fällen verantwortlich sind. In den USA ist der Impfstoff seit Sommer 2006 zugelassen. Eine Zulassung für Europa liegt seit Herbst 2006 vor.

Dringend empfiehlt Dr. Stock die Impfung von Mädchen und jugendlichen Frauen. Idealer für die Impfung ist ein Zeitpunkt vor den ersten sexuellen Kontakten. Eltern mögen dabei bedenken, dass der erste Geschlechtsverkehr nach aktuellen statistischen Erhebungen meist bereits im Alter zwischen 12 und 14 Jahren stattgefunden hat. Auch Jungen und junge Männer könnten theoretisch geimpft werden, um die Erkrankung an sich einzudämmen.

Die Wahrscheinlichkeit einer HPV-Infektionen steigt übrigens mit der Zahl der Sexualpartner, die ein Mensch im Laufe seines Lebens hat.



Wichtige Regeln beim Impfen


  • Mindestabstände müssen eingehalten werden.
  • Höchstabstände sollen eingehalten werden.
  • Jede Impfung zählt, egal wie lange sie zurückliegt.
  • Impfungen, die nicht dokumentiert sind, gelten als nicht vorgenommen.
  • Grundsätzlich gilt, was die STIKO veröffentlicht.
  • Hersteller-Fachinformationen sind im Zweifel relevanter.
  • Impfserien sollten mit denjenigen Präparaten vervollständigt werden, mit denen sie begonnen wurden.



Ständige Impfkommission (STIKO)


Zum
Robert-Koch-Institut gehört eine Kommission, deren Mitglieder regelmäßig Ratschläge für Impfungen in Deutschland geben. Diese Ratschläge sind Grundlage für Impfplanungen, aber auch für die Erstattung von Impfkosten bei gesetzlich und bei privat Versicherten.




Unser Service für Sie


Wenn Dr. Stock Sie als Hausarzt betreut, werden Sie in unserer Praxis regelmäßig an fällige Impfungen erinnert. Im Rahmen der Erstuntersuchung werden Ihr Impfpass und Ihre Vorerkrankungen bei uns elektronisch erfasst. Auch besondere Gefährdungen für Sie, Allergien oder berufliche Risiken und Ihre Reisepläne nehmen wir auf.

Anhand der jeweils neusten Empfehlungen der ständigen Impfkommission (STIKO) erhalten Sie dann eine Impfempfehlung mit persönlichem Terminkalender. Diese Impfempfehlung kann im Einzelfall vom oben dargestellten Kalender für Regelimpfungen abweichen.



Qualität


In der Praxis Dr. Stock werden nur Impfstoffe mit einer Mindesthaltbarkeit von einem Jahr akzeptiert. Bereits bei der Anlieferung durch die Apotheken werden die Impfstoffe auf Trübungen und Temperatur geprüft. Täglich werden unsere Impfkühlschränke auf Temperaturkonstanz hin überprüft. Hierüber wird ein Protokoll geführt. Apotheken, die stets einwandfreie Ware lieferten, werden als Referenzapotheken geführt. Bei wiederholt erforderlichen Beanstandungen erhalten Lieferanten keinen Auftrag mehr von uns.

Nach einer Impfung bleiben Sie noch für einige Minuten in unserer Praxis. Wird bei Ihnen zu Hause geimpft, bleibt Dr. Stock noch für eine gewisse Zeit bei Ihnen, bevor er weiterfährt. Erst wenn klar ist, dass Sie Ihre Impfung einwandfrei vertragen haben, entlassen wir Sie.

Impfinformationen ruft Dr. Stock täglich neu beim Robert-Koch-Institut und bei den Herstellern der bei uns verwendeten Impfstoffe ab. Hierfür gibt es ein programmiertes Qualitätssystem.

Die Praxis Dr. Stock versteht sich als Impfpraxis. Dieses Selbstverständnis begründet ihr vergleichsweise aufwändiges Qualitätssystem. Geht es Ihnen gut, haben wir unser Ziel erreicht.